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Wie die Öffnung der Verwaltung ein modernes Mobile Government unterstützt

- May 14, 2018 in Open Data

Bauen wir auf Open Government

Die neue Regierung setzt in ihrer Digitalstrategie auch auf eine mobile App, die Behördengänge ersetzen soll. Wirtschaftsministerin Schramböck sieht es als Ziel, vom E-Government zum Mobile Government zu kommen, um in Europa wieder Spitzenreiter zu werden. Um dieser Modernisierung der Verwaltung ein starkes Grundgerüst zu verleihen, sollte die Regierung jedoch auf eine wichtige Säule nicht vergessen: Open Government, die Öffnung von nicht personenbezogenen Verwaltungsdaten. Open Government ist ein erprobtes Werkzeug, um einfach auf Verwaltungsdaten zugreifen zu können – und damit eine ideale Basis für sowohl E-, als auch Mobile Government. Das tut auch der Wirtschaft gut: Open Government ermöglicht es engagierten Privatpersonen, Selbstständigen und Unternehmen, selbst neue Apps und Services auf Basis dieser Verwaltungsdaten zu erstellen. Nicht gläserne Bürgerinnen und Bürger, sondern ein transparenter, nachvollziehbarer Verwaltungsapparat sind dabei das Ziel. Und hier sind wir weit von der Spitze entfernt: Österreich ist im internationalen Vergleich an letzter Stelle, wenn es um Informationsfreiheit geht. Im jährlich veröffentlichten, weltweiten “Right To Information”–Rating ist Österreich seit sieben Jahren auf dem letzten Platz. Auch 2017 sind wir wieder auf Platz 111 von 111 untersuchten Nationen gelandet. Neben dem Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat durch gelebte Transparenz, bringen offene Verwaltungsdaten zusätzlich einen wirtschaftlichen Vorteil, etwa durch die Senkung von Transaktionskosten für den Zugriff auf Informationen. Egal ob Mobile Government via neuer Handy-App oder E-Government wie bisher über den Computer: Die Services müssen von Open Government Data getragen werden, damit Österreich auch hinsichtlich Zugriff auf Verwaltungsinformationen in Europa nach vorne kommt.

Relikt Amtsgeheimnis

Im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern steht in Österreich das Amtsgeheimnis noch immer in der Verfassung. Dabei bestätigt sogar der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem Urteil von 2013, dass Information ein Menschenrecht ist. Information ist untrennbar mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung verbunden. Nur wer ausreichend informiert ist, kann sich eine umfassende Meinung bilden. Freie Informationen – richtige, faktenbasierte Informationen statt Fake News – dies schafft mündige Bürgerinnen und Bürger. Informationsfreiheit ist ein praktisches Mittel für eine funktionierende Demokratie. Doch derzeit liegt die Bringschuld bei den fragenden Bürgern und Bürgerinnen, nicht beim Staat. Das muss sich ändern.

Open Government Data

Wir brauchen Open Government Data. Veröffentlicht die Verwaltung ihre Daten und Informationen, macht sie Prozesse nachvollziehbar und beugt Steuerverschwendung vor. Open Government Data ist kein neues Konzept in Österreich. Die Stadt Wien war Vorreiter deutschsprachiger Verwaltungen, als im Mai 2011 die ersten 30 Datensätze veröffentlicht wurden. Bisher wurden in Österreich einige Projekte im Bereich Offene Informationen unterstützt, wie etwa die Open Data Portale data.gv.at und opendataportal.at, das Projekt e-infrastructures.at zur offenen Archivierung wissenschaftlicher Ergebnisse oder geförderte Projekte im Innovationsbereich wie z.B. openinnovation.gv.at.

Treibstoff für die digitale Wirtschaft

Das hilft auch der Wirtschaft: Auf data.gv.at, der Plattform, auf der alle offenen Verwaltungsdaten landen, gibt es aktuell 18.592 Datensätze – diese wurden und werden von der Wirtschaft rege genutzt. Nicht weniger als 429 Apps und Internet-Services nutzen diese Daten, und stellen den Bürgerinnen und Bürgern weitere Serviceleistungen zur Verfügung. Daten sind also ein wichtiges Gut, doch wir brauchen noch mehr davon. Kennen Sie die Gemeinde Engerwitzdorf in Oberösterreich? Engerwitzdorf ist in Open Data Kreisen sehr berühmt: Die kleine Gemeinde in der Nähe von Linz zählt nur rund 8.700 Einwohnerinnen und Einwohner, die Gemeinderegierung hat jedoch bisher schon 137 offene  Datensätze veröffentlicht, von Fördergeldern bis Spielplatzstandorte. In Engerwitzdorf gilt die Devise von Open Data: Information ist öffentliches Gut – Ausnahmen gibt es nur, wenn die öffentliche Sicherheit gefährdet wäre, oder die Privatsphäre von Menschen verletzt würde. Engerwitzdorf hat sechsmal so viel Daten veröffentlicht, wie alle Bundesministerien zusammen. Diese kommen nämlich derzeit gerade einmal auf 24 Datensätze. Warum ist das so?

Papier ist geduldig

Theoretisch hält das Informationsweiterverwendungsgesetz alle öffentlichen Stellen dazu an, Daten zu publizieren und frei zugänglich zu machen. Doch es ist de facto totes Recht: Es gibt oft keine offiziellen Stellen, die sich für die Einhaltung einsetzen. Es fehlen Prozesse und Institutionen, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung helfen, den nötigen Kulturwandel einzuleiten. Es kommt nicht selten vor, dass Abteilungen gar nicht wissen, dass es dieses Gesetz überhaupt gibt, geschweige denn, wie sie ihre Daten veröffentlichen können. Was soll die neue Regierung nun konkret tun?

Informationsfreiheitsgesetz als Ziel

Die neue Regierung kann ein Informationsfreiheitsgesetz beschließen und eine/n Informationsbeauftrage/n einsetzen, die den Behörden bei der Umsetzung des Rechts zur Seite steht, und Bürgerinnen und Bürgern im Einfordern unterstützt. Für alle muss das gleiche Recht gelten – in Wien darf es nicht mehr Geheimhaltungsgründe geben als in Vorarlberg. Die Bürger und Bürgerinnen dürfen für Auskünfte nicht zur Kasse gebeten werden. Das ist in zahlreichen EU-Nachbarstaaten wie Slowenien und der Slowakei längst gelebter Alltag. Ein weiteres Ziel ist der Beitritt Österreichs zur Open Government Partnership, einem internationalen Bündnis mit aktuell 75 teilnehmenden Ländern – Deutschland ist seit 2016 Mitglied und hat 2017 den ersten nationalen Aktionsplan veröffentlicht. In Summe braucht es keine großen Anstrengungen, um das umzusetzen, was uns bei jeder Wahl versprochen wird: Ein offener, transparenter Staat, der in Europa ein Vorbild ist und nachhaltiges Wirtschaftswachstum fördert.

Wie die Öffnung der Verwaltung ein modernes Mobile Government unterstützt

- May 14, 2018 in Open Data

Bauen wir auf Open Government

Die neue Regierung setzt in ihrer Digitalstrategie auch auf eine mobile App, die Behördengänge ersetzen soll. Wirtschaftsministerin Schramböck sieht es als Ziel, vom E-Government zum Mobile Government zu kommen, um in Europa wieder Spitzenreiter zu werden. Um dieser Modernisierung der Verwaltung ein starkes Grundgerüst zu verleihen, sollte die Regierung jedoch auf eine wichtige Säule nicht vergessen: Open Government, die Öffnung von nicht personenbezogenen Verwaltungsdaten. Open Government ist ein erprobtes Werkzeug, um einfach auf Verwaltungsdaten zugreifen zu können – und damit eine ideale Basis für sowohl E-, als auch Mobile Government. Das tut auch der Wirtschaft gut: Open Government ermöglicht es engagierten Privatpersonen, Selbstständigen und Unternehmen, selbst neue Apps und Services auf Basis dieser Verwaltungsdaten zu erstellen. Nicht gläserne Bürgerinnen und Bürger, sondern ein transparenter, nachvollziehbarer Verwaltungsapparat sind dabei das Ziel. Und hier sind wir weit von der Spitze entfernt: Österreich ist im internationalen Vergleich an letzter Stelle, wenn es um Informationsfreiheit geht. Im jährlich veröffentlichten, weltweiten “Right To Information”–Rating ist Österreich seit sieben Jahren auf dem letzten Platz. Auch 2017 sind wir wieder auf Platz 111 von 111 untersuchten Nationen gelandet. Neben dem Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat durch gelebte Transparenz, bringen offene Verwaltungsdaten zusätzlich einen wirtschaftlichen Vorteil, etwa durch die Senkung von Transaktionskosten für den Zugriff auf Informationen. Egal ob Mobile Government via neuer Handy-App oder E-Government wie bisher über den Computer: Die Services müssen von Open Government Data getragen werden, damit Österreich auch hinsichtlich Zugriff auf Verwaltungsinformationen in Europa nach vorne kommt.

