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Vernehmlassungsantwort zum EMBaG

- March 25, 2021 in Daten, National, Open Data, Open Government Data

Sehr geehrter Herr Bundesrat,
sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben eingeladen, im Rahmen der Vernehmlassung betreffend das Bundesgesetz über den Einsatz elektronischer Mittel zur Erfüllung von Behördenaufgaben (EMBaG) Stellung zu nehmen. Gerne nehmen wir diese Möglichkeit wahr. Opendata.ch setzt sich seit 2011 dafür ein, dass mehr Menschen Zugriff zu mehr Daten haben und daraus mehr Wissen, Fortschritt und Wertschöpfung entstehen lassen können. Organisiert als gemeinnütziger Verein vernetzt und organisiert Opendata.ch seit Jahren rund um datenpolitische und -technische Anliegen und führt unter anderem mit Hackathons interdisziplinäre Innovationsformate durch.
Die Förderung einer Open Data Kultur auf allen Verwaltungsebenen ist dem Verein dabei ein besonderes Anliegen, auch in der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Bund. Opendata.ch begrüsst die generelle Stossrichtung des Gesetzes. Wir sind jedoch der Ansicht, dass gerade im sich rasch wandelnden Themenfeld der Digitalisierung einer Reihe bereits laufender Entwicklungen noch stärker und schneller Rechnung getragen werden muss. Dies um die Handlungsfähigkeit der Behörden auch künftig adäquat zu halten und den sich entwickelnden Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft Rechnung zu tragen. In der vorliegenden Fassung fehlen den Artikeln zu Open Data und Open Source die erforderliche Breitenwirkung, die nötige Verbindlichkeit und die unverzichtbaren Instrumente, um entscheidende Schritte in Richtung gelungener Digitalisierung effektiv in die Wege zu leiten und kontinuierlich zu messen. Einen Artikel zum Thema Schnittstellen, deren Wichtigkeit laufend steigt, vermissen wir schmerzlich. Ebenso schmerzlich vermissen wir im Vorentwurf die Möglichkeit einer Zusammenarbeit der Behörden nicht nur mit Unternehmen, sondern auch mit Organisationen der digitalen Zivilgesellschaft, nicht zuletzt den Vereinen im Bereich Open Source und Open Data. Beiliegend finden Sie unsere detaillierten Vorschläge zur konkreten Verbesserung des Vorentwurfes. Wir sind zuversichtlich, dass Sie diese im weiteren Prozess berücksichtigen können. Den aktuellen Vorentwurf können wir nur so, sprich mit gezielteren, verbindlicheren Formulierungen bei den genannten Themen und einer stärkeren Berücksichtigung der Zivilgesellschaft unterstützen. Wir danken Ihnen für die Aufmerksamkeit, die Sie unseren Bemerkungen entgegenbringen und bitten Sie, unsere Anliegen zu berücksichtigen. Mit freundlichen Grüssen Andreas Kellerhals, Präsident Opendata.ch
Hannes Gassert, Vizepräsident Opendata.ch

Rückmeldung Art. 2 Geltungsbereich

Im Sinne einer breiteren Wirkung insbesondere der Bestimmungen zum Thema Open Data halten wir eine Ausdehnung des Geltungsbereichs für klar angezeigt, analog etwa zu den thematisch verwandten Gesetzen BGÖ und BGA. Zumindest Personen des öffentlichen oder privaten Rechts, sind, soweit sie ihnen übertragene Vollzugsaufgaben des Bundes erfüllen, ebenfalls dem EMBaG zu unterstellen.

Rückmeldung  Art. 4 Grundsätze

Die Formulierung dieses Artikels gewichtet die Risiken höher als die Möglichkeiten, indem erstere ausformuliert werden, letztere jedoch nicht. Wir halten es im Sinne der Balance entsprechend für angebracht, die wichtigsten Chancen ebenfalls zu nennen, etwa die Beschleunigung und Vereinfachung der Verwaltungstätigkeit oder die Erhöhung der Partizipation. Zudem fehlt aus unserer Sicht zusätzlich zu den Verpflichtungen zur Koordination und Zugänglichkeit eine Verpflichtung zur laufenden Nachführung der Prozesse an die Digitalisierung. Entsprechend schlagen wir einen zusätzlichen Abschnitt vor:  4 Sie achten bei der Ausarbeitung von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien darauf, dass elektronische Mittel effizient und prioritär eingesetzt werden. Wer einen suboptimalen Prozess digitalisiert, erhält bloss einen suboptimalen digitalen Prozess. Dem lässt sich aktiv vorbeugen, was wir für notwendig erachten. 

