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Kurz vor dem G7 Summit in Deutschland: Report kritisiert deutsche Implementierung von G8 (G7) Open Data Charter

- March 18, 2015 in Deutschland, Featured, G8 Open Data Charter, offene Daten, OGP, Open Data Charter

g8-open-dataIm Juni 2013 unterzeichneten die G8-Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, die “Open Data Charter“. Die Unterzeichnerländer verpflichten sich damit unter anderem Haushaltsdaten, Unternehmensregister und andere Regierungsinformationen öffentlich zugänglich zu machen und sich gänzlich zur Offenheit zu bekennen, auch um “Transparenz und Innovation” zu fördern (unsere Empfehlungen aus 2014). Eine Implementierung der Prinzipien für offene Daten in die Politik der G8-Staaten sowie deren technischer Implikationen sollte bis 2015 abgeschlossen sein. Das Center for Data Innovation, ein gemeinnütziges Forschungsinstitut, hat heute in einen Report veröffentlicht, in dem die Bemühungen der einzelnen Staaten im Rahmen der Charter bewertet werden. Die Forscher sehen bei der Umsetzung der Charter in den G7-Staaten erhebliche Unterschiede. Während alle anderen G7-Länder Fortschritte verzeichnen können, liegt Deutschland abgeschlagen auf dem letzten Platz der G7-Staaten (Russland nicht mit eingenommen). Das vernichtende Urteil:
Overall, Germany has performed relatively weakly on its commitments to the Open Data Charter. While Germany has made commitments to involve civil society groups and the developer community in its open data efforts, and offered a detailed release schedule for key data sets, the country’s commitments in the areas of openness by default and usability have been sorely lacking. In addition, Germany delayed releasing its action plan by nine months, and it was the last of the G8 countries to submit a plan. Coupled with the current German government’s staunch refusal to join the Open Government Partnership, these facts call into question how seriously Germany is taking its Open Data Charter commitments.
Was der Report aber unterschätzt: Es passiert etwas in Deutschland, so sind das kürzlich gestartete Public Community Partnership und die heute gelaunchte Beteiligungsplattform zum Open Data Aktionsplan erste positive Schritte. Aber es fehlt weiterhin an politischen Commitment und Ressourcen für das Thema. Dennoch ist das schlechte Abschneiden auch deshalb sehr brisant, weil Deutschland in diesem Jahr den G7-Vorsitz inne hat und im Juni den Gipfel ausrichtet. Ein möglicher Ausweg wäre sicher endlich den Beitrittsprozess zur OGP zu starten – um sich nicht ganz zu blamieren, am Besten auf dem G7-Summit im Juni 2015. Bitte helft die Open Data Charter in Deutschland doch noch zum Erfolg und beteiligt euch mit Vorschlägen unter http://open-data-aktionsplan.de. Disclamer: Dieser Artikel ist in leicht veränderter Form zuerst auf der Webseite des Arbeitskreis für einen Beitritt Deutschlands zur OGP erschienen.

Den Open Government Data Aktionsplan mitgestalten!

- March 17, 2015 in Beteiligung, Deutschland, Featured, G8 Open Data Charter, offene Daten

Screen Shot 2015-03-17 at 22.37.36 OK, OK, dies ist vielleicht nicht das aller strahlendste Musterbeispiel für die Gestaltung wirklich offener inklusiver Prozesse, aber immerhin: Das Bundesministerium des Inneren hat mit Hilfe von D21 eine Platform aufgesetzt, um Meinungen und Feedback unterschiedlicher Stakeholder zur Umsetzung des Na­tio­na­len Ak­ti­ons­plans der Bundesregierung zur Um­set­zung der G8 Open-Da­ta-Char­ta einzuholen. Bis zum 03.04.2015 sind wir also alle aufgefordert hier sinnvolle Vorschläge zu machen und andere Vorschläge zu bewerten, wir rufen dazu auf sich hier aktiv zu beteiligen! Bitte mitmachen! www.open-data-aktionsplan.de

Umsetzung der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) in Deutschland

- March 6, 2015 in Deutschland, EITI, Featured, offene Daten, OKF Deutschland, Transparenz