Relikt Amtsgeheimnis

Im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern steht in Österreich das Amtsgeheimnis noch immer in der Verfassung. Dabei bestätigt sogar der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem Urteil von 2013, dass Information ein Menschenrecht ist. Information ist untrennbar mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung verbunden. Nur wer ausreichend informiert ist, kann sich eine umfassende Meinung bilden. Freie Informationen – richtige, faktenbasierte Informationen statt Fake News – dies schafft mündige Bürgerinnen und Bürger. Informationsfreiheit ist ein praktisches Mittel für eine funktionierende Demokratie. Doch derzeit liegt die Bringschuld bei den fragenden Bürgern und Bürgerinnen, nicht beim Staat. Das muss sich ändern.

Open Government Data

Wir brauchen Open Government Data. Veröffentlicht die Verwaltung ihre Daten und Informationen, macht sie Prozesse nachvollziehbar und beugt Steuerverschwendung vor. Open Government Data ist kein neues Konzept in Österreich. Die Stadt Wien war Vorreiter deutschsprachiger Verwaltungen, als im Mai 2011 die ersten 30 Datensätze veröffentlicht wurden. Bisher wurden in Österreich einige Projekte im Bereich Offene Informationen unterstützt, wie etwa die Open Data Portale data.gv.at und opendataportal.at, das Projekt e-infrastructures.at zur offenen Archivierung wissenschaftlicher Ergebnisse oder geförderte Projekte im Innovationsbereich wie z.B. openinnovation.gv.at.

Treibstoff für die digitale Wirtschaft

Das hilft auch der Wirtschaft: Auf data.gv.at, der Plattform, auf der alle offenen Verwaltungsdaten landen, gibt es aktuell 18.592 Datensätze – diese wurden und werden von der Wirtschaft rege genutzt. Nicht weniger als 429 Apps und Internet-Services nutzen diese Daten, und stellen den Bürgerinnen und Bürgern weitere Serviceleistungen zur Verfügung. Daten sind also ein wichtiges Gut, doch wir brauchen noch mehr davon. Kennen Sie die Gemeinde Engerwitzdorf in Oberösterreich? Engerwitzdorf ist in Open Data Kreisen sehr berühmt: Die kleine Gemeinde in der Nähe von Linz zählt nur rund 8.700 Einwohnerinnen und Einwohner, die Gemeinderegierung hat jedoch bisher schon 137 offene  Datensätze veröffentlicht, von Fördergeldern bis Spielplatzstandorte. In Engerwitzdorf gilt die Devise von Open Data: Information ist öffentliches Gut – Ausnahmen gibt es nur, wenn die öffentliche Sicherheit gefährdet wäre, oder die Privatsphäre von Menschen verletzt würde. Engerwitzdorf hat sechsmal so viel Daten veröffentlicht, wie alle Bundesministerien zusammen. Diese kommen nämlich derzeit gerade einmal auf 24 Datensätze. Warum ist das so?

Papier ist geduldig

Theoretisch hält das Informationsweiterverwendungsgesetz alle öffentlichen Stellen dazu an, Daten zu publizieren und frei zugänglich zu machen. Doch es ist de facto totes Recht: Es gibt oft keine offiziellen Stellen, die sich für die Einhaltung einsetzen. Es fehlen Prozesse und Institutionen, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung helfen, den nötigen Kulturwandel einzuleiten. Es kommt nicht selten vor, dass Abteilungen gar nicht wissen, dass es dieses Gesetz überhaupt gibt, geschweige denn, wie sie ihre Daten veröffentlichen können. Was soll die neue Regierung nun konkret tun?

Informationsfreiheitsgesetz als Ziel

Die neue Regierung kann ein Informationsfreiheitsgesetz beschließen und eine/n Informationsbeauftrage/n einsetzen, die den Behörden bei der Umsetzung des Rechts zur Seite steht, und Bürgerinnen und Bürgern im Einfordern unterstützt. Für alle muss das gleiche Recht gelten – in Wien darf es nicht mehr Geheimhaltungsgründe geben als in Vorarlberg. Die Bürger und Bürgerinnen dürfen für Auskünfte nicht zur Kasse gebeten werden. Das ist in zahlreichen EU-Nachbarstaaten wie Slowenien und der Slowakei längst gelebter Alltag. Ein weiteres Ziel ist der Beitritt Österreichs zur Open Government Partnership, einem internationalen Bündnis mit aktuell 75 teilnehmenden Ländern – Deutschland ist seit 2016 Mitglied und hat 2017 den ersten nationalen Aktionsplan veröffentlicht. In Summe braucht es keine großen Anstrengungen, um das umzusetzen, was uns bei jeder Wahl versprochen wird: Ein offener, transparenter Staat, der in Europa ein Vorbild ist und nachhaltiges Wirtschaftswachstum fördert.

#NRW17, BMI, Wikidata und Termine

- September 4, 2017 in event, hackathon, Offene Wahlen, Open Data, Wahlen, Wikidata, Workshop

Von der #NRW17-Visualisierung, über einem Treffen beim Innenministerium bis hin zu Wikidata – vieles hat sich in den letzten Monaten getan bei Offene Wahlen Österreich.

Wir bekommen Zugang zu den Wahldaten!

Als im Mai die vorgezogene Neuwahl der Nationalratswahl beschlossen wurde, war für uns relativ schnell klar: Wir wollen am Wahltag, dem 15. Oktober 2017, um 17 Uhr Zugang zu den ersten Wahldaten. Erste Idee war, mit den Daten ein bisschen spielen zu können und für Visualisierungen und Analysen zu nutzen. Die Ergebnisse sollten dann allen im Web zugänglich gemacht werden. Doch damit das möglich ist, brauchen wir zuerst die Ergebnisdaten von der Bundeswahlbehörde des Innenministeriums (BMI) am Wahltag. Daher haben wir beim BMI via Email angefragt – und dem Ansuchen wurde direkt und sofort stattgegeben. An dieser Stelle vielen Dank an die Bundeswahlbehörde.

#NRW17-Visualisierung

Somit war der Grundstein gelegt für die “Offene Wahlen Österreich Nationalratswahl 2017 Visualisierung”, kurz #NRW17-Visualisierung. Ziel ist, die Ergebnisse in einem neuen Gewand aufzubereiten und dabei thematische Schwerpunkte zu setzen sowie den Code als Open Source allen zugänglich zu machen. Das Projekt wird für alle sichtbar auf GitHub koordiniert, wo man auch den Code findet. Sämtliche Infos sind im Wiki und die Tasks werden mittels Milestones und Projects koordiniert. Technisch werden die Daten mittels einer Django-App für die aufbereitet und D3js visuell dargestellt. In den letzten sechs Wochen hat sich so schon einiges an Code und Know-How angesammelt. Aktuell beginnen wir mit den ersten Visualisierungen. Der weitere Plan ist, die App bis zur Wahl fertig zu entwickeln und am Wahltag um 17 Uhr unter https://nrw17.offenewahlen.at/ zu Launchen. Versäume den Launch nicht und meld dich beim Newsletter an. Wenn du dich gerne mit Daten, Visualisierungen, Kommunikation und/oder Wahlen beschäftigst, meld dich und mach bei uns mit. Wir sind ein offenes Team an ehrenamtlich tätigen und freuen uns über jede Unterstützung. Aktuell sind wir vor allem auf der Suche nach einer Person, die sich mit Kommunikation auskennt und uns bei der Bewerbung der Events und der #NRW17-Visualisierung hilft.