Rückmeldung Art. 7 Kostentragung

Aus Sicht von Open Source und Open Data, aber auch aus Startup-Perspektive stellt sich hier die Frage nach der Vorfinanzierung. Damit Vereinbarungen gemäss Abschnitt 1  nicht nur mit etablierten, stark finanzierten Playern möglich sind, sondern solche auch mit aufstrebende Akteuren im “Civic Tech” und “Gov Tech” Bereich möglich sind, ist hier zumindest das Thema der Innovations- und Vorfinanzierung anzugehen. Aus unserer Sicht besteht somit eine dringliche Notwendigkeit, hier nicht nur das Tragen der Betriebskosten zu betrachten, sondern auch die Finanzierung der notwendigen Innovationen im Frühstadium mit einzubeziehen. In Deutschland ist dies unter anderem durch den “Prototype Fund” sichergestellt, finanziert durch das dortige Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Schweizer Pendant ist hingegen erstaunlicherweise derzeit rein privat finanziert. Hier bietet das EMBaG eine Chance, auch für die Schweiz neue innovative Möglichkeiten zu eröffnen, auch mit nicht-traditionellen Akteuren. Entsprechend schlagen wir vor, Art. 7 in diesem Sinne zu ergänzen, etwa mit dem folgenden neuen Abschnitt: 2 Der Bund kann Vor- und Anschubfinanzierung leisten, wenn eine Regelung gemäss Abschnitt 1 gefunden werden kann.

Rückmeldung Art. 10 Open Source Software (OSS)

Wir begrüssen die klare Regelung dieser Problematik ausserordentlich. Die Verankerung des Open Source Prinzips auf gesetzlicher Ebene ist korrekt und wichtig. Die aktuellen Formulierungen gehen aber klar zu wenig weit. Open Source Software stellt eine  herausragende Chance dar, die digitale Autonomie der Schweiz entscheidend zu stärken, einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung unserer digitalen Wissensgesellschaft zu leisten — und Kosten zu senken, insbesondere aus volkswirtschaftlicher Perspektive. Dies stellt auch die Open Source Strategie der Europäischen Kommission klar fest. Basierend auf dieser Einordnung sind wir der Überzeugung, dass hier die vorgeschlagene “Kann”-Formulierung nicht zu genügen vermag. Abschnitt 1 gilt es aus unserer Sicht anzupassen wie folgt: 1 Die diesem Gesetz unterstehenden Bundesbehörden stellen Software (..) zur Verfügung: Ausnahmen von diesem Prinzip können durch das zuständige Departement zugelassen werden, wenn das Amtsgeheimnis, die nationale Sicherheit oder andere legitime übergeordnete Faktoren dies nötig machen. Dies kommt einem “open by default” gemäss Art. 11 auch für Software gleich. Alternativ kann eine Pflicht zur Prüfung von Open Source Alternativen in Betracht gezogen werden, insofern diese genügend verbindlich ist. Um dabei die Privatwirtschaft nicht unnötig zu konkurrenzieren, schlagen wir vor, Abschnitt 4 differenzierter auszugestalten und statt ”kostendeckende Gebühren” eher “marktkonforme Entgeltung” zu verlangen, falls ein Markt für vergleichbare Leistungen besteht. Unabhängig der oben genannten Punkte erachten wir es für nötig, hier in Art. 10 das Thema der Beschaffung aufzugreifen. Einerseits ist “open by default” auf die Vergabekriterien verbindlich abzubilden. Andererseits zeigt die Praxis, dass dem Aspekt der Quelloffenheit in jedem Fall frühzeitig genügend Aufmerksamkeit geschenkt werden muss, um die diversen Vorteile von OSS, nicht zuletzt die “total cost of ownership”, wirksam werden zu lassen. Entsprechend schlagen wir folgenden neuen Abschnitt vor: 6 Die Freigabe wird bei der Konzeption, Beschaffung und Entwicklung der Software frühzeitig eingeplant. Wir sind abschliessend überzeugt, dass Art. 10 mit dieser erhöhten Verbindlichkeit klar mehr Möglichkeiten für eine positive Wirkung für die Behörden wie auch die Wirtschaft eröffnet. Der Wertschöpfungsanteil in der Schweiz bei Softwarebeschaffungen dürfte sich dadurch etwa signifikant erhöhen.

