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Brian Nosek in Wien: Scientific Utopia

- August 31, 2016 in Open Science

Es freut uns bekannt zu geben, dass es am 21. September die Gelegenheit geben wird Brian Nosek im Rahmen der vom IST Austria und den Wissenschaftsfonds FWF organisierten Vortragsreihe “New Trends in Scholarly Communications” in Wien zu erleben. Sein Vortrag “Scientific Utopia – Improving Transparency in Scholarly Communication” wird sich der Fragestellung widmen, wie eine größere Offenheit in der Forschung erreicht und damit bessere Forschungsresultate ermöglicht werden können. Wo: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien Wann: 21.09.2016 / 18:00 Uhr Brian Nosek ist Director des Centre for Open Science an der University of Virginia und einer der führenden Wissenschafter in der Debatte zu Open Science im Allgemeinen und speziell zum Thema Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen. Neben vielen anderen Arbeiten hat Professor Nosek die viel beachteten Studien Estimating the reproducibility of psychological science und Transparency and Openness Promotion (TOP) Guidelines im Science Magazine letzten Jahres publiziert. Mehr Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung hier. Wir freuen uns euch dort zu sehen!

Brian Nosek in Wien: Scientific Utopia

- August 31, 2016 in Open Science

Es freut uns bekannt zu geben, dass es am 21. September die Gelegenheit geben wird Brian Nosek im Rahmen der vom IST Austria und den Wissenschaftsfonds FWF organisierten Vortragsreihe “New Trends in Scholarly Communications” in Wien zu erleben. Sein Vortrag “Scientific Utopia – Improving Transparency in Scholarly Communication” wird sich der Fragestellung widmen, wie eine größere Offenheit in der Forschung erreicht und damit bessere Forschungsresultate ermöglicht werden können. Wo: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien Wann: 21.09.2016 / 18:00 Uhr Brian Nosek ist Director des Centre for Open Science an der University of Virginia und einer der führenden Wissenschafter in der Debatte zu Open Science im Allgemeinen und speziell zum Thema Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen. Neben vielen anderen Arbeiten hat Professor Nosek die viel beachteten Studien Estimating the reproducibility of psychological science und Transparency and Openness Promotion (TOP) Guidelines im Science Magazine letzten Jahres publiziert. Mehr Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung hier. Wir freuen uns euch dort zu sehen!

Brian Nosek in Wien: Scientific Utopia

- August 31, 2016 in Open Science

Es freut uns bekannt zu geben, dass es am 21. September die Gelegenheit geben wird Brian Nosek im Rahmen der vom IST Austria und den Wissenschaftsfonds FWF organisierten Vortragsreihe “New Trends in Scholarly Communications” in Wien zu erleben. Sein Vortrag “Scientific Utopia – Improving Transparency in Scholarly Communication” wird sich der Fragestellung widmen, wie eine größere Offenheit in der Forschung erreicht und damit bessere Forschungsresultate ermöglicht werden können. Wo: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien Wann: 21.09.2016 / 18:00 Uhr Brian Nosek ist Director des Centre for Open Science an der University of Virginia und einer der führenden Wissenschafter in der Debatte zu Open Science im Allgemeinen und speziell zum Thema Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen. Neben vielen anderen Arbeiten hat Professor Nosek die viel beachteten Studien Estimating the reproducibility of psychological science und Transparency and Openness Promotion (TOP) Guidelines im Science Magazine letzten Jahres publiziert. Mehr Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung hier. Wir freuen uns euch dort zu sehen!

Open Science Kernteam Aktivitäten Mai/Juni 2016

- June 22, 2016 in okfn

Das Kernteam der Open Science Arbeitsgruppe von Open Knowledge Österreich führt seit 2014 regelmäßige Calls (in der Regel monatlich) durch, um sich untereinander auszutauschen und die Arbeitsgruppenstrategie zu koordinieren. Um die Open Knowledge Community besser in die von uns besprochenen Punkte und Highlights einzubinden, werden wir künftig regelmäßig über die in den Calls besprochenen Inhalte und Hinweise kurz in einem Blog Post berichten. Hier der Erste Post zu den letzten beiden Calls im Mai und Juni 2016. Inhalt dieses Posts: Aktuelles, Veranstaltungshinweise, Ausschreibungen, Aktiv werden – Wie man sich einbringen kann. 6121420214_b83351fd6a_o

Aktuelles

Die Vienna Principles: A Vision for Scholarly Communication in the 21st Century, die im Zuge einer der OANA Arbeitsgruppen entstanden sind, wurden letzten Mittwoch veröffentlicht. Aus der internationalen Community kamen bereits äußerst positive sowie konstruktive Rückmeldungen, siehe auf Twitter und im annotierten Dokument. Ein Entwurf wurde im Mai an der 15. STS Konferenz in Graz vorgestellt, wo dank der wertvollen Kommentare ein paar Punkte des Dokumentes noch verbessert werden konnten. Das Dokument stellt ein “living document” dar, daher ist weiteres Feedback in das mit hypothes.is annotierbare Dokument ausdrücklich erwünscht. Unter Führung der Open Science Arbeitsgruppe hat Open Knowledge Österreich eine Stellungnahme zu den Erweiterungen des österreichischen Open Access Strategiepapiers durch die UNIKO verfasst. Das Papier schlägt in seiner ursprünglichen Version von November 2015 vor bis 2025 alle wissenschaftlichen Publikationen in Österreich auf Open Access umzustellen. Im Unterschied dazu fordern die von der UNIKO eingebrachten Änderungen bis dahin “einen Gutteil” der wissenschaftlichen Publikationen umzustellen. Dies umfasst aus unserer Sicht ohnehin bestehende Tendenzen und schwächt die Zielsetzung der Strategie erheblich. Die eingebrachten Änderungen könnten Österreichs Chancen mindern, sich im Diskurs des digitalen wissenschaftlichen Wandels als Vorreiter zu positionieren. UNIKOs Ruf nach Differenzierung bei der Geschwindigkeit der Umsetzung von Open Access in unterschiedlichen Fächerkulturen ist aus unserer Sicht hingegen berechtigt und sollte bei der Umsetzung der Strategie nicht außer Acht gelassen werden. In den letzten Calls diskutierten wir die weitere Vorgangsweise zur Erstellung eines One Pagers mit Vorschlägen zur Förderung der Transition zu einem offeneren Forschungssystem und einer offeneren Forschungskultur. Der ursprüngliche Plan einen offenen Brief bis Ende Mai zu veröffentlichen wurde zugunsten der Ausformulierung eines ausgefeilteren Mission Statements mit zentralen Forderungen der Arbeitsgruppe vertagt. Das Kernteam arbeitet gerade an dem Dokument und lädt die Community herzlich ein sich daran zu beteiligen. Eine erste Version wird demnächst für Kommentare frei gegeben. Interessierte TeilnehmerInnen mögen sich unter openscience [ett] okfn dot at oder @scienceOKFNat melden.