#NRW17 = Daten + Visualisierung + Party

Die #NRW17 Visualisierung wird am 15. Oktober um 17 Uhr live gehen. Zusammen mit der Nationalratswahl ist das für uns Grund genug eine kleine Party zu veranstalten. Daher laden wir alle Wahl-Nerds, Netzpolitik-Interessierte und Daten-LiebhaberInnen zum gemeinsamen Launch der #NRW17-Visualisierung mitsamt Public-Viewing zur Nationalratswahl ins metalab ein. Dort wird vor dem Launch natürlich auch noch ein bisschen gecodet und der Feinschliff gemacht. Wer sich Infos zum Ablauf einer Wahl, zu Wahldaten oder den Visualisierungen holen möchte, ist hier genau richtig.

Offene Wahlen Hackathon @ metalab by Stefan Kasberger (CC BY 4.0)

Wahl-Daten-Party Ort: metalab, Rathausstraße 6, 1010 Wien
Datum: 15.Oktober 2017, 12 – 22 Uhr
Eintritt frei
Webpage

Erste Forderungen umgesetzt

Wie Eingangs schon erwähnt, erhalten wir vom Innenministerium Zugang zu den Wahlergebnissen. Gemeinsam mit den JournalistInnen von orf.at, standard.at, APA, ATV und einigen mehr wurden wir deswegen am 17. August zu einer Diskussion rund um die Wahldaten ins BMI eingeladen. Konkret wird jenen die Zugang zu den Wahldaten bekommen zum ersten Mal ein maschinenlesbares Format (JSON und CSV) angeboten (Forderung #3) und wir wiesen auf die Wichtigkeit eines guten Datenstandards hin. Die Website des BMI wird via https gesichert (Forderung #5), wie durch Nachfragen des deutschen Kollegen Walter Palmetshofer zugesichert wurde. Dies soll Manipulationen in der Datenübertragung unmöglich machen. Ein weiterer wichtiger Punkt: Laut Robert Stein, Leiter der Wahlabteilung im Innenministerium, gibt es kein Urheberrecht auf Wahldaten, womit implizit auch die Forderungen nach einer offenen Lizenz erfüllt wird (Forderung #1). Weiters wurde auf unser Einwirken hin zugesagt, dass die Ergebnisse bereits am Wahltag auf data.gv.at online gestellt werden sollen, sobald sie fertig ausgezählt sind.
Auf Wahldaten gibt es kein Urheberrecht.
Robert Stein, Leiter Wahldatenabteilung BMI
Doch damit sämtliche Forderungen umgesetzt sind, gibt es noch einiges zu tun. Die nächsten Schritte unsererseits sind:
  1. Vorschlagen eines offenen Datenstandards für die Wahlbehörde (Forderung #2).
  2. Anfragen, ob wir die Ergebnisdaten der #NRW17 über eine Open Data restful-API weitergeben dürfen. Da es ja kein Urheberrecht auf die Daten gibt, sollte dies an sich kein Problem sein. Mit dieser Maßnahme würden wir international eine Best-Practice für offene Wahldaten umsetzen und die Forderungen #1, #2, #3, #4, #5 und #10 erfüllen. Dies kann somit eine ideale Vorlage für weitere Schritte beim BMI sein.
  3. Die erwirkten Fortschritte auf Bundesebene auch auf Bundesländer-Ebene voran treiben.
Hierfür benötigen wir deine Unterstützung. Hilf mit, damit Wahldaten einfach und sofort für alle zugänglich sind. So können wir gemeinsam für Transparenz, demokratische Bildung und Innovation bei Wahlen sorgen.

Wikidata und Wahlen

Eine weitere Aktivität ist, dass wir Daten rund um Wahlen in Wikidata eintragen. Für alle die Wikidata noch nicht kennen: Dies ist eine freie Wissens-Datenbank der Wikimedia Foundation, der Organisation hinter Wikipedia, welche sowohl von Maschinen wie auch Menschen genutzt werden kann. Im Juni diesen Jahres haben Wikimedia Deutschland und Open Knowledge Deutschland zu einem Wikidata Wahldaten Workshop in Ulm eingeladen. Dort trafen sich junge Hacker aus Deutschland (und Stefan Kasberger von Offene Wahlen Österreich) für ein Wochenende um sich mit Wahlen und Wikidata zu beschäftigen und auszutauschen.

Wikidata logo by Planemad (Public Domain)

Beim Workshop ging es vor allem darum, vorhandene Daten in Wikidata zu importieren und sich mit SPARQL (der Abfragesprache für Wikidata) vertraut zu machen – von AnfängerIn bis zum Profi. Und natürlich wurde sich auch viel über Wahlen und Daten an sich ausgetauscht. Stefan hat das Wochenende genutzt um in einem GitHub Repository alle relevanten Informationen rund um österreichische Wahlen zu sammeln und auch ein erstes Import-Skript für die Nationalratsabgeordneten gecodet. Die Idee dahinter ist, Wikidata als die primäre Datenbank für politische Entitäten (in der Datenmodellierung ein eindeutig zu bestimmendes Objekt, z. B. Bundeskanzler Christian Kern) aufzubauen. Jede Politikerin, jeder Politiker soll in Zukunft darin eindeutig abgebildet sein, genauso wie jede Wahl, jede Partei und so weiter. Nun wollen wir auch den ersten Wikidata Wahldaten Workshop in Wien organisieren und die Aktivitäten vorantreiben. Der Workshop richtet sich explizit an Wikidata-AnfängerInnen. Neben der Einführung zu Wikidata und Wahlen wird es aber auch eine Gruppe für Wahl-Nerds geben, also Menschen die sich mit Wahlen und Daten schon öfters beschäftigt haben. Hier denken wir vor allem an DatenjournalistInnen, Politikwissenschafts-StudentInnen und WahlforscherInnen (Wikidata-Vorkenntnisse sind ebenfalls nicht nötig). Wikidata Wahldaten Workshop Ort: Wikimedia Österreich Office, Stolzenthalergasse 7/1, 1080 Wien
Datum: 30. September 2017, 14 – 18 Uhr
Eintritt frei
Webpage Organisiert wird der Workshop von Offene Wahlen Österreich, gemeinsam mit Wikimedia Österreich.

offenewahlen.at in neuem Antlitz

Vor knapp einem Jahr wurde die Offene Wahlen Österreich Website gelauncht. Seitdem hat sich die Website kontinuierlich weiter entwickelt. Vor zwei Wochen wurde dann auch die Homepage komplett neu überarbeitet. Aber am besten ihr seht es euch selber an: http://offenewahlen.at/

Nächste Termine

#NRW17, BMI, Wikidata und Termine

- September 4, 2017 in event, hackathon, Offene Wahlen, Open Data, Wahlen, Wikidata, Workshop

Von der #NRW17-Visualisierung, über einem Treffen beim Innenministerium bis hin zu Wikidata – vieles hat sich in den letzten Monaten getan bei Offene Wahlen Österreich.

Wir bekommen Zugang zu den Wahldaten!

Als im Mai die vorgezogene Neuwahl der Nationalratswahl beschlossen wurde, war für uns relativ schnell klar: Wir wollen am Wahltag, dem 15. Oktober 2017, um 17 Uhr Zugang zu den ersten Wahldaten. Erste Idee war, mit den Daten ein bisschen spielen zu können und für Visualisierungen und Analysen zu nutzen. Die Ergebnisse sollten dann allen im Web zugänglich gemacht werden. Doch damit das möglich ist, brauchen wir zuerst die Ergebnisdaten von der Bundeswahlbehörde des Innenministeriums (BMI) am Wahltag. Daher haben wir beim BMI via Email angefragt – und dem Ansuchen wurde direkt und sofort stattgegeben. An dieser Stelle vielen Dank an die Bundeswahlbehörde.

#NRW17-Visualisierung

Somit war der Grundstein gelegt für die “Offene Wahlen Österreich Nationalratswahl 2017 Visualisierung”, kurz #NRW17-Visualisierung. Ziel ist, die Ergebnisse in einem neuen Gewand aufzubereiten und dabei thematische Schwerpunkte zu setzen sowie den Code als Open Source allen zugänglich zu machen. Das Projekt wird für alle sichtbar auf GitHub koordiniert, wo man auch den Code findet. Sämtliche Infos sind im Wiki und die Tasks werden mittels Milestones und Projects koordiniert. Technisch werden die Daten mittels einer Django-App für die aufbereitet und D3js visuell dargestellt. In den letzten sechs Wochen hat sich so schon einiges an Code und Know-How angesammelt. Aktuell beginnen wir mit den ersten Visualisierungen. Der weitere Plan ist, die App bis zur Wahl fertig zu entwickeln und am Wahltag um 17 Uhr unter https://nrw17.offenewahlen.at/ zu Launchen. Versäume den Launch nicht und meld dich beim Newsletter an. Wenn du dich gerne mit Daten, Visualisierungen, Kommunikation und/oder Wahlen beschäftigst, meld dich und mach bei uns mit. Wir sind ein offenes Team an ehrenamtlich tätigen und freuen uns über jede Unterstützung. Aktuell sind wir vor allem auf der Suche nach einer Person, die sich mit Kommunikation auskennt und uns bei der Bewerbung der Events und der #NRW17-Visualisierung hilft.