Rückmeldung Art. 11 Open Government Data (OGD)

Die gesetzliche Verankerung von “open by default” ist ein Meilenstein für die digitale Schweiz. Für die Wirtschaft, die Wissenschaft und die Zivilgesellschaft und auch für die Behörden selbst dürfte dadurch grosser Nutzen entstehen. Auch hier möchten wir jedoch eine Erhöhung der Verbindlichkeit mit Nachdruck anregen. Die nationalen Open Data Strategien sowie die entsprechende EFK Querschnittsprüfung haben gezeigt, dass eine erhöhte Verbindlichkeit nötig ist. Entsprechend schlagen wir folgende Klärung von Abschnitt 1 vor: 1 Die Verwaltungseinheiten der zentralen Bundesverwaltung sind verpflichtet, die Daten (..) aktiv zur freien Weiterverwendung zur Verfügung zu stellen. Jede Person hat das Recht, diese Daten einzusehen, zu nutzen und von den Behörden Auskünfte über deren Inhalt zu erhalten. Derzeit werden viele Daten unter dem Begriff Open Government Data nur zur Verfügung gestellt, wenn ein begründetes Begehren gestellt wird. Das widerspricht dem Geiste von OGD klar. Mit einer Präzisierung wie oben vorgeschlagen (“aktiv”) ist dem vorzubeugen und die Vorgabe der entsprechenden Strategie auch rechtlich klar zu verankern  Darüber hinaus muss ein klarer Rechtsanspruch auf Zugang definiert werden, analog zum BGÖ. Dies ist Zweck des zweiten Satzes unseres Vorschlages für Art. 11 Abschnitt 1. Abschnitt 3a schränkt die freie Datennutzung von Behördendaten unnötig ein. Daten- und Informationsschutz sind schon in den Strategien von 2014 und 2019 genannt. Mehr Einschränkungen braucht es nicht, denn gerade Register (Ausnahme Zivilstandsregister) oder Plattformen wie simap.ch enthalten Daten, die sehr wohl als grundsätzlich offene Verwaltungsdaten zu verstehen und endlich auch zur Weiternutzung zugänglich zu machen sind. Sie ermöglichen Struktureinsichten, die für eine moderne Gesellschaft und ihre politischen Diskussionen unerlässlich sind. Ebenfalls vor dem Hintergrund der mit den nationalen Open Data Strategien gemachten Erfahrungen muss Abschnitt 3b ergänzt werden um eine Pflicht, eine allfällige Unverhältnismässigkeit nachweisen zu müssen. Ein blosser Bescheid, eine Öffnung sei zu aufwendig, darf nicht genügen. Darüber hinaus ist im Einzelfall zwingend zu prüfen, ob der Aufwand reduziert werden kann durch den Einsatz neuer oder anderer technischer Mittel nach dem “state of the art”. Dieser bemisst sich nach der effizientesten in Kantonen oder Gemeinden bereits etablierten Praxis. Abschnitt 5 halten wir für fragwürdig, wir schlagen vor, den Abschnitt zu streichen. Die Richtigkeit und Vollständigkeit kann sich immer erst in der Praxis erweisen. Eine vollständige Vorabprüfung und Korrektheitsgarantie sind grosse Hemmnisse für die Publikation. Zentral ist jedoch, klar definierte Kanäle für Rückmeldungen zu den Daten verlässlich zu betreiben, sodass die Daten laufend verbessert werden können. Dies ist aus unserer Sicht der “state-of-the-art”, wie er etwa im Transportwesen oder bei den Geodaten praktiziert wird. Zusätzlich kann zum selben Zwecke eine Pflicht eingeführt werden, über Richtigkeit, Vollständigkeit und Plausibilität in den Metadaten klar Auskunft zu geben. Neben der Verbindlichkeit ist aus unserer Sicht auch das Umsetzungstempo zu erhöhen. Die Einschränkung von “by default” ist gleichzeitig so minimal wie nur möglich zu halten! Insbesondere ist von komplexen Freigabeprozessen mit einer grossen Anzahl von Stakeholdern abzusehen. Der Bund muss die alleinige Entscheidung über die Öffnung der Daten fällen können, einschliesslich von Daten von Dritten, mit denen er arbeitet oder die er zentral für diese verwaltet