Veranstaltungshinweise

5.7.2016: Vortrag Alternative Publikationsmodelle – Open Library of Humanities (OLH)

Die OLH ist ein Open Access Journal, das Beiträge aus allen geisteswissenschaftlichen Gebieten publiziert und dafür weder Gebühren von den AutorInnen noch von den LeserInnen erhebt. Gleichzeitig ist die OLH auch eine Serviceplattform für etablierte oder neue Journals, die auf Open Access um- bzw. einsteigen wollen. Die Finanzierung erfolgt mittels Crowdfunding, an dem sich mittlerweile bereits über 100 Institutionen beteiligen. Auf Einladung der Akademie der bildenden Künste und des FWF wird Dr. Caroline Edwards, eine der GründerInnen der OLH, am 5. Juli 2016 in der Aula der Akademie der bildenden Künste (Schillerplatz 3, 1010 Wien) das Konzept der Open Library vorstellen. Unter dem Titel „How the Humanities are Changing Academic Publishing” wird Edwards, die derzeit an der University of London lehrt, die sich rapide wandelnde Open Access Landschaft und den Einfluss auf die akademische Tätigkeit, besonders in den Geisteswissenschaften, thematisieren.

10.-11.10.2016: Open Access Tage 2016 in München

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an ExpertInnen aus dem Open-Access-Bereich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, an WissenschaftlerInnen aller Fachrichtungen, VerlagsvertreterInnen und UnterstützerInnen des wissenschaftlichen Forschungs- und Kommunikationsprozesses an Bibliotheken sowie in Forschungsinstituten und Fördereinrichtungen.

24.-30.10.2016: Open Access Woche

Auch heuer findet wieder weltweit die Open Access Woche statt. Zahlreiche Events werden von der Open Access Community veranstaltet, u.a. auch in Österreich.

12.-14.11.2016: OpenCon 2016 in Washington DC

Die dritte Edition der OpenCon, eine erstklassige Open Science Konferenz für die junge Community, findet erneut in Washington DC statt. Die OpenCon richtet sich an erfolgreiche, engagierte Studenten und Early Career Researchers aus der ganzen Welt, um Open Access, Open Education, und Open Data voranzubringen. Man kann sich zur Teilnahme an der #OpenCon ab sofort bewerben. Eine Bewerbung zur Finanzierung der Reisekosten ist möglich!

Ausschreibungen

go!digital 2.0 – bis 15. Juli 2016

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften freut sich, das erfolgreiche Programm zur wissenschaftlichen Digitalisierung „go!digital“, das in den Jahren 2014-16 erstmals durchgeführt wird, nun in zweiter Auflage österreichweit neu auszuschreiben. Mehr Infos hier: http://www.oeaw.ac.at/stipendien-foerderungen/foerderprogramme/godigital/godigital-20-call/

Aktiv werden – Wie man sich einbringen kann

Bist du daran interessiert dich im Bereich Open Science weiter zu engagieren? Bist du bereits in diesem Bereich tätig und möchtest dich mit der Community besser vernetzen? Die Open Science Arbeitsgruppe der Open Knowledge Österreich bietet dir dazu eine Plattform an. Wir freuen uns auch über Rückmeldungen, Input und Anregungen – z.B. zu deinen eigenen Projekten oder Ideen zu offenen Ansätzen im täglichen wissenschaftlichen Arbeiten. Bleib gespannt und folge uns auf Twitter, dem OK-Blog oder auf unserer Webseite. Wenn euch das jetzt interessiert hat: Wir freuen uns auch sehr über neue Gesichter im Team. Schreib uns einfach (openscience [ett] okfn dot at) oder kontaktier uns via Twitter (@scienceOKFNat).

Open Science Kernteam Aktivitäten Mai/Juni 2016

- June 22, 2016 in Open Science

Das Kernteam der Open Science Arbeitsgruppe von Open Knowledge Österreich führt seit 2014 regelmäßige Calls (in der Regel monatlich) durch, um sich untereinander auszutauschen und die Arbeitsgruppenstrategie zu koordinieren. Um die Open Knowledge Community besser in die von uns besprochenen Punkte und Highlights einzubinden, werden wir künftig regelmäßig über die in den Calls besprochenen Inhalte und Hinweise kurz in einem Blog Post berichten. Hier der Erste Post zu den letzten beiden Calls im Mai und Juni 2016. Inhalt dieses Posts: Aktuelles, Veranstaltungshinweise, Ausschreibungen, Aktiv werden – Wie man sich einbringen kann. 6121420214_b83351fd6a_o