#NRW17 = Daten + Visualisierung + Party

Die #NRW17 Visualisierung wird am 15. Oktober um 17 Uhr live gehen. Zusammen mit der Nationalratswahl ist das für uns Grund genug eine kleine Party zu veranstalten. Daher laden wir alle Wahl-Nerds, Netzpolitik-Interessierte und Daten-LiebhaberInnen zum gemeinsamen Launch der #NRW17-Visualisierung mitsamt Public-Viewing zur Nationalratswahl ins metalab ein. Dort wird vor dem Launch natürlich auch noch ein bisschen gecodet und der Feinschliff gemacht. Wer sich Infos zum Ablauf einer Wahl, zu Wahldaten oder den Visualisierungen holen möchte, ist hier genau richtig.

Offene Wahlen Hackathon @ metalab by Stefan Kasberger (CC BY 4.0)

Wahl-Daten-Party Ort: metalab, Rathausstraße 6, 1010 Wien
Datum: 15.Oktober 2017, 12 – 22 Uhr
Eintritt frei
Webpage

Erste Forderungen umgesetzt

Wie Eingangs schon erwähnt, erhalten wir vom Innenministerium Zugang zu den Wahlergebnissen. Gemeinsam mit den JournalistInnen von orf.at, standard.at, APA, ATV und einigen mehr wurden wir deswegen am 17. August zu einer Diskussion rund um die Wahldaten ins BMI eingeladen. Konkret wird jenen die Zugang zu den Wahldaten bekommen zum ersten Mal ein maschinenlesbares Format (JSON und CSV) angeboten (Forderung #3) und wir wiesen auf die Wichtigkeit eines guten Datenstandards hin. Die Website des BMI wird via https gesichert werden (Forderung #5), was Manipulationen in der Datenübertragung unmöglich machen soll. Ein weiterer wichtiger Punkt: Laut Robert Stein, Leiter der Wahlabteilung im Innenministerium, gibt es kein Urheberrecht auf Wahldaten, womit implizit auch die Forderungen nach einer offenen Lizenz erfüllt wird (Forderung #1). Weiters wurde auf unser Einwirken hin zugesagt, dass die Ergebnisse bereits am Wahltag auf data.gv.at online gestellt werden sollen, sobald sie fertig ausgezählt sind.
Auf Wahldaten gibt es kein Urheberrecht.
Robert Stein, Leiter Wahldatenabteilung BMI
Doch damit sämtliche Forderungen umgesetzt sind, gibt es noch einiges zu tun. Die nächsten Schritte unsererseits sind:
  1. Vorschlagen eines offenen Datenstandards für die Wahlbehörde (Forderung #2).
  2. Anfragen, ob wir die Ergebnisdaten der #NRW17 über eine Open Data restful-API weitergeben dürfen. Da es ja kein Urheberrecht auf die Daten gibt, sollte dies an sich kein Problem sein. Mit dieser Maßnahme würden wir international eine Best-Practice für offene Wahldaten umsetzen und die Forderungen #1, #2, #3, #4, #5 und #10 erfüllen. Dies kann somit eine ideale Vorlage für weitere Schritte beim BMI sein.
  3. Die erwirkten Fortschritte auf Bundesebene auch auf Bundesländer-Ebene voran treiben.
Hierfür benötigen wir deine Unterstützung. Hilf mit, damit Wahldaten einfach und sofort für alle zugänglich sind. So können wir gemeinsam für Transparenz, demokratische Bildung und Innovation bei Wahlen sorgen.

Wikidata und Wahlen

Eine weitere Aktivität ist, dass wir Daten rund um Wahlen in Wikidata eintragen. Für alle die Wikidata noch nicht kennen: Dies ist eine freie Wissens-Datenbank der Wikimedia Foundation, der Organisation hinter Wikipedia, welche sowohl von Maschinen wie auch Menschen genutzt werden kann. Im Juni diesen Jahres haben Wikimedia Deutschland und Open Knowledge Deutschland zu einem Wikidata Wahldaten Workshop in Ulm eingeladen. Dort trafen sich junge Hacker aus Deutschland (und Stefan Kasberger von Offene Wahlen Österreich) für ein Wochenende um sich mit Wahlen und Wikidata zu beschäftigen und auszutauschen.

Wikidata logo by Planemad (Public Domain)

Beim Workshop ging es vor allem darum, vorhandene Daten in Wikidata zu importieren und sich mit SPARQL (der Abfragesprache für Wikidata) vertraut zu machen – von AnfängerIn bis zum Profi. Und natürlich wurde sich auch viel über Wahlen und Daten an sich ausgetauscht. Stefan hat das Wochenende genutzt um in einem GitHub Repository alle relevanten Informationen rund um österreichische Wahlen zu sammeln und auch ein erstes Import-Skript für die Nationalratsabgeordneten gecodet. Die Idee dahinter ist, Wikidata als die primäre Datenbank für politische Entitäten (in der Datenmodellierung ein eindeutig zu bestimmendes Objekt, z. B. Bundeskanzler Christian Kern) aufzubauen. Jede Politikerin, jeder Politiker soll in Zukunft darin eindeutig abgebildet sein, genauso wie jede Wahl, jede Partei und so weiter. Nun wollen wir auch den ersten Wikidata Wahldaten Workshop in Wien organisieren und die Aktivitäten vorantreiben. Der Workshop richtet sich explizit an Wikidata-AnfängerInnen. Neben der Einführung zu Wikidata und Wahlen wird es aber auch eine Gruppe für Wahl-Nerds geben, also Menschen die sich mit Wahlen und Daten schon öfters beschäftigt haben. Hier denken wir vor allem an DatenjournalistInnen, Politikwissenschafts-StudentInnen und WahlforscherInnen (Wikidata-Vorkenntnisse sind ebenfalls nicht nötig). Wikidata Wahldaten Workshop Ort: Wikimedia Österreich Office, Stolzenthalergasse 7/1, 1080 Wien
Datum: 30. September 2017, 14 – 18 Uhr
Eintritt frei
Webpage Organisiert wird der Workshop von Offene Wahlen Österreich, gemeinsam mit Wikimedia Österreich.

offenewahlen.at in neuem Antlitz

Vor knapp einem Jahr wurde die Offene Wahlen Österreich Website gelauncht. Seitdem hat sich die Website kontinuierlich weiter entwickelt. Vor zwei Wochen wurde dann auch die Homepage komplett neu überarbeitet. Aber am besten ihr seht es euch selber an: http://offenewahlen.at/

Nächste Termine

Der neue Vorstand stellt sich vor

- March 13, 2017 in Open Knowledge Österreich

Jede Organisation durchläuft verschiedene Phasen in ihrem Bestehen. Sechs Jahre nach ihrer Gründung fand vergangenen Sommer ein Generationenwechsel in der Open Knowledge Österreich statt. Die Gründungsmitglieder und der ehemalige Vorstand, der den Verein in Österreich sechs Jahre mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit erfolgreich begleitet haben, übergaben vergangenes Jahr ihre operativen Tätigkeiten an ein neues Vorstandsteam. Wir freuen uns sehr, dass diese lange so zentralen Menschen dem Verein als Mitglieder und Unterstützer*innen erhalten bleiben und möchten uns bei allen Beteiligten herzlich für ihre zahlreichen Tätigkeiten bedanken.