Rückmeldung Art. 13 Standards

Die Formulierung “Er orientiert sich an international anerkannten oder verbreiteten Standards.” ist zu schwach, eine bloss ungefähre Orientierung läuft dem Sinn und Zweck von Standards entgegen. Darüber hinaus genügt die reine Verbreitung nicht als Kriterium für die Eignung eines Standards für die Schweiz und ihre Behörden. Entsprechend möchten wir anregen, einen Satz wie den folgenden anzufügen: Es werden, wo immer möglich und sinnvoll, Standards gewählt, die frei und offen verfügbar sind sowie über eine offene Referenzimplementierung verfügen.

Rückmeldung Art. 16 Übergangsbestimmungen

Zur Abschnitt 1: Die maximale Frist ist auf 2 statt 5 Jahre zu fixieren, insbesondere mit Blick auf Art.11. Es besteht seit 2014 eine verbindliche nationale Open Government Data Strategie, damit die Schweiz den Anschluss nicht verliert, ist jetzt ein erhöhtes Tempo gefragt. Zu Abschnitt 2: Selbstverständlich besteht eine Verpflichtung zur Datenfreigabe bereits vor Inkrafttreten, nämlich durch die erwähnte verbindliche nationale Open Data Strategie. Diese Verpflichtung besteht seit 2014, durch das vorliegende Gesetz darf davon nicht entbunden werden. Ist eine Formulierung hier notwendig, so ist “vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes” zu ersetzen mit “vor dem  Jahr 2014”. Eine für uns tragbare Möglichkeit ist eine Priorisierung der Publikation aktueller Daten, mit der rückwirkenden Publikation als zweitem Schritt.

Rückmeldung Art. 17

Abschnitt 2 ist insbesondere mit Hinblick auf Art. 11 zu streichen aus unserer Sicht, angesichts der erwähnten Dringlichkeit klarer Fortschritte, hat das Gesetz mit der Verabschiedung in Kraft zu treten.

Rückmeldung Thema Schnittstellen (API)

Zu den vordringlichen elektronischen Mittel zur Erfüllung von Behördenaufgaben werden in Zukunft Schnittstellen gehören, sogenannte Application Programming Interfaces (API). Diese erlauben die Kommunikation von Software zu Software und sind bereits heute verschiedentlich im Einsatz. Ziel ist es jeweils entweder, auf bestimmte Datensätze Zugriff zu geben, ohne die gesamte Datenbank als OGD freizugeben oder aber, und dies wird immer wichtiger, den Zugriff auf Funktionen zu ermöglichen. Dies erleichtert das Ineinandergreifen von Applikationen massiv, womit nicht nur neue Anwendungen überhaupt möglich werden, sondern auch die Wiederverwendung dieser Funktionen und damit ihr Nutzwert klar erhöht wird. Das Thema Schnittstellen ist bereits heute von grosser Wichtigkeit — und diese wird weiter zunehmen. Entsprechend halten wir es für dringlich, mit einem gesonderten EMBaG Artikel die dafür nötigen Regelungen zu erlassen. Darunter fallen:
  • Ein Prinzip “API by default”, analog zu “open by default” im Art. 11 zu OGD. Neu entwickelte Software muss über dokumentierte und wo immer möglich durch potenziell alle nutzbare Schnittstellen verfügen. Für “Legacy Software” ist eine Übergangsfrist zu definieren. 
  • Die verfügbaren Schnittstellen und deren Metadaten sind zu publizieren, auf einer zentralen Plattform analog OGD — oder, idealerweise, gleich auf der gleichen Plattform. Diese Plattform hat ein “API Management” bereitzustellen, mit dem pro Funktion und pro Klasse von Funktionen Zugriffsrechte und Abfragelimiten zugeteilt werden können.
  • Die Klassifizierung der Funktionen (“API endpoints”) z.B. in “öffentlich”, “öffentlich mit Authentifizierung”, “geteilt” (z.B. über die föderalen Ebenen hinweg) und “privat” (nur innerhalb der Bundesverwaltung) wird durch das zuständige Departement durchgeführt, ebenso die entsprechende Vergabe von Berechtigungen.
  • Das zuständige Departement betreibt einen zentralen “Single Point of Orientation”, an welchen Vorschläge für neue Schnittstellen, Verbesserungsvorschläge etc. getragen werden können.
  • Die Schnittstellen sind nach offenen internationalen Standards zu gestalten, entsprechend zu Art. 13.
Das Thema Schnittstellen bildet eine Brücke zwischen den Themen OGD, OSS und Standards, eine klare und verbindliche Regelung ist aus unserer Perspektive nötig. Das Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft ist enorm. Gerne verweisen wir hierzu auch auf Motionen 20.4260, 18.4276 und 18.4238