Aktuelles

Die Vienna Principles: A Vision for Scholarly Communication in the 21st Century, die im Zuge einer der OANA Arbeitsgruppen entstanden sind, wurden letzten Mittwoch veröffentlicht. Aus der internationalen Community kamen bereits äußerst positive sowie konstruktive Rückmeldungen, siehe auf Twitter und im annotierten Dokument. Ein Entwurf wurde im Mai an der 15. STS Konferenz in Graz vorgestellt, wo dank der wertvollen Kommentare ein paar Punkte des Dokumentes noch verbessert werden konnten. Das Dokument stellt ein “living document” dar, daher ist weiteres Feedback in das mit hypothes.is annotierbare Dokument ausdrücklich erwünscht. Unter Führung der Open Science Arbeitsgruppe hat Open Knowledge Österreich eine Stellungnahme zu den Erweiterungen des österreichischen Open Access Strategiepapiers durch die UNIKO verfasst. Das Papier schlägt in seiner ursprünglichen Version von November 2015 vor bis 2025 alle wissenschaftlichen Publikationen in Österreich auf Open Access umzustellen. Im Unterschied dazu fordern die von der UNIKO eingebrachten Änderungen bis dahin “einen Gutteil” der wissenschaftlichen Publikationen umzustellen. Dies umfasst aus unserer Sicht ohnehin bestehende Tendenzen und schwächt die Zielsetzung der Strategie erheblich. Die eingebrachten Änderungen könnten Österreichs Chancen mindern, sich im Diskurs des digitalen wissenschaftlichen Wandels als Vorreiter zu positionieren. UNIKOs Ruf nach Differenzierung bei der Geschwindigkeit der Umsetzung von Open Access in unterschiedlichen Fächerkulturen ist aus unserer Sicht hingegen berechtigt und sollte bei der Umsetzung der Strategie nicht außer Acht gelassen werden. In den letzten Calls diskutierten wir die weitere Vorgangsweise zur Erstellung eines One Pagers mit Vorschlägen zur Förderung der Transition zu einem offeneren Forschungssystem und einer offeneren Forschungskultur. Der ursprüngliche Plan einen offenen Brief bis Ende Mai zu veröffentlichen wurde zugunsten der Ausformulierung eines ausgefeilteren Mission Statements mit zentralen Forderungen der Arbeitsgruppe vertagt. Das Kernteam arbeitet gerade an dem Dokument und lädt die Community herzlich ein sich daran zu beteiligen. Eine erste Version wird demnächst für Kommentare frei gegeben. Interessierte TeilnehmerInnen mögen sich unter openscience [ett] okfn dot at oder @scienceOKFNat melden.

Veranstaltungshinweise

5.7.2016: Vortrag Alternative Publikationsmodelle – Open Library of Humanities (OLH)

Die OLH ist ein Open Access Journal, das Beiträge aus allen geisteswissenschaftlichen Gebieten publiziert und dafür weder Gebühren von den AutorInnen noch von den LeserInnen erhebt. Gleichzeitig ist die OLH auch eine Serviceplattform für etablierte oder neue Journals, die auf Open Access um- bzw. einsteigen wollen. Die Finanzierung erfolgt mittels Crowdfunding, an dem sich mittlerweile bereits über 100 Institutionen beteiligen. Auf Einladung der Akademie der bildenden Künste und des FWF wird Dr. Caroline Edwards, eine der GründerInnen der OLH, am 5. Juli 2016 in der Aula der Akademie der bildenden Künste (Schillerplatz 3, 1010 Wien) das Konzept der Open Library vorstellen. Unter dem Titel „How the Humanities are Changing Academic Publishing” wird Edwards, die derzeit an der University of London lehrt, die sich rapide wandelnde Open Access Landschaft und den Einfluss auf die akademische Tätigkeit, besonders in den Geisteswissenschaften, thematisieren.

10.-11.10.2016: Open Access Tage 2016 in München

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an ExpertInnen aus dem Open-Access-Bereich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, an WissenschaftlerInnen aller Fachrichtungen, VerlagsvertreterInnen und UnterstützerInnen des wissenschaftlichen Forschungs- und Kommunikationsprozesses an Bibliotheken sowie in Forschungsinstituten und Fördereinrichtungen.

24.-30.10.2016: Open Access Woche

Auch heuer findet wieder weltweit die Open Access Woche statt. Zahlreiche Events werden von der Open Access Community veranstaltet, u.a. auch in Österreich.

12.-14.11.2016: OpenCon 2016 in Washington DC

Die dritte Edition der OpenCon, eine erstklassige Open Science Konferenz für die junge Community, findet erneut in Washington DC statt. Die OpenCon richtet sich an erfolgreiche, engagierte Studenten und Early Career Researchers aus der ganzen Welt, um Open Access, Open Education, und Open Data voranzubringen. Man kann sich zur Teilnahme an der #OpenCon ab sofort bewerben. Eine Bewerbung zur Finanzierung der Reisekosten ist möglich!

Ausschreibungen

go!digital 2.0 – bis 15. Juli 2016

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften freut sich, das erfolgreiche Programm zur wissenschaftlichen Digitalisierung „go!digital“, das in den Jahren 2014-16 erstmals durchgeführt wird, nun in zweiter Auflage österreichweit neu auszuschreiben. Mehr Infos hier: http://www.oeaw.ac.at/stipendien-foerderungen/foerderprogramme/godigital/godigital-20-call/

Aktiv werden – Wie man sich einbringen kann

Bist du daran interessiert dich im Bereich Open Science weiter zu engagieren? Bist du bereits in diesem Bereich tätig und möchtest dich mit der Community besser vernetzen? Die Open Science Arbeitsgruppe der Open Knowledge Österreich bietet dir dazu eine Plattform an. Wir freuen uns auch über Rückmeldungen, Input und Anregungen – z.B. zu deinen eigenen Projekten oder Ideen zu offenen Ansätzen im täglichen wissenschaftlichen Arbeiten. Bleib gespannt und folge uns auf Twitter, dem OK-Blog oder auf unserer Webseite. Wenn euch das jetzt interessiert hat: Wir freuen uns auch sehr über neue Gesichter im Team. Schreib uns einfach (openscience [ett] okfn dot at) oder kontaktier uns via Twitter (@scienceOKFNat).