Der neue Vorstand

Bei der Vereins-Vollversammlung am 26. Juli 2016 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Dieser besteht für die Amtsperiode der nächsten zwei Jahren aus folgenden drei Personen:
Stefan Kasberger, bereits seit 2012 im Verein tätig, ist als Obmann die zentrale Ansprechperson bei Open Knowledge Österreich. Er wird sich vor allem mit Community-Arbeit und Open Data beschäftigen, sowie den Verein nach außen vertreten.
Christopher Kittel ist Kassier, kümmert sich um die finanziellen Aspekte des Vereins und setzt sich für Open Science ein.
Clara Landler ist Schriftführerin, bringt ihr Know-How in Sachen Kommunikation und Community ein und treibt das Thema Open Data und Open Innovation unter anderem seit 2014 im Projekt Open Data Portal Österreich und durch die Open Data MeetUps voran.
StefanStefan Kasberger
ChristopherChristopher Kittel
ClaraClara Landler
Der Vorstand nimmt in Zukunft eine zentralere Rolle im Verein ein, indem er den Verein nach außen vertritt, die Aktivitäten der Projekte, Arbeitsgruppen und Community koordiniert und sich um die strategische wie auch finanzielle Entwicklung des Vereins kümmert. Die Vorstands-Tätigkeiten werden rein ehrenamtlich erbracht. Wenn du mehr über uns, das neue Vorstands-Team, wissen möchtest, findest du weitere Informationen auf der Vorstands-Seite.

Was wir vorhaben

Wir setzen uns mit unserer Zeit, unserem Elan und unserem Know-How für freies Wissen in all seinen Formen ein, da wir voll und ganz davon überzeugt sind, dass freies Wissen ein zentraler Baustein für unsere digitale Zukunft ist. Wir möchten gemeinsam mit euch neue und innovative Wege gehen und ausprobieren, die der Offenheit Raum geben. Daher ist es uns wichtig, dass der Verein auf stabilen Beinen steht um die nächsten Herausforderungen angehen zu können.
“Wir wollen eine offene Welt, in der Wissen von allen genutzt und weiter gegeben werden kann!”

Um dies zu erreichen setzen wir zwei Schwerpunkte: 1) Community-Arbeit und 2) Finanzierung. Wir wollen noch mehr mit euch, der Open-Community, zusammenarbeiten um Wissen zu befreien und zu nutzen. Wir laden euch ein, sich mit uns zu engagieren, Ideen einzubringen, Gleichgesinnte kennenzulernen, und Wissen zu befreien. Als zweiten Schwerpunkt neben der Community-Arbeit wollen wir eine stabile finanzielle Basis aufbauen. Dies soll uns dabei helfen, dass sich der Verein professionalisiert und eine längerfristige Organisations-Entwicklung möglich ist. Nicht zuletzt wollen wir klarer kommunizieren wofür wir stehen, wer wir sind und was wir tun.

Bring dich ein!

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, starten wir bereits durch und es ist auch schon einiges für 2017 geplant. Vor allem soll Open Data belebt und die Open-Community stärker in unsere Aktivitäten eingebunden werden. Wenn du dich für freies Wissen einsetzen willst, melde dich – und bring dich bei uns ein! Wir freuen uns über jede kleine Hilfe, denn ein Verein lebt von der Unterstützung durch seine Mitglieder und von Einzelnen.
“Unser zentrales Ziel ist es, eine moderne und nachhaltige netzpolitische NGO in Österreich aufzubauen, welche sich für freies und offenes Wissen einsetzt!”
Wir freuen uns schon sehr auf eine spannende Zeit, zahlreiche Aktivitäten und vor allem mit euch gemeinsam Wissen zu befreien und zu nutzen. Mach dabei mit! Der Vorstand ist direkt über vorstand@okfn.at erreichbar.

Der neue Vorstand stellt sich vor

- March 13, 2017 in Open Knowledge Österreich

Jede Organisation durchläuft verschiedene Phasen in ihrem Bestehen. Sechs Jahre nach ihrer Gründung fand vergangenen Sommer ein Generationenwechsel in der Open Knowledge Österreich statt. Die Gründungsmitglieder und der ehemalige Vorstand, der den Verein in Österreich sechs Jahre mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit erfolgreich begleitet haben, übergaben vergangenes Jahr ihre operativen Tätigkeiten an ein neues Vorstandsteam. Wir freuen uns sehr, dass diese lange so zentralen Menschen dem Verein als Mitglieder und Unterstützer*innen erhalten bleiben und möchten uns bei allen Beteiligten herzlich für ihre zahlreichen Tätigkeiten bedanken.

Der neue Vorstand

Bei der Vereins-Vollversammlung am 26. Juli 2016 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Dieser besteht für die Amtsperiode der nächsten zwei Jahren aus folgenden drei Personen:
Stefan Kasberger, bereits seit 2012 im Verein tätig, ist als Obmann die zentrale Ansprechperson bei Open Knowledge Österreich. Er wird sich vor allem mit Community-Arbeit und Open Data beschäftigen, sowie den Verein nach außen vertreten.
Christopher Kittel ist Kassier, kümmert sich um die finanziellen Aspekte des Vereins und setzt sich für Open Science ein.
Clara Landler ist Schriftführerin, bringt ihr Know-How in Sachen Kommunikation und Community ein und treibt das Thema Open Data und Open Innovation unter anderem seit 2014 im Projekt Open Data Portal Österreich und durch die Open Data MeetUps voran.

StefanStefan Kasberger
ChristopherChristopher Kittel
ClaraClara Landler

Der Vorstand nimmt in Zukunft eine zentralere Rolle im Verein ein, indem er den Verein nach außen vertritt, die Aktivitäten der Projekte, Arbeitsgruppen und Community koordiniert und sich um die strategische wie auch finanzielle Entwicklung des Vereins kümmert. Die Vorstands-Tätigkeiten werden rein ehrenamtlich erbracht. Wenn du mehr über uns, das neue Vorstands-Team, wissen möchtest, findest du weitere Informationen auf der Vorstands-Seite.

Was wir vorhaben

Wir setzen uns mit unserer Zeit, unserem Elan und unserem Know-How für freies Wissen in all seinen Formen ein, da wir voll und ganz davon überzeugt sind, dass freies Wissen ein zentraler Baustein für unsere digitale Zukunft ist. Wir möchten gemeinsam mit euch neue und innovative Wege gehen und ausprobieren, die der Offenheit Raum geben. Daher ist es uns wichtig, dass der Verein auf stabilen Beinen steht um die nächsten Herausforderungen angehen zu können.

“Wir wollen eine offene Welt, in der Wissen von allen genutzt und weiter gegeben werden kann!”

Um dies zu erreichen setzen wir zwei Schwerpunkte: 1) Community-Arbeit und 2) Finanzierung. Wir wollen noch mehr mit euch, der Open-Community, zusammenarbeiten um Wissen zu befreien und zu nutzen. Wir laden euch ein, sich mit uns zu engagieren, Ideen einzubringen, Gleichgesinnte kennenzulernen, und Wissen zu befreien. Als zweiten Schwerpunkt neben der Community-Arbeit wollen wir eine stabile finanzielle Basis aufbauen. Dies soll uns dabei helfen, dass sich der Verein professionalisiert und eine längerfristige Organisations-Entwicklung möglich ist. Nicht zuletzt wollen wir klarer kommunizieren wofür wir stehen, wer wir sind und was wir tun.

Bring dich ein!

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, starten wir bereits durch und es ist auch schon einiges für 2017 geplant. Vor allem soll Open Data belebt und die Open-Community stärker in unsere Aktivitäten eingebunden werden. Wenn du dich für freies Wissen einsetzen willst, melde dich – und bring dich bei uns ein! Wir freuen uns über jede kleine Hilfe, denn ein Verein lebt von der Unterstützung durch seine Mitglieder und von Einzelnen.

“Unser zentrales Ziel ist es, eine moderne und nachhaltige netzpolitische NGO in Österreich aufzubauen, welche sich für freies und offenes Wissen einsetzt!”

Wir freuen uns schon sehr auf eine spannende Zeit, zahlreichen Aktivitäten und vor allem mit euch gemeinsam Wissen zu befreien und zu nutzen.

Mach dabei mit!

Der Vorstand ist direkt über vorstand@okfn.at erreichbar.

Unsere Open Government Data Wunschliste

- February 26, 2017 in GuteDaten, Open Government Data

Wie steht es um Open Government Data in Österreich, und welche Daten sollen als nächstes geöffnet werden? Wir haben das in unserer OGD-Wunschliste zusammen gefasst. Offene Daten sind das Fundament unserer digitalen Welt und ein zentraler Baustein von Demokratie, Wirtschaft und Bildung im 21. Jahrhundert. Open Government Data fokussiert sich dabei auf den freien Zugang zu Informationen aus dem öffentlichen Sektor. Der zentrale Punkt ist immer: Offene Daten können von allen genutzt werden und bewirken so Innovation, Transparenz und Teilhabe! Der Status Quo von Open Government Data in Österreich ist in einigen Bereichen recht gut, in anderen fehlen Aktivitäten jedoch noch vollkommen. Wie in dem Open Data Index von Open Knowledge International zu sehen, sind 49% der wichtigsten Datensätze bis dato nicht offen zugänglich, was zum 23. Platz bei 122 teilnehmenden Ländern führte.