Search.ch rettet transport.opendata.ch

- June 21, 2017 in Daten

transport.opendata.ch ist der wohl erfolgreichste Open Data Dienst der Schweiz: Der Webservice für ÖV-Daten hat bis heute über eine Milliarde Anfragen beantwortet, bis zu 1.8 Millionen am Tag. Die Schnittstelle stellt einen höchst entwicklerfreundlichen Zugang sicher zu Hintergrundsystemen der SBB — diese stehen aber kurz vor der Abschaltung. Um den Zugang weiterhin sicherzustellen, den eine grosse —und wachsende— Zahl innovativer Projekte wie etwa das Wander-Startup WeHike oder der Augmented Reality Fahrplan Departures benötigen, stellt search.ch neu ihr eigenes Backend zur Verfügung, das dank der neuen Echtzeitdaten von opentransportdata.swiss ebenfalls minutengenaue Fahrplanabfragen und Streckenberechnungen leisten kann. Dadurch ändert sich für Nutzerinnen und Nutzer von transport.opendata.ch so wenig wie absolut möglich, die Schnittstelle ist weitgehend identisch, proprietäre Angaben der SBB wie etwa der Auslastungsindikator sind aber nicht mehr in den Daten enthalten. Eine Liste aktuell bekannter Probleme findet sich auf Github. Die neue Umsetzung kann ab sofort unter transport-beta.opendata.ch getestet werden, die Umstellung auf die neue Lösung erfolgt am 31.Juli 2017. Der Dienst wird von search.ch und Opendata.ch als “best-effort” Leistung angeboten, ohne Garantien für die Verfügbarkeit oder die Qualität der Daten und Berechnungen. Für Anwendungsfälle, die ein erhöhtes Abfragevolumen oder eine garantierte Verfügbarkeit benötigen empfiehlt Opendata.ch die Viadi API sowie die offiziellen Datenangebote von opentransportdata.swiss und  data.sbb.ch. Für weitere Fragen zur Umstellung steht die Google Gruppe der Open Transport Data Working Group zur Verfügung, auch an der kommenden Opendata.ch/2017 Konferenz wird die Lage in einem Workshop thematisiert. Opendata.ch dankt dem Team von search.ch und Fabian Vogler dem langjährigen Betreuer der Schnittstelle — offene Verkehrsdaten sind essentiell für die Zukunft der “Smart City” und weit darüber hinaus, und dank Schnittstellen wie transport.opendata.ch werden diese einfach für alle Entwicklerinnen und Entwickler zugänglich.