Open Science Kernteam Aktivitäten Mai/Juni 2016

- June 22, 2016 in Uncategorized

Das Kernteam der Open Science Arbeitsgruppe von Open Knowledge Österreich führt seit 2014 regelmäßige Calls (in der Regel monatlich) durch, um sich untereinander auszutauschen und die Arbeitsgruppenstrategie zu koordinieren. Um die Open Knowledge Community besser in die von uns besprochenen Punkte und Highlights einzubinden, werden wir künftig regelmäßig über die in den Calls besprochenen Inhalte und Hinweise kurz in einem Blog Post berichten. Hier der Erste Post zu den letzten beiden Calls im Mai und Juni 2016. Inhalt dieses Posts: Aktuelles, Veranstaltungshinweise, Ausschreibungen, Aktiv werden – Wie man sich einbringen kann. 6121420214_b83351fd6a_o

Aktuelles

Die Vienna Principles: A Vision for Scholarly Communication in the 21st Century, die im Zuge einer der OANA Arbeitsgruppen entstanden sind, wurden letzten Mittwoch veröffentlicht. Aus der internationalen Community kamen bereits äußerst positive sowie konstruktive Rückmeldungen, siehe auf Twitter und im annotierten Dokument. Ein Entwurf wurde im Mai an der 15. STS Konferenz in Graz vorgestellt, wo dank der wertvollen Kommentare ein paar Punkte des Dokumentes noch verbessert werden konnten. Das Dokument stellt ein “living document” dar, daher ist weiteres Feedback in das mit hypothes.is annotierbare Dokument ausdrücklich erwünscht. Unter Führung der Open Science Arbeitsgruppe hat Open Knowledge Österreich eine Stellungnahme zu den Erweiterungen des österreichischen Open Access Strategiepapiers durch die UNIKO verfasst. Das Papier schlägt in seiner ursprünglichen Version von November 2015 vor bis 2025 alle wissenschaftlichen Publikationen in Österreich auf Open Access umzustellen. Im Unterschied dazu fordern die von der UNIKO eingebrachten Änderungen bis dahin “einen Gutteil” der wissenschaftlichen Publikationen umzustellen. Dies umfasst aus unserer Sicht ohnehin bestehende Tendenzen und schwächt die Zielsetzung der Strategie erheblich. Die eingebrachten Änderungen könnten Österreichs Chancen mindern, sich im Diskurs des digitalen wissenschaftlichen Wandels als Vorreiter zu positionieren. UNIKOs Ruf nach Differenzierung bei der Geschwindigkeit der Umsetzung von Open Access in unterschiedlichen Fächerkulturen ist aus unserer Sicht hingegen berechtigt und sollte bei der Umsetzung der Strategie nicht außer Acht gelassen werden. In den letzten Calls diskutierten wir die weitere Vorgangsweise zur Erstellung eines One Pagers mit Vorschlägen zur Förderung der Transition zu einem offeneren Forschungssystem und einer offeneren Forschungskultur. Der ursprüngliche Plan einen offenen Brief bis Ende Mai zu veröffentlichen wurde zugunsten der Ausformulierung eines ausgefeilteren Mission Statements mit zentralen Forderungen der Arbeitsgruppe vertagt. Das Kernteam arbeitet gerade an dem Dokument und lädt die Community herzlich ein sich daran zu beteiligen. Eine erste Version wird demnächst für Kommentare frei gegeben. Interessierte TeilnehmerInnen mögen sich unter openscience [ett] okfn dot at oder @scienceOKFNat melden.

Veranstaltungshinweise

5.7.2016: Vortrag Alternative Publikationsmodelle – Open Library of Humanities (OLH)

Die OLH ist ein Open Access Journal, das Beiträge aus allen geisteswissenschaftlichen Gebieten publiziert und dafür weder Gebühren von den AutorInnen noch von den LeserInnen erhebt. Gleichzeitig ist die OLH auch eine Serviceplattform für etablierte oder neue Journals, die auf Open Access um- bzw. einsteigen wollen. Die Finanzierung erfolgt mittels Crowdfunding, an dem sich mittlerweile bereits über 100 Institutionen beteiligen. Auf Einladung der Akademie der bildenden Künste und des FWF wird Dr. Caroline Edwards, eine der GründerInnen der OLH, am 5. Juli 2016 in der Aula der Akademie der bildenden Künste (Schillerplatz 3, 1010 Wien) das Konzept der Open Library vorstellen. Unter dem Titel „How the Humanities are Changing Academic Publishing” wird Edwards, die derzeit an der University of London lehrt, die sich rapide wandelnde Open Access Landschaft und den Einfluss auf die akademische Tätigkeit, besonders in den Geisteswissenschaften, thematisieren.

10.-11.10.2016: Open Access Tage 2016 in München

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an ExpertInnen aus dem Open-Access-Bereich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, an WissenschaftlerInnen aller Fachrichtungen, VerlagsvertreterInnen und UnterstützerInnen des wissenschaftlichen Forschungs- und Kommunikationsprozesses an Bibliotheken sowie in Forschungsinstituten und Fördereinrichtungen.

24.-30.10.2016: Open Access Woche

Auch heuer findet wieder weltweit die Open Access Woche statt. Zahlreiche Events werden von der Open Access Community veranstaltet, u.a. auch in Österreich.

12.-14.11.2016: OpenCon 2016 in Washington DC

Die dritte Edition der OpenCon, eine erstklassige Open Science Konferenz für die junge Community, findet erneut in Washington DC statt. Die OpenCon richtet sich an erfolgreiche, engagierte Studenten und Early Career Researchers aus der ganzen Welt, um Open Access, Open Education, und Open Data voranzubringen. Man kann sich zur Teilnahme an der #OpenCon ab sofort bewerben. Eine Bewerbung zur Finanzierung der Reisekosten ist möglich!