Wichtige Daten fehlen

Wie im Open Data Index erkennbar, sind noch einige sehr wichtige Datensätze nicht als Offene Regierungsdaten (Open Government Dat) auf dem österreichischen Open Government Data Portal online. Hinzu kommt, dass im kürzlich veröffentlichten neuen Arbeitsprogramm der Regierung steht, man wolle bis 2020 sämtliche Daten der Verwaltung öffnen.
“Bis Ende 2020 sollen alle Daten der öffentlichen Verwaltung nach Möglichkeit als Open Data zur Verfügung stehen. Das erhöht einerseits die Transparenz und schafft auch die Basis für Geschäftschancen für innovative Unternehmen und Startups.”
Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2018, S. 18

Wir von Open Knowledge Österreich verfolgen gemeinsam mit der Open Data Community (z. B. open3) die Open Government Data Aktivitäten der Regierung, und setzen uns kontinuierlich für die Öffnung von Wissen ein. So hat sich über die Jahre bei uns eine kleine Wunschliste an Regierungsdaten angesammelt, welche wir gerne als Open Government Data sehen würden. Hier unser Best-Of:

Was wir uns wünschen

Beschaffungswesen: Dabei geht es um Informationen über staatliche Ausschreibungen und deren Vergabe. Die Informationen dazu sind zwar auf einer Website auffindbar, aber nicht offen lizenziert, nicht maschinen-lesbar und für BürgerInnen unleistbar. Dies ist ein besonders wichtiger Datensatz der Einblick in die Vergabe von Steuergeld gibt. Definitiv ganz weit oben auf der Wunschliste.
“Es muss unser Ziel sein, dass der Staat sämtliche Daten und Dokumente prinzipiell veröffentlicht (“open by default”) – außer, es gibt im konkreten Fall klar formulierte Gründe, die eine Geheimhaltung rechtfertigen.”
— Robert Harm, open3
Ausgaben der Bundesregierung: Die gesamten Ausgaben des Bundes sind zentrale Daten um das Tun der Behörden und Politik zu verstehen und nachvollziehen zu können. Hierzu sind vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) allerdings keine detaillierten Informationen erhältlich, sondern lediglich eine grobe Aufschlüsselung (siehe Budget 2017). Kataster: Hierbei handelt es sich um ein flächendeckendes Register aller Liegenschaften. Die zuständige Stelle dafür ist das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV), welches bereits seit 1880 die “Geschäftsfälle” sammelt und archiviert. Freien Zugang gibt es nicht, hierzu muss bis dato noch das Geldtäschchen gezückt werden.
Bild: Urmappe des Franziszeischen Katasters für die Stadt Salzburg by Habsburgermonarchie (Gemeinfrei) Adressregister: Adressen sind die Grundlage für sehr, sehr viele Anwendungen. Leider sind die Daten nicht offen zugänglich, was viele Nutzungen nicht erlaubt. Auch hier ist das BEV die innehabenden Stelle, welche gemeinsam mit den Gemeinden die Daten “besitzen”. Nähere Infos erfährt dazu gibt es beim Projekt Offene Adresse AT. Unternehmensregister/Firmenbuch: Das offizielle Verzeichnis der Unternehmen stellt eine wichtige Grundlage dar, um wirtschaftliche Zusammenhänge (Stichwort Korruption) besser verstehen zu können und ist einer der wichtigsten Datensätze für JournalistInnen, Unternehmen, ForscherInnen und die Verwaltung selber. Das Justizministerium sammelt diese Daten, wenn man diese aber nutzen will muss man bezahlen – und offen nutzbar sind sie dann noch immer nicht. Wettervorhersagen: 5 Tage Vorhersage von Temperatur, Niederschlag und Wind – das sind die Anforderungen für ein positives Abschneiden beim Global Open Data Index im Bereich Klima. Darüber würden sich vor allem viele App-EntwicklerInnen in der Tourismus-Branche freuen, die damit ihre Services verbessern könnten. Die Daten gibt es an sich, sie liegen aber bei der ZAMG und warten noch auf die Öffnung.
Bild: GOES-8 by NOAA (Public Domain) Verkehr: In Österreich gibt es mit der Verkehrsauskunft Österreich (VAO) ein tolles Projekt, das übergreifende Daten sämtlicher Verkehrsmöglichkeiten enthält – von PKW, über Rad bis hin zum öffentlichen Verkehr. Einzelne Akteure wie die ASFINAG, der ÖAMTC sowie diverse Verkehrsverbünde nutzen die Daten bereits für eigene Services. Den BürgerInnen und Start-Up’s bleibt dies jedoch versagt, obwohl ein offener Zugang zu Verkehrsdaten sich international als einer der innovativsten Bereiche von Open Data erwiesen hat. Gründe dafür kann man hier  nachlesen. PS: Auch bei der ÖBB gäbe es noch etwas zu tun. Gesundheit und Energie: Es wäre zu viel, hier alle Datensätze aufzulisten, die Potential für die Gesellschaft und Wirtschaft haben. Als Beispiele seien nur die E-Control Austria mit den Sprit- und den Strompreisen und die Auslastung und Wartezeiten in Krankenhäusern genannt. Eines ist schnell klar: Diese beiden Bereiche sind nah an der Lebenswirklichkeit der BürgerInnen dran und können uns das Leben einfacher zu machen. Egal ob es sich um Klimawandel, Energiewende, Medikamenten-Verschreibungen oder Operationen handelt – diese Daten betreffen uns alle und haben hohe Relevanz für unser tagtägliches Leben und unsere Zukunft. Zum Schluss noch eine kurze Liste weiterer Datensätze die man öffnen sollte: Studien und Rechtsgutachten, die Daten der Statistik Austria und des Umweltbundesamtes, Feinstaub-Belastung, Pollen, Kriminalstatistik, Agrar-Subventionen, Ediktsdatei, Entwicklungshilfe, Verkehrsunfallkarte, Lobbyregister und sämtliche Wahlen.

Jetzt gemeinsam durchstarten

Österreich steht im internationalen Vergleich nicht schlecht da, doch von einem umfassenden Verständnis der Chancen und Risiken der Digitalisierung – und der Öffnung jener – sind wir noch weit entfernt. Besonders jene Daten wo es um ökonomische oder politische Interessen geht, scheinen sich ein bisschen im Hintergrund zu halten und Angst vor der Öffentlichkeit zu haben. Darum wollen wir alle Akteure sowie die BürgerInnen aufrufen, jetzt die nächsten Schritte mit uns gemeinsam zu gehen. Wir, Open Knowledge Österreich, werden uns jeden Fall auch weiterhin jeden Tag für die Öffnung von Wissen für alle einsetzen. Wir freuen uns dazu über jede Unterstützung und jede Idee – bring dich ein und hilf mit, Österreich ein Stück offener zu machen.

Quellen

Unsere Open-Government-Data-Wunschliste für 2017

- February 26, 2017 in GuteDaten, Open Government Data

Wie steht es um Open Government Data in Österreich, und welche Daten sollen als nächstes geöffnet werden? Wir haben das in unserer OGD-Wunschliste zusammen gefasst. Offene Daten sind das Fundament unserer digitalen Welt und ein zentraler Baustein von Demokratie, Wirtschaft und Bildung im 21. Jahrhundert. Open Government Data fokussiert sich dabei auf den freien Zugang zu Informationen aus dem öffentlichen Sektor. Wichtig ist dabei immer, dass es sich nicht um personenbezogene Daten handelt, ausser es besteht berechtigtes öffentliches Interesse. Der zentrale Punkt ist immer: Offene Daten können von allen genutzt werden und bewirken so Innovation, Transparenz und Teilhabe! Der Status Quo von Open Government Data in Österreich ist in einigen Bereichen recht gut, in anderen fehlen Aktivitäten jedoch noch vollkommen. Wie in dem Open Data Index von Open Knowledge International zu sehen, sind 49% der wichtigsten Datensätze bis dato nicht offen zugänglich, was zum 23. Platz bei 122 teilnehmenden Ländern führte.