Vernehmlassung MetG wichtiger Schritt für offene Wetterdaten

- September 7, 2014 in National

MetgG_Teilrevision_Stellungnahme_20140905 Nachdem Opendata.ch das Thema offener Behördendaten auf der politischen Agenda der Schweiz verankert hat, gilt es nun Sektor für Sektor Daten zu öffnen: Verkehr, Finanzen, Forschungsdaten und so fort sind wo der Fortschritt nun spürbar werden muss. Dazu gehört auch der Sektor Wetter und Klima, ein Bereich in dem sich Open Data in anderen Ländern längst etabliert hat und dort bereits auch höchst innovative und erfolgreiche Unternehmen hervorgebracht hat – der Verkauf von climate.com für eine Milliarde lässt grüssen. Auf Einladung des Bundesrates äussert sich Opendata.ch deswegen detailliert zur aktuellen Vernehmlassung der Teilrevision des Bundesgesetz über die Meteorologie und Klimatologie (MetG). In der Stellungnahme des Vereins begrüsst Opendata.ch die Etablierung und Ausweitung des Open Data Prinzips und anerkennt die Signalwirkung weit über die Wetterdaten hinaus. Opendata.ch teilt die Einschätzung des Berichts zur Vernehmlassungsvorlage, dass sich die Gebührenbefreiung der meteorologischen und klimatologischen Daten positiv auf die Wirtschaft auswirken wird und insbesondere Konsumentinnen und Konsumenten von der Erweiterung des Angebotes an Dienstleistungen profitieren werden:  die Gebührenbefreiung der Meteo-Daten wird  mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu einer höheren Wertschöpfung und damit auch zu einem positiven fiskalischen Effekt führen. Der Verein begrüsst insbesondere die Absicht der Vorlage, den durch die Datenliberalisierung verursachten Einnahmeausfall von MeteoSchweiz  über den allgemeinen Bundeshaushalt zu kompensieren:  diese Massnahme ist für eine erfolgreiche Umsetzung der Vorlage als zentral und stellt eine strategische Investition in Innovationsgrundlagen dar,  die sich für alle Akteure, inklusive den Bundeshaushalt, lohnen wird. Die Vorlage, im Erfolgsfall ein veritabler Open Data Meilenstein, beruht auf einer Motion der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates, welche zustande kam dank der Intervention von Nationalrat Christian Wasserfallen (FDP BE), seit langem ein Mitstreiter in Sachen Datenliberalisierung. Wir hoffen, dass die Vorlage möglichst rasch im Parlament behandelt werden kann und die Gebührenbefreiung der Meteo-Daten zu einem weiteren Meilenstein auf dem Weg zu Open Government Data in der Schweiz wird. Alle weiteren Anmerkungen und Anregungen von Opendata.ch finden Sie in unserer Stellungnahme zur Teilrevision des Bundesgesetzes über die Meteorologie und Klimatologie. Auch bei unserer grossen Jahresveranstaltung, der Opendata.ch/2014 am 18.9 wird die Zukunft der Schweizer Wetterdaten sicherlich Thema – nehmen Sie teil, diskutieren Sie mit!  

Data Activists Demand: Mr. Blatter, Tear Down This Wall!

- May 30, 2014 in Basel, event, International, Sierre

At the first International Sports Hackdays in Basel, Sierre and Milan, over 120 developers and designers, journalists and scientists, professionals and amateurs came together to prototype new approaches to make creative use of sports data. They built new types of hardware, new interfaces for fitness equipment and spectator apps, analysed Tour de France performances and FC Basel’s tactics, sport education policies, infrastructures and much more – and brought the spirit of open innovation and creative technology use to the field of sports.  
Desktop of a participant, sketching and prototyping a Tour de France data visualization

Desktop of a participant, sketching and prototyping a Tour de France data visualization.

Project visualizing the intensity and tendency of a football match with the color and brightness of two lightbulbs

Project Secondlamp is visualizing the intensity and tendency of a football match with the color and brightness of two light bulbs.

  While open government data has become an established force for transparency, efficiency and innovation in the public sector, the world of sports stands at a beginning: even though there’s so much passion, even though there’s so much potential, sports data often remain in the closed coffers of functionaries. Last weekend, the International Sports Hackdays were just one successful play to change this game, just one step towards opening up sports to data, and sports data to the world. Therefore: Mr. Blatter, tear down this wall, make FIFA’s data available to all! Martin Rumo, Embedded Computer Scientist at Switzerland’s Federal Institute of Sports in Magglingen explained the situation: “In elite sport, we collect more and more data every day, but to make it used and useful, we must build bridges between developers, designers and data scientists and the world of sports.” With experts for athletic data from leading companies such as Deltatre or Technogym or from Switzerland’s National Sports Centre, with data visualization experts from companies such as Tuxtax or Interactive Things as well as academics, hackers and makers from leading local tech firms, the event attracted talents hardly ever brought together, a set of interdisciplinary innovators that proved to be extraordinarily productive – in building bridges, but also in making actual progress.  
Plot helping to visualize and analyze the career of a road bicycle racer, using data from the Tour de France.