Ausschreibungen

go!digital 2.0 – bis 15. Juli 2016

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften freut sich, das erfolgreiche Programm zur wissenschaftlichen Digitalisierung „go!digital“, das in den Jahren 2014-16 erstmals durchgeführt wird, nun in zweiter Auflage österreichweit neu auszuschreiben. Mehr Infos hier: http://www.oeaw.ac.at/stipendien-foerderungen/foerderprogramme/godigital/godigital-20-call/

Aktiv werden – Wie man sich einbringen kann

Bist du daran interessiert dich im Bereich Open Science weiter zu engagieren? Bist du bereits in diesem Bereich tätig und möchtest dich mit der Community besser vernetzen? Die Open Science Arbeitsgruppe der Open Knowledge Österreich bietet dir dazu eine Plattform an. Wir freuen uns auch über Rückmeldungen, Input und Anregungen – z.B. zu deinen eigenen Projekten oder Ideen zu offenen Ansätzen im täglichen wissenschaftlichen Arbeiten. Bleib gespannt und folge uns auf Twitter, dem OK-Blog oder auf unserer Webseite. Wenn euch das jetzt interessiert hat: Wir freuen uns auch sehr über neue Gesichter im Team. Schreib uns einfach (openscience [ett] okfn dot at) oder kontaktier uns via Twitter (@scienceOKFNat).

Aktuelle forschungspolitische Strategieprozesse: Call for Collaboration

- April 27, 2016 in Open Science

Am achten Open Science MeetUp Where does our science go? kamen verschiedene Interessierte zusammen, um aktuelle forschungspolitische Strategieprozesse in Österreich und Europa kennenzulernen und sich darüber Klarheit zu verschaffen. In der offenen Diskussion wurden mehrere Kritikpunkte zu den laufenden Strategieprozessen laut. Die Moderatorin Katja Mayer begleitete die DiskutantInnen durch den Abend. P1060198 Als Input für die Diskussion präsentierten verschiedene Mitglieder der Open Science Arbeitsgruppe der Open Knowledge Österreich aktuelle Strategieprozesse und beleuchteten diese kritisch. Eine Zusammenfassung der Vorträge und der vorgestellten Strategieprozesse kann in diesem Blog Post nachgelesen werden. Aktuelle forschungspolitische Strategien wie die Open Innovation Strategie oder die Digital Roadmap der österreichischen Bundesregierung, aber auch die Responsible Research and Innovation (RRI) Initiative oder die ERA Roadmap 2015-2020 wecken allgemein große Erwartungen, und wir wollten das erst einmal kritisch betrachten.

Unsere Kritik

Eines war schnell klar: an konkret greifbarer Substanz fehlt es (noch). Begrifflichkeiten wie Open Innovation werden nicht definiert und es ist unklar was mit diesem Begriff genau gemeint ist. Es werden jedenfalls enorme Erwartungen geweckt, so wie “Open Innovation und das Internet werden die Welt retten”. Kein gutes Zeichen für eine nüchterne, differenzierte Betrachtung, vor allem wo solche Prozesse soviel kulturelles und soziales Feingefühl brauchen. Oft ist von IPR (Intelectual Property Rights) die Rede, aber es wird kaum über alternative Verwertungsmodelle gesprochen. Es scheint, dass die Prozessentwürfe mehr im Sinne von traditioneller Verwertung als im Sinne von Open Knowledge operieren sollen. Die Prozesse erwecken den Anschein keine richtige Vorstellung vom erheblichen Aufwand und den tiefgreifenden Veränderungen zu haben, die mit neuen innovativen Ansätzen wie Open Data einhergehen, sondern eher auf einen Hype aufzuspringen. Die Frage sollte grundsätzlicher angegangen werden: Was wollen wir für eine Wissenschaft in Europa? Wem soll das Wissen zugute kommen? Wer bestimmt das? Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass es nicht immer klar ersichtlich ist wer hinter den Strategieprozessen steht. Einige wirken sehr eindimensional. Die fehlende Synergiebildung mit anderen Prozessen, wie beispielsweise der OGD Initiative, sowie der forschungspolitischen Prozesse untereinander ist kritisch zu betrachten. 20160411_193400 Positiv ist zu bewerten, dass so eine frühe Öffnung des Prozesses überhaupt mal gemacht wurde. Daher ist es für eine finale Beurteilung noch viel zu früh. Potential ist an sich da, doch schlussendlich kommt es auf die Umsetzung, den gesetzten Prioriäten und dem politischen Willen an. Eine konkrete Herausforderung ist, dass man bezüglich Reglementierungen und Governance nicht einfach die Normen und Regeln eines Fachbereichs auf einen anderen übertragen kann. Sehr wichtig wird in nächster Zeit die Diskussion sein, wie man den akademischen Publikationsmarkt wieder diversifizieren kann.

Die Diskussion

Was aus der Diskussion klar hervor ging ist, dass nicht nur politischer Wille, sondern auch bottom-up Aktivitäten nötig sind um Open Science voran zu bringen. Die Rolle der Politik ist es Prioriäten zu setzen, während die wissenschaftlichen Communities ihre Bedürfnisse, Forderungen und Situationen klar stellen müssen. Eine Herausforderung ist, dass Vision und Realität bei Open Science oft stark auseinander klaffen. Gerade deswegen ist es wichtig, dass Entscheidungsträger und andere Akteure nicht unabhängig voneinander arbeiten, sondern gemeinsam Strategien entwickeln, umsetzen und sich in ständigem Diskurs befinden. Hierzu sind parallel zu starken Statements von höchster politischer Ebene weitere Diskussionen zwischen WissenschaftlerInnen, FördergeberInnen, PolitikerInnen und Zivilgesellschaft notwendig, um Missverständnisse und Blockade-Situationen zu vermeiden.

Unsere Vorschläge

Unsere Vorschläge zur Förderung der Transition zu einem offeneren Forschungssystem und einer offeneren Forschungskultur beinhalten:
  • Politischer Wille: Policies und Strategien für Open Research Data und Open Access auf höchster politischer Ebene
  • Open Access bis 2025 (OANA Empfehlung)
  • Leuchtturmprojekte im Bereich Open Science fördern
  • Die Verwendung von freien Lizenzen (CC BY, CC0, CC BY SA, MIT, GPL, etc)
  • Trainings und Open Business Models fördern
  • Communities of Practice unterstützen bzw. nicht blockieren
 

Call for Collaboration

Wir werdenbis Ende Mai ein Positions-Papier in einem One-Pager ausarbeiten, das in weiterer Folge an die relevanten Akteure in Österreich verteilt werden wird. Du bist herzlich eingeladen dich daran zu beteiligen. Wende dich dazu einfach bis 25.5.2016 unter openscience [ett] okfn dot at an uns. Autorenteam und Kontakt: okfn.at/open-science/ Bilder von Stefan Kasberger, Lizenz: CC BY 4.0