Wichtige Daten fehlen

Wie im Open Data Index erkennbar, sind noch einige sehr wichtige Datensätze nicht als Offene Regierungsdaten (Open Government Dat) auf dem österreichischen Open Government Data Portal online. Hinzu kommt, dass im kürzlich veröffentlichten neuen Arbeitsprogramm der Regierung steht, man wolle bis 2020 sämtliche Daten der Verwaltung öffnen.
“Bis Ende 2020 sollen alle Daten der öffentlichen Verwaltung nach Möglichkeit als Open Data zur Verfügung stehen. Das erhöht einerseits die Transparenz und schafft auch die Basis für Geschäftschancen für innovative Unternehmen und Startups.”
Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2018, S. 18

Wir von Open Knowledge Österreich verfolgen gemeinsam mit der Open Data Community (z. B. open3) die Open Government Data Aktivitäten der Regierung, und setzen uns kontinuierlich für die Öffnung von Wissen ein. So hat sich über die Jahre bei uns eine kleine Wunschliste an Regierungsdaten angesammelt, welche wir gerne als Open Government Data sehen würden. Hier unser Best-Of:

Was wir uns wünschen

Beschaffungswesen: Dabei geht es um Informationen über staatliche Ausschreibungen und deren Vergabe. Die Informationen dazu sind zwar auf einer Website auffindbar, aber nicht offen lizenziert, nicht maschinen-lesbar und für BürgerInnen unleistbar. Dies ist ein besonders wichtiger Datensatz der Einblick in die Vergabe von Steuergeld gibt. Definitiv ganz weit oben auf der Wunschliste.
“Es muss unser Ziel sein, dass der Staat sämtliche Daten und Dokumente prinzipiell veröffentlicht (“open by default”) – außer, es gibt im konkreten Fall klar formulierte Gründe, die eine Geheimhaltung rechtfertigen.”
— Robert Harm, open3
Ausgaben der Bundesregierung: Die gesamten Ausgaben des Bundes sind zentrale Daten um das Tun der Behörden und Politik zu verstehen und nachvollziehen zu können. Hierzu sind vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) allerdings keine detaillierten Informationen erhältlich, sondern lediglich eine grobe Aufschlüsselung (siehe Budget 2017). Kataster: Hierbei handelt es sich um ein flächendeckendes Register aller Liegenschaften. Die zuständige Stelle dafür ist das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV), welches bereits seit 1880 die “Geschäftsfälle” sammelt und archiviert. Freien Zugang gibt es nicht, hierzu muss bis dato noch das Geldtäschchen gezückt werden.
Bild: Urmappe des Franziszeischen Katasters für die Stadt Salzburg by Habsburgermonarchie (Gemeinfrei) Adressregister: Adressen sind die Grundlage für sehr, sehr viele Anwendungen. Leider sind die Daten nicht offen zugänglich, was viele Nutzungen nicht erlaubt. Auch hier ist das BEV die innehabenden Stelle, welche gemeinsam mit den Gemeinden die Daten “besitzen”. Nähere Infos erfährt dazu gibt es beim Projekt Offene Adresse AT. Unternehmensregister/Firmenbuch: Das offizielle Verzeichnis der Unternehmen stellt eine wichtige Grundlage dar, um wirtschaftliche Zusammenhänge (Stichwort Korruption) besser verstehen zu können und ist einer der wichtigsten Datensätze für JournalistInnen, Unternehmen, ForscherInnen und die Verwaltung selber. Das Justizministerium sammelt diese Daten, wenn man diese aber nutzen will muss man bezahlen – und offen nutzbar sind sie dann noch immer nicht. Wettervorhersagen: 5 Tage Vorhersage von Temperatur, Niederschlag und Wind – das sind die Anforderungen für ein positives Abschneiden beim Global Open Data Index im Bereich Klima. Darüber würden sich vor allem viele App-EntwicklerInnen in der Tourismus-Branche freuen, die damit ihre Services verbessern könnten. Die Daten gibt es an sich, sie liegen aber bei der ZAMG und warten noch auf die Öffnung.
Bild: GOES-8 by NOAA (Public Domain) Verkehr: In Österreich gibt es mit der Verkehrsauskunft Österreich (VAO) ein tolles Projekt, das übergreifende Daten sämtlicher Verkehrsmöglichkeiten enthält – von PKW, über Rad bis hin zum öffentlichen Verkehr. Einzelne Akteure wie die ASFINAG, der ÖAMTC sowie diverse Verkehrsverbünde nutzen die Daten bereits für eigene Services. Den BürgerInnen und Start-Up’s bleibt dies jedoch versagt, obwohl ein offener Zugang zu Verkehrsdaten sich international als einer der innovativsten Bereiche von Open Data erwiesen hat. Gründe dafür kann man hier  nachlesen. PS: Auch bei der ÖBB gäbe es noch etwas zu tun. Gesundheit und Energie: Es wäre zu viel, hier alle Datensätze aufzulisten, die Potential für die Gesellschaft und Wirtschaft haben. Als Beispiele seien nur die E-Control Austria mit den Sprit- und den Strompreisen und die Auslastung und Wartezeiten in Krankenhäusern genannt. Eines ist schnell klar: Diese beiden Bereiche sind nah an der Lebenswirklichkeit der BürgerInnen dran und können unser Leben besser und einfacher machen. Egal ob es sich um Klimawandel, Energiewende, Medikamenten-Verschreibungen oder Operationen handelt – diese Daten betreffen uns alle und haben hohe Relevanz für unser tagtägliches Leben und unsere Zukunft. Zum Schluss noch eine kurze Liste weiterer Datensätze die man öffnen sollte: Studien und Rechtsgutachten, die Daten der Statistik Austria und des Umweltbundesamtes, Feinstaub-Belastung, Pollen, Kriminalstatistik, Agrar-Subventionen, Ediktsdatei, Entwicklungshilfe, Verkehrsunfallkarte, Lobbyregister und sämtliche Wahlen.

Jetzt gemeinsam durchstarten

Österreich steht im internationalen Vergleich nicht schlecht da, doch von einem umfassenden Verständnis der Chancen und Risiken der Digitalisierung – und der Öffnung jener – sind wir noch weit entfernt. Besonders jene Daten wo es um ökonomische oder politische Interessen geht, scheinen sich ein bisschen im Hintergrund zu halten und Angst vor der Öffentlichkeit zu haben. Darum wollen wir alle Akteure sowie die BürgerInnen aufrufen, jetzt die nächsten Schritte mit uns gemeinsam zu gehen. Wir, Open Knowledge Österreich, werden uns jeden Fall auch weiterhin jeden Tag für die Öffnung von Wissen für alle einsetzen. Wir freuen uns dazu über jede Unterstützung und jede Idee – bring dich ein und hilf mit, Österreich ein Stück offener zu machen.

Quellen

Unsere Open-Government-Data-Wunschliste für 2017

- February 26, 2017 in GuteDaten, Open Government Data

Wie steht es um Open Government Data in Österreich, und welche Daten sollen als nächstes geöffnet werden? Wir haben das in unserer OGD-Wunschliste zusammen gefasst. Offene Daten sind das Fundament unserer digitalen Welt und ein zentraler Baustein von Demokratie, Wirtschaft und Bildung im 21. Jahrhundert. Open Government Data fokussiert sich dabei auf den freien Zugang zu Informationen aus dem öffentlichen Sektor. Wichtig ist dabei immer, dass es sich nicht um personenbezogene Daten handelt, ausser es besteht berechtigtes öffentliches Interesse. Der zentrale Punkt ist immer: Offene Daten können von allen genutzt werden und bewirken so Innovation, Transparenz und Teilhabe! Der Status Quo von Open Government Data in Österreich ist in einigen Bereichen recht gut, in anderen fehlen Aktivitäten jedoch noch vollkommen. Wie in dem Open Data Index von Open Knowledge International zu sehen, sind 49% der wichtigsten Datensätze bis dato nicht offen zugänglich, was zum 23. Platz bei 122 teilnehmenden Ländern führte.