Plot helping to visualize and analyze the career of a road bicycle racer, using data from the Tour de France.

hacksports-foosball

Sensors connected to a fooseball table, collecting data and corelating it to historic pro soccer matches – to make connections like “you’re playing like Liverpool-Basel today”.

  The fascinating projects developed by the creative industry volunteers included hardware projects, software projects and data visualizations. They concentrated mainly on football (Secondlamp, second-screen match app BlitzPoll, ..), cycling (such as deep, historical analyses of Tour de France performances). The prototypes covered both personal apps like Sportee or BeatIt and the organizational level, e.g for the financial analysis of state-funded sport promotion as done in OptiSports or, specifically for Switzerland, the tool called Spörtle. In all cases, the approaches taken were extraordinarily inventive and of amazing quality: the creativity and innovation that could be experienced in these two days in Milan, Sierre and Basel was very impressive indeed. The data sources used at the event are all available on datahub.io, a central open data repository. These datasets include crowdsourced data, data extracted from public websites as well official data releases made available to a broader audience for the very first time. For the future and the credibility of the big sports it will be crucial to define data policies that acknowledge the role of open data for society and the economy. To foster and facilitate the open publication and productive use of open sports data, the internatioal Open Knowledge organization is working on creating an official sports data working group. For more information contact Hannes Gassert (event in Basel, coordination), Antoine Logean (event in Sierre) or Carlo Toccaceli Blasi (event in Milan). Supporting Partners:     Media:

Join the OKCon HackSpace!

- August 19, 2013 in demospace, hackspace, Information, OKCon, OKCon 2013, Open Knowledge Conference

Screen Shot 2013-08-19 at 3.14.32 PM At a house party, the kitchen almost always is the place to be – that’s where all the good stuff is coming from, the source where things start, the place where things happen! At the Open Knowledge Conference that’s the HackSpace: the place where things get done, and it’s right behind the bar! The OKCon HackSpace is the place to work after the workshop, to get key ideas from a keynote actually implemented, to work on code, to work on the last slides for your presentation, to just get things done, together. The space has excellent Wifi, more than enough power outlets, grouped chairs and tables, some whiteboards and a big screen, and no formal schedule. It’s right around the corner from the bar, quiet, and decorated all in red leather. Really. So you need a desk for a group to work on an idea: just come. Want to have some time to close some issues on Github, to fix and push some code: just come. Want to get expert advice, want to find somebody with a very specific skill? Come! Want to show off a project of yours? Or maybe you have to make an announcement: There’s a very relaxed unconference-style schedule at the entrance, managed by some local community members: come, get your name on the roster, and get the word out! The Law Mining Hackdays are taking place here Tuesday and Wednesday – talk to Christian Laux! – and some important Open Transport Data work is scheduled to take place here as well – talk to Pieter Colpaert for more on that. For all other questions: please get in touch with us: hack@okfn.ch! hackspace

Introducing the OKCon Startup Package

- July 23, 2013 in News

Open Knowledge and Open Data create many kinds of value in many kinds of ways. One very powerful way to create and capture that value is through startup companies, which is why we at OKCon embrace the startup community and can now offer a unique opportunity to young companies in the open data space: the Open Knowledge Conference Startup Package! The package includes a table in OKCon’s exhibition space, a large name banner, three tickets, a mention on okcon.org – huge opportunities for great conversations and good business, all for a €400 flat fee. Get in touch now to secure your slot, space is limited! The first two startups who booked their Startup Package are ScraperWiki and mingle.io: mingleiomingle.io from near Zurich aims to make a huge amounts of facts available to web and mobile apps with sub-second response times. They develop an elegant and expressive single unified query interface for large volumes of open data and take care of all data management, freeing developers to focus on integrating data into their applications, saving huge amounts of time. Check them out at mingle.io! scraperwiki
ScraperWiki helps you do data science on the web. The silicon-valley style startup from Liverpool, UK, provides a web-based tool set to get, clean, analyze, visualize and manage data, with a special focus on all the “messy” data out there waiting to be structured and thus freed! The recently re-launched Scraperwiki integrates seamlessly with CKAN, the data publishing platform powering many of the world major open government data initiatives – try it out now! Your startup is in the open data business as well? Then do hurry, get in touch and secure your startup space at OKCon right away! And think about using this opportunity to launch a product, release an awesome new feature or other breaking news: do it at OKCon and people that should know will, we’ll help! Plus: there are still some very interesting sponsoring opportunities, especially for tech-oriented businesses, that will multiply your brand’s reach again. Presenting Partner of the Technology Track sounds good, for example? Then make sure to talk to us. We’re open for business.