Aktuelle forschungspolitische Strategieprozesse: Call for Collaboration

- April 27, 2016 in Open Science

Am achten Open Science MeetUp Where does our science go? kamen verschiedene Interessierte zusammen, um aktuelle forschungspolitische Strategieprozesse in Österreich und Europa kennenzulernen und sich darüber Klarheit zu verschaffen. In der offenen Diskussion wurden mehrere Kritikpunkte zu den laufenden Strategieprozessen laut. Die Moderatorin Katja Mayer begleitete die DiskutantInnen durch den Abend. P1060198 Als Input für die Diskussion präsentierten verschiedene Mitglieder der Open Science Arbeitsgruppe der Open Knowledge Österreich aktuelle Strategieprozesse und beleuchteten diese kritisch. Eine Zusammenfassung der Vorträge und der vorgestellten Strategieprozesse kann in diesem Blog Post nachgelesen werden. Aktuelle forschungspolitische Strategien wie die Open Innovation Strategie oder die Digital Roadmap der österreichischen Bundesregierung, aber auch die Responsible Research and Innovation (RRI) Initiative oder die ERA Roadmap 2015-2020 wecken allgemein große Erwartungen, und wir wollten das erst einmal kritisch betrachten.

Unsere Kritik

Eines war schnell klar: an konkret greifbarer Substanz fehlt es (noch). Begrifflichkeiten wie Open Innovation werden nicht definiert und es ist unklar was mit diesem Begriff genau gemeint ist. Es werden jedenfalls enorme Erwartungen geweckt, so wie “Open Innovation und das Internet werden die Welt retten”. Kein gutes Zeichen für eine nüchterne, differenzierte Betrachtung, vor allem wo solche Prozesse soviel kulturelles und soziales Feingefühl brauchen. Oft ist von IPR (Intelectual Property Rights) die Rede, aber es wird kaum über alternative Verwertungsmodelle gesprochen. Es scheint, dass die Prozessentwürfe mehr im Sinne von traditioneller Verwertung als im Sinne von Open Knowledge operieren sollen. Die Prozesse erwecken den Anschein keine richtige Vorstellung vom erheblichen Aufwand und den tiefgreifenden Veränderungen zu haben, die mit neuen innovativen Ansätzen wie Open Data einhergehen, sondern eher auf einen Hype aufzuspringen. Die Frage sollte grundsätzlicher angegangen werden: Was wollen wir für eine Wissenschaft in Europa? Wem soll das Wissen zugute kommen? Wer bestimmt das? Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass es nicht immer klar ersichtlich ist wer hinter den Strategieprozessen steht. Einige wirken sehr eindimensional. Die fehlende Synergiebildung mit anderen Prozessen, wie beispielsweise der OGD Initiative, sowie der forschungspolitischen Prozesse untereinander ist kritisch zu betrachten. 20160411_193400 Positiv ist zu bewerten, dass so eine frühe Öffnung des Prozesses überhaupt mal gemacht wurde. Daher ist es für eine finale Beurteilung noch viel zu früh. Potential ist an sich da, doch schlussendlich kommt es auf die Umsetzung, den gesetzten Prioriäten und dem politischen Willen an. Eine konkrete Herausforderung ist, dass man bezüglich Reglementierungen und Governance nicht einfach die Normen und Regeln eines Fachbereichs auf einen anderen übertragen kann. Sehr wichtig wird in nächster Zeit die Diskussion sein, wie man den akademischen Publikationsmarkt wieder diversifizieren kann.

Die Diskussion

Was aus der Diskussion klar hervor ging ist, dass nicht nur politischer Wille, sondern auch bottom-up Aktivitäten nötig sind um Open Science voran zu bringen. Die Rolle der Politik ist es Prioriäten zu setzen, während die wissenschaftlichen Communities ihre Bedürfnisse, Forderungen und Situationen klar stellen müssen. Eine Herausforderung ist, dass Vision und Realität bei Open Science oft stark auseinander klaffen. Gerade deswegen ist es wichtig, dass Entscheidungsträger und andere Akteure nicht unabhängig voneinander arbeiten, sondern gemeinsam Strategien entwickeln, umsetzen und sich in ständigem Diskurs befinden. Hierzu sind parallel zu starken Statements von höchster politischer Ebene weitere Diskussionen zwischen WissenschaftlerInnen, FördergeberInnen, PolitikerInnen und Zivilgesellschaft notwendig, um Missverständnisse und Blockade-Situationen zu vermeiden.

Unsere Vorschläge

Unsere Vorschläge zur Förderung der Transition zu einem offeneren Forschungssystem und einer offeneren Forschungskultur beinhalten:
  • Politischer Wille: Policies und Strategien für Open Research Data und Open Access auf höchster politischer Ebene
  • Open Access bis 2025 (OANA Empfehlung)
  • Leuchtturmprojekte im Bereich Open Science fördern
  • Die Verwendung von freien Lizenzen (CC BY, CC0, CC BY SA, MIT, GPL, etc)
  • Trainings und Open Business Models fördern
  • Communities of Practice unterstützen bzw. nicht blockieren
 

Call for Collaboration

Wir werdenbis Ende Mai ein Positions-Papier in einem One-Pager ausarbeiten, das in weiterer Folge an die relevanten Akteure in Österreich verteilt werden wird. Du bist herzlich eingeladen dich daran zu beteiligen. Wende dich dazu einfach bis 25.5.2016 unter openscience [ett] okfn dot at an uns. Autorenteam und Kontakt: okfn.at/open-science/ Bilder von Stefan Kasberger, Lizenz: CC BY 4.0