Wichtige Daten fehlen

Wie im Open Data Index erkennbar, sind noch einige sehr wichtige Datensätze nicht als Offene Regierungsdaten (Open Government Dat) auf dem österreichischen Open Government Data Portal online. Hinzu kommt, dass im kürzlich veröffentlichten neuen Arbeitsprogramm der Regierung steht, man wolle bis 2020 sämtliche Daten der Verwaltung öffnen.
“Bis Ende 2020 sollen alle Daten der öffentlichen Verwaltung nach Möglichkeit als Open Data zur Verfügung stehen. Das erhöht einerseits die Transparenz und schafft auch die Basis für Geschäftschancen für innovative Unternehmen und Startups.”
Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2018, S. 18

Wir von Open Knowledge Österreich verfolgen gemeinsam mit der Open Data Community (z. B. open3) die Open Government Data Aktivitäten der Regierung, und setzen uns kontinuierlich für die Öffnung von Wissen ein. So hat sich über die Jahre bei uns eine kleine Wunschliste an Regierungsdaten angesammelt, welche wir gerne als Open Government Data sehen würden. Hier unser Best-Of:

Was wir uns wünschen

Beschaffungswesen: Dabei geht es um Informationen über staatliche Ausschreibungen und deren Vergabe. Die Informationen dazu sind zwar auf einer Website auffindbar, aber nicht offen lizenziert, nicht maschinen-lesbar und für BürgerInnen unleistbar. Dies ist ein besonders wichtiger Datensatz der Einblick in die Vergabe von Steuergeld gibt. Definitiv ganz weit oben auf der Wunschliste.
“Es muss unser Ziel sein, dass der Staat sämtliche Daten und Dokumente prinzipiell veröffentlicht (“open by default”) – außer, es gibt im konkreten Fall klar formulierte Gründe, die eine Geheimhaltung rechtfertigen.”
— Robert Harm, open3
Ausgaben der Bundesregierung: Die gesamten Ausgaben des Bundes sind zentrale Daten um das Tun der Behörden und Politik zu verstehen und nachvollziehen zu können. Hierzu sind vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) allerdings keine detaillierten Informationen erhältlich, sondern lediglich eine grobe Aufschlüsselung (siehe Budget 2017). Kataster: Hierbei handelt es sich um ein flächendeckendes Register aller Liegenschaften. Die zuständige Stelle dafür ist das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV), welches bereits seit 1880 die “Geschäftsfälle” sammelt und archiviert. Freien Zugang gibt es nicht, hierzu muss bis dato noch das Geldtäschchen gezückt werden.
Bild: Urmappe des Franziszeischen Katasters für die Stadt Salzburg by Habsburgermonarchie (Gemeinfrei) Adressregister: Adressen sind die Grundlage für sehr, sehr viele Anwendungen. Leider sind die Daten nicht offen zugänglich, was viele Nutzungen nicht erlaubt. Auch hier ist das BEV die innehabenden Stelle, welche gemeinsam mit den Gemeinden die Daten “besitzen”. Nähere Infos erfährt dazu gibt es beim Projekt Offene Adresse AT. Unternehmensregister/Firmenbuch: Das offizielle Verzeichnis der Unternehmen stellt eine wichtige Grundlage dar, um wirtschaftliche Zusammenhänge (Stichwort Korruption) besser verstehen zu können und ist einer der wichtigsten Datensätze für JournalistInnen, Unternehmen, ForscherInnen und die Verwaltung selber. Das Justizministerium sammelt diese Daten, wenn man diese aber nutzen will muss man bezahlen – und offen nutzbar sind sie dann noch immer nicht. Wettervorhersagen: 5 Tage Vorhersage von Temperatur, Niederschlag und Wind – das sind die Anforderungen für ein positives Abschneiden beim Global Open Data Index im Bereich Klima. Darüber würden sich vor allem viele App-EntwicklerInnen in der Tourismus-Branche freuen, die damit ihre Services verbessern könnten. Die Daten gibt es an sich, sie liegen aber bei der ZAMG und warten noch auf die Öffnung.
Bild: GOES-8 by NOAA (Public Domain) Verkehr: In Österreich gibt es mit der Verkehrsauskunft Österreich (VAO) ein tolles Projekt, das übergreifende Daten sämtlicher Verkehrsmöglichkeiten enthält – von PKW, über Rad bis hin zum öffentlichen Verkehr. Einzelne Akteure wie die ASFINAG, der ÖAMTC sowie diverse Verkehrsverbünde nutzen die Daten bereits für eigene Services. Den BürgerInnen und Start-Up’s bleibt dies jedoch versagt, obwohl ein offener Zugang zu Verkehrsdaten sich international als einer der innovativsten Bereiche von Open Data erwiesen hat. Gründe dafür kann man hier  nachlesen. PS: Auch bei der ÖBB gäbe es noch etwas zu tun. Gesundheit und Energie: Es wäre zu viel, hier alle Datensätze aufzulisten, die Potential für die Gesellschaft und Wirtschaft haben. Als Beispiele seien nur die E-Control Austria mit den Sprit- und den Strompreisen und die Auslastung und Wartezeiten in Krankenhäusern genannt. Eines ist schnell klar: Diese beiden Bereiche sind nah an der Lebenswirklichkeit der BürgerInnen dran und können unser Leben besser und einfacher machen. Egal ob es sich um Klimawandel, Energiewende, Medikamenten-Verschreibungen oder Operationen handelt – diese Daten betreffen uns alle und haben hohe Relevanz für unser tagtägliches Leben und unsere Zukunft. Zum Schluss noch eine kurze Liste weiterer Datensätze die man öffnen sollte: Studien und Rechtsgutachten, die Daten der Statistik Austria und des Umweltbundesamtes, Feinstaub-Belastung, Pollen, Kriminalstatistik, Agrar-Subventionen, Ediktsdatei, Entwicklungshilfe, Verkehrsunfallkarte, Lobbyregister und sämtliche Wahlen.

Jetzt gemeinsam durchstarten

Österreich steht im internationalen Vergleich nicht schlecht da, doch von einem umfassenden Verständnis der Chancen und Risiken der Digitalisierung – und der Öffnung jener – sind wir noch weit entfernt. Besonders jene Daten wo es um ökonomische oder politische Interessen geht, scheinen sich ein bisschen im Hintergrund zu halten und Angst vor der Öffentlichkeit zu haben. Darum wollen wir alle Akteure sowie die BürgerInnen aufrufen, jetzt die nächsten Schritte mit uns gemeinsam zu gehen. Wir, Open Knowledge Österreich, werden uns jeden Fall auch weiterhin jeden Tag für die Öffnung von Wissen für alle einsetzen. Wir freuen uns dazu über jede Unterstützung und jede Idee – bring dich ein und hilf mit, Österreich ein Stück offener zu machen.

Quellen

Map the Change! – Kartiere mit uns alternative Ökonomien in Graz

- February 7, 2017 in Elevate Festival, event, Graz, Open Data, Open Data Day, openstreetmap

Am 4. März werden im Rahmen des internationalen Open Data Days im Forum Stadtpark alternative Initiativen, Organisationen und Orte auf dem Grazer Stadtplan sichtbar gemacht. Wo gibt es in Graz Alternativen zu bestehenden Ökonomien? Wo gibt es Community Spaces, KostNix-Läden, Gemeinschaftsgärten, Foodsharing-FairTeiler oder offene Werkstätten? Wo treffe ich Menschen in Graz, die Alternativen leben wollen? Wir wollen genau diese Orte gemeinsam sammeln, und eine Karte von deiner Stadt als Open Data frei zur Verfügung stellen. Die TransforMap ist eine Karte, die genau dies ermöglicht.
© OpenStreetMap Contributors Elevate Event Ab 13:00 Uhr gibt es zuerst eine Einführung in die TransforMap und OpenStreeMap. Im Workshop diskutieren wir anschließend gemeinsam über die Bedeutung des Begriff der ‚alternativen‘ Ökonomien, und sammeln bzw. kartieren diese Orte/Initiativen aus Graz in die TransforMap.
Ab 14:30 Uhr läuft eine offene Mapping Party – Komm einfach vorbei und trage deine Initiativen und Orte ein. Und diskutiere gemeinsam mit uns über Alternativen, Open Data sowie eigene Projekte, und vernetze dich mit anderen AktivistInnen. Es sind keinerlei technische Vorkenntnisse notwendig, nur dein lokales Wissen und/oder Neugierde zu Graz sind gefragt. Technisches Equipment und ExpertInnen fürs Kartieren stehen vor Ort zur Verfügung. Facebook Event Eine Veranstaltung in Kooperation von Elevate Festival, Open Knowledge Österreich, OpenStreetMap und Transition Graz.