Opendata.ch welcomes you to OKCon 2013 in Geneva!

- June 7, 2013 in 2013, Geneva, OKCon, OKCon 2013, OpendataCH, Switzerland

Opendata.ch is the Swiss chapter of the Open Knowledge Foundation. In September they will be co-hosting OKCon 2013 in Geneva. Hannes Gassert, vicepresident of Opendata.ch, has agreed to introduce the Swiss Open Data community and what they have been doing so far schweiz-masse Switzerland is a place known for secrecy, not for openness. Our banks are discreet, privacy is paramount, and the recipes for our cheese we’ll never tell. On the other hand, there’s our cherished direct democracy, our most participatory political culture. And both ideas have roots going back centuries. Our challenge today: how do we translate our system for a networked world, where transparency is so powerful and where mechanisms of participation are accelerated many fold. That’s where OKF Switzerland comes in. OpendataLogo Founded as Opendata.ch in 2011, a group of experienced activists started out on a journey that is about to bring them to the center of the OKF network this fall: bringing the global Open Knowledge Conference to Geneva in September will be a major milestone for all of us. Background Looking back, what the group has achieved so far was pretty Swiss indeed: five two-day hackathons, each taking place in one German- and one French-speaking city, each attracting 100+ developers, designers, policy makers and subject matter experts. And, as the Swiss love innovative graphic design, the design schools ZHdK and HEAD were more than happy to host them, as were the EPF Lausanne or the University of Berne. Each of those make.opendata.ch events had a specific topic: from transportation to health to finance and so on. hackdays1hackdays2hackdays4 They freed the real-time railways API. They ventured into budget visualizations, comparative analysis of hospitals, built an Arduino signal light to tell you when to run for the bus, 3d-printed statistics into earrings and started international collaborations all the way to San Francisco. Participation was amazing, and it was a success – people loved it, the press loved it, and there will be more. hackdays3trainshareup-web In parallel politics had to be dealt with: classic campaigning and lobbying in the Federal Palace, one-to-one discussions with lawmakers, parliamentary enquiries and alliances in administration had to be conducted in order to achieve a broad support throughout the political spectrum, from left-wing ministers to corporate think-tanks. Laws got changed, rules got adapted and Switzerland itself started to change. Both in 2011 and 2012 Opendata.ch held conferences with over 200 participants, bringing together the community and also creating links to the global Open Knowledge Foundation: Rufus Pollock and Nigel Shadbolt spoke at the event, and a multitude of academics, civil servants, hackers and makers joined in. During the Opendata.ch Conference in 2012, they signed the agreement to officially join the OKF – and at the very same table the idea to bring the world of Open Knowledge to a special place where world leaders gather was born. Geneva, home of the United Nations, the Red Cross and CERN, where the World Wide Web was invented. That event is coming closer and closer now – OKCon will take place in Geneva on 16th – 18th September, at Geneva’s International Conference Center. Now that might sound rather “Swiss” – as in expensive and a tad formal, but rest assured: this is going to be an event to remember, a global one that also shows a different kind of Swiss: great fun, truly participatory – and very open indeed. André and Hannes, Beatrice and Sylvie, Magaly, Antoine, Giorgio, Matthias, Barnaby, Christian, Oleg, Andreas and Jan all are so, so excited to have all of you over and to meet you in person – see you in Geneva! André GolliezHannes GassertSylvie ReinhardMagalyMathys Antoine LogeanGiorgio PaulettoMatthias StuermerBarnaby Skinner Christian LauxOleg LavrovskyAndreas AmslerJanZuppinger