Aktuelle forschungspolitische Strategieprozesse: Call for Collaboration

- April 27, 2016 in Open Science

Am achten Open Science MeetUp Where does our science go? kamen verschiedene Interessierte zusammen, um aktuelle forschungspolitische Strategieprozesse in Österreich und Europa kennenzulernen und sich darüber Klarheit zu verschaffen. In der offenen Diskussion wurden mehrere Kritikpunkte zu den laufenden Strategieprozessen laut. Die Moderatorin Katja Mayer begleitete die DiskutantInnen durch den Abend. P1060198 Als Input für die Diskussion präsentierten verschiedene Mitglieder der Open Science Arbeitsgruppe der Open Knowledge Österreich aktuelle Strategieprozesse und beleuchteten diese kritisch. Eine Zusammenfassung der Vorträge und der vorgestellten Strategieprozesse kann in diesem Blog Post nachgelesen werden. Aktuelle forschungspolitische Strategien wie die Open Innovation Strategie oder die Digital Roadmap der österreichischen Bundesregierung, aber auch die Responsible Research and Innovation (RRI) Initiative oder die ERA Roadmap 2015-2020 wecken allgemein große Erwartungen, und wir wollten das erst einmal kritisch betrachten.

Unsere Kritik

Eines war schnell klar: an konkret greifbarer Substanz fehlt es (noch). Begrifflichkeiten wie Open Innovation werden nicht definiert und es ist unklar was mit diesem Begriff genau gemeint ist. Es werden jedenfalls enorme Erwartungen geweckt, so wie “Open Innovation und das Internet werden die Welt retten”. Kein gutes Zeichen für eine nüchterne, differenzierte Betrachtung, vor allem wo solche Prozesse soviel kulturelles und soziales Feingefühl brauchen. Oft ist von IPR (Intelectual Property Rights) die Rede, aber es wird kaum über alternative Verwertungsmodelle gesprochen. Es scheint, dass die Prozessentwürfe mehr im Sinne von traditioneller Verwertung als im Sinne von Open Knowledge operieren sollen. Die Prozesse erwecken den Anschein keine richtige Vorstellung vom erheblichen Aufwand und den tiefgreifenden Veränderungen zu haben, die mit neuen innovativen Ansätzen wie Open Data einhergehen, sondern eher auf einen Hype aufzuspringen. Die Frage sollte grundsätzlicher angegangen werden: Was wollen wir für eine Wissenschaft in Europa? Wem soll das Wissen zugute kommen? Wer bestimmt das? Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass es nicht immer klar ersichtlich ist wer hinter den Strategieprozessen steht. Einige wirken sehr eindimensional. Die fehlende Synergiebildung mit anderen Prozessen, wie beispielsweise der OGD Initiative, sowie der forschungspolitischen Prozesse untereinander ist kritisch zu betrachten. 20160411_193400 Positiv ist zu bewerten, dass so eine frühe Öffnung des Prozesses überhaupt mal gemacht wurde. Daher ist es für eine finale Beurteilung noch viel zu früh. Potential ist an sich da, doch schlussendlich kommt es auf die Umsetzung, den gesetzten Prioriäten und dem politischen Willen an. Eine konkrete Herausforderung ist, dass man bezüglich Reglementierungen und Governance nicht einfach die Normen und Regeln eines Fachbereichs auf einen anderen übertragen kann. Sehr wichtig wird in nächster Zeit die Diskussion sein, wie man den akademischen Publikationsmarkt wieder diversifizieren kann.

Die Diskussion

Was aus der Diskussion klar hervor ging ist, dass nicht nur politischer Wille, sondern auch bottom-up Aktivitäten nötig sind um Open Science voran zu bringen. Die Rolle der Politik ist es Prioriäten zu setzen, während die wissenschaftlichen Communities ihre Bedürfnisse, Forderungen und Situationen klar stellen müssen. Eine Herausforderung ist, dass Vision und Realität bei Open Science oft stark auseinander klaffen. Gerade deswegen ist es wichtig, dass Entscheidungsträger und andere Akteure nicht unabhängig voneinander arbeiten, sondern gemeinsam Strategien entwickeln, umsetzen und sich in ständigem Diskurs befinden. Hierzu sind parallel zu starken Statements von höchster politischer Ebene weitere Diskussionen zwischen WissenschaftlerInnen, FördergeberInnen, PolitikerInnen und Zivilgesellschaft notwendig, um Missverständnisse und Blockade-Situationen zu vermeiden.

Unsere Vorschläge

Unsere Vorschläge zur Förderung der Transition zu einem offeneren Forschungssystem und einer offeneren Forschungskultur beinhalten:
  • Politischer Wille: Policies und Strategien für Open Research Data und Open Access auf höchster politischer Ebene
  • Open Access bis 2025 (OANA Empfehlung)
  • Leuchtturmprojekte im Bereich Open Science fördern
  • Die Verwendung von freien Lizenzen (CC BY, CC0, CC BY SA, MIT, GPL, etc)
  • Trainings und Open Business Models fördern
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Call for Collaboration

Wir werdenbis Ende Mai ein Positions-Papier in einem One-Pager ausarbeiten, das in weiterer Folge an die relevanten Akteure in Österreich verteilt werden wird. Du bist herzlich eingeladen dich daran zu beteiligen. Wende dich dazu einfach bis 25.5.2016 unter openscience [ett] okfn dot at an uns. Autorenteam und Kontakt: okfn.at/open-science/ Bilder von Stefan Kasberger, Lizenz: CC BY 4.0

Aktuelle Strategieprozesse im Kontext von Open Science

- April 27, 2016 in Open Science

Am 11.4.2016 fand das achte Open Science MeetUp Where does our science go? in Wien statt. Ziel des Abends war eine Zusammenschau der vielen unterschiedlichen forschungspolitischen Strategieprozesse vorzustellen und den TeilnehmerInnen etwas Klarheit bezüglich der aktuellen Forschungspolitik in Österreich und Europa zu verschaffen. Verschiedene Mitglieder der Open Science Arbeitsgruppe der Open Knowledge Österreich präsentierten aktuelle Strategieprozesse und beleuchteten diese kritisch. P1060198 In der offenen Diskussion im Anschluss wurden mehrere Kritikpunkte zu den laufenden Strategieprozessen laut. Eine Zusammenfassung der diskutierten Punkte ist in diesem Blog Post nachzulesen.

Open Innovation AT und Digital Roadmap AT

Stefan Kasberger stellte die Digital Roadmap & Open Innovation Initiativen der österreichischen Bundersregierung vor (Slides). Im Rahmen der Open Innovation Strategie wird unter anderem der Aufbau eines nationalen Forschunsgzentrums für die Anwendung von Open Innovation in der Wissenschaft diskutiert. Ein weiterer Augenmerk liegt auf der Schaffung von freiem Zugang zu Forschungsdaten (Open Research Data). Die Digital Roadmap verfolgt das Ziel Österreich im Rahmen des stattfindenden digitalen Wandels als Wirtschafts- und Innovationsstandort zu stärken. Dies soll unter anderem durch die Förderung von Open Data, Open Access, und Open Educational Resources gewährleistet werden. Beide Strategien waren bis vor kurzem noch in der frühen Konsultationsphase. Die Beiträge sind sehr schwammig formuliert und insbesondere mit dem Begriff Open Innovation werden sehr große Erwartungen geweckt. Konkretes sucht man vergebens. Schlussendlich wird sich aber entscheiden, was hinter den vielversprechenden Worten an Substanz steckt und wem die offene Kultur zu gute kommen wird. Die digital Roadmap hat mit einzeiligen Fragen bzw. Statements sogar einen noch schwieriger greifbaren Charakter.

ERA Roadmap und RRI

Als zweiten Input stellte Katja Mayer zwei Initiativen vor, die die Verschränkung von europäischen und nationalen Strategien verfolgen (Slides). Die Responsible Research and Innovation (RRI) Initiative bestrebt Innovation in Forschung durch partizipative und nachhaltige Ansätze zu fördern. Dazu gehört die Einbindung von weiteren Akteuren in wissenschaftliche Prozesse. Nebst den WissenschaftlerInnen sollen beispielsweise die breite Öffentlichkeit, Entscheidungsträger, Unternehmen, oder NGOs in die Forschungsprozesse mit einbezogen werden. Mit der Key Action Science in Society fördert die Europäische Union im Horizon 2020 Förderprogramm dezidiert Forschungsprojekte, die diesen integrativen Ansatz umsetzen. RRI wird weiters als Querthema im gesamten Forschungsrahmenprogramm verstanden. Open Science tritt im Rahmen von RRI vorrangig als Open Access in Erscheinung, kann implizit auch über die Gestaltung von Partizipationsmöglichkeiten, Governanceansätzen und offenen Ausbildungs- und Unterrichtsmethoden wirken. In Österreich finden sich zwei Initiativen zu diesem Thema: die Plattform RRI positioniert sich als bottom-up Kompetenznetzwerk mit dem Ziel RRI sowohl zu betreiben als auch in institutionellen policies zu verankern. Die Alliance for Responsible Science scheint hingegen mehr einem top-down Ansatz zu folgen. Die Website listet die UnterzeichnerInnen des Memorandum of Understanding und weist auf RRI relevante Projekte hin. Der Fokus liegt klar auf Citizen Science und Nachwuchsprojekten. P1060197 Die ERA Roadmap 2015-2020, die die Aktivitäten der Mitgliedstaaten zur Stärkung des Europäischen Forschungsraums unterstützen und fördern soll, enthält ebenfalls Prioritäten, die Open Science im nationalen Kontext verankern. Das aktuelle Dokument wurde Ende Mai 2015 vom Competitiveness Council verabschiedet. Im Rahmen der ERA Roadmap Konsultation im Dezember letzten Jahres veröffentlichte die Open Science Arbeitsgruppe von Open Knowledge Österreich ein Statement. Zentrale Forderungen beinhalten u.a. die systematische Erforschung des wirtschaftlichen Potentials von Open Science, Anpassung des Copyrights und Diskussion von commons und alternativen Wertschöpfungsmodellen, Open Access ausbauen, nationale policies zu Open Research Data und Open Education planen, usw. Am 20. April wurde die österreichische ERA Roadmap offiziell beschlossen.In einem aktuellen policy briefing erläutert der Autor seine Bedenken zur nun mehr verschwindenden Relevanz des Konzepts des Europäischen Forschungsraumes. Peter Kraker präsentierte eine weitere österreichische Initiative. Das Projekt e-Infrastructures Austria hat eine Research Data Management Task Force ins Leben gerufen mit dem Ziel, Empfehlungen für eine nationale Research Data Management Policy auszuformulieren. Ein Strategiepapier mit Textbausteinen soll bis Sommer 2016 vorliegen. Geplant ist das Vorhaben mit weiteren parallelen Initiativen in Österreich zu koordinieren.

Open Access und EU

Zum Schluss stellte Falk Reckling eine Auswahl aktueller Open Access Initiativen und die Entwicklungen auf europäischer Ebene rund um die niederländische Ratspräsidentschaft vor. Das Open Access Network Austria (OANA) hat im Rahmen der Arbeitsgruppe Nationale Open Access Strategie ein Paper veröffentlicht, das konkrete Empfehlungen für die Umsetzung von Open Access in Österreich enthält. Erklärtes Ziel ist bis 2025 alle wissenschaftlichen Publikationsaktivitäten in Österreich auf Open Access umzustellen. Dies betrifft in erster Linie Publikationen, deren Forschung aus öffentlichen Geldern finanziert wird. Die größten Herausforderungen in diesem Zusammenhang sind internationale Open Access Publikationsmodelle, Infrastrukturen und Services zu schaffen, die sich mit denen der großen kommerziellen Information Providern messen können. Eine weitere Herausforderung ist die Schaffung von nachhaltiger Förderung über die institutionellen und nationalen Grenzen hinweg. Weitere internationale Initiativen sind z.B. die Initiative zur Stärkung von Open Access (OA2020) der Max-Planck-Gesellschaft in Deutschland, oder der Amsterdam Call for Action on Open Science. 20160411_193400 Autorenteam und Kontakt: okfn.at/open-science/ Bilder von Stefan Kasberger, Lizenz: CC BY 4.0