Screen Shot 2015-03-06 at 17.58.44 Die Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) ist eine internationale freiwillige Initiative zur Förderung der Transparenz von Einnahmen und Ausgaben im Rohstoffsektor. Die Bundesregierung plant dieser Initiative beizutreten und hat durch das BMWi die GIZ zur Unterstützung beauftragt. Die GIZ hat hierbei die Rolle das deutsche EITI Sekretariat im Auftrag des BMWi aufzubauen und zu leiten. Das nationale EITI Sekretariat ist grundsätzlich unabhängig und agiert als koordinierende Hand für den Umsetzungsprozess sowie neutraler Unterstützer der drei Interessengruppen (Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Bundesregierung). Nach der offiziellen Auftaktveranstaltung der EITI-Umsetzung in Deutschland (D-EITI), dem D-EITI-Transparenzgipfel, am 26. November 2014 in Berlin, findet nun am kommenden Dienstag, 10. März 2015 die konstituierende 1. Sitzung der Multi-Stakeholder-Gruppe (MGS) statt, die gemeinsam die Umsetzung der EITI in Deutschland begleiten soll. Zu den Aufgaben der MSG gehört zum einen Umfang und Detaillierungsgrad für D-EITI in einem Arbeitsplan zu definieren, Fortschritte und Hindernisse bei der Umsetzung in einem jährlichen Bericht zu dokumentieren, sowie eine öffentliche und offene Debatte anzuregen um daraus Vorschläge zur Verbesserung des Prozesses, sowie zur Ausweitung des Detaillierungsgrads und des Umfangs der EITI-Berichterstattung ableiten. Die Open Knowledge Foundation Deutschland wird an der konstituierende 1. Sitzung der MSG teilnehmen. Im folgenden haben wir unsere Ziele und unseren Handlungsansatz im D-EITI Prozesses zusammengefasst:
  • Den D-EITI Prozess transparent, offen und inklusiv zu gestalten und dafür zu sorgen, dass eine breite Öffentlichkeit umfangreich über Ziele und Umsetzung informiert ist. Aufbau einer kritischen Masse in der Zivilgesellschaft zur Unterstützung der Umsetzung von EITI in Deutschland.
  • Einen Dialog mit offenem Ausgang ermöglichen, in welchem Stakeholder und Öffentlichkeit den Fortschritt der Umsetzung auswerten und daraus Vorschläge zur Verbesserung des Prozesses sowie zur Ausweitung des Detaillierungsgrads und des Umfangs der EITI-Berichterstattung ableiten.
  • Kapazitäten aufbauen, um das Bewusstsein für den Prozess zu stärken, ein besseres Verständnis der Informationen und Daten aus den Berichten zu fördern und die Nutzung der Informationen durch Bürger, die Medien und andere voranzutreiben. Aufbau von Fachexpertise innerhalb der Zivilgesellschaft zu EITI relevanten Themen.
  • EITI-Berichte und Daten nach den Prinzipen Offener Daten in maschinenlesbaren Formaten und unter offenen Lizenzen veröffentlichen. Strukturierte und standardisierte Metadaten zu Verträgen und Dokumenten, die an sich nicht maschienenlesbar sind, verfügbar machen.
  • Erweiterung des Detaillierungsgrads und des Umfangs der EITI-Berichterstattung, um EITI Daten, Verträge und Lizenzen mit anderen relevanten Datensätzen zu verknüpfen und somit Kontexte herzustellen und die D-EITI Berichte verständlich und für die Öffentlichkeit relevant zu machen.
Daraus ergeben sich folgende konkrete Ziele:
  • Das Handelsregister / Unternemensregister nach den Prinzipien Offener Daten öffentlich und kostenlos für die Gesamtgesellschaft zugänglich machen, inklusive Details zu den wirtschaftlichen Eigentümern und Investorenbeziehungen. Hier könnten die im D-EITI erfassten Unternehmen vorausschreiten und ihre Unternehmensdaten freigeben, was die CSR und Vorreiterrolle der Unternehmen in Sachen Transparenz unterstützt.
  • Umfassende und detaillierte Informationen zu Vergaben, Lizenzen, Verträgen und Subventionen sowie zu Staatseinnahmen und Staatsbeteiligungen nach den Prinzipien Offener Daten öffentlich und kostenlos zugänglich machen. Erweiterung des EITI Berichts um Best Practice bei der Transparenz zu Auftragsvergabe, Verträge und Lizenzen: Der Staat veröffentlicht alle Verträge und Lizenzen nach dem Open Contracting Standard.
  • Erweiterung des EITI Berichts zu den Auswirkungen extraktiver Industrien auf Umwelt und Menschenrechten – z.B. durch Veröffentlichung von umfassenden Folgeabschätzungen bei der Vergabe staatlicher Kredite.
  • EITI Daten nicht nur in Berichten (PDF) vergraben (aktueller Stand), sondern a) übersichtlich dargestellt und b) mit Kontextinfos (Open Contracts, Unternehmensregister, Umwelt-und Sozialverträglichkeitsanalysen) anreichern. Schaffung eines umfangreichen Registers, in dem EITI Daten zusammen mit Unternehmensdaten, Vergaben, Lizenzen, Verträgen und Subventionen sowie zu Staatseinnahmen und Staatsbeteiligungen nach den Prinzipien Offener Daten öffentlich veröffentlicht werden.
  • Umfassende Berichte über Aktivitäten und Einnahmen Deutscher Unternehmen der extraktiven Industrien im Ausland. Aktive und regelmäßige Einbeziehung von weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren, die von der Öffnung von Informationen und Daten profitieren könnten, sowie die Verknüpfung mit weiteren Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich Transparenz und Rechenschaftspflicht (z.B. Freedom Online Coalition oder G7 Open Data Charter).

Was ist EITI und wie funktioniert es?

Die rohstoffgewinnenden Unternehmen legen ihre Zahlungen an staatliche Stellen offen und die Regierungen ihre Einnahmen aus dem Rohstoffsektor. Diese Finanzströme werden miteinander abgeglichen. Der Gesamtprozess wird unabhängig überprüft. transparenz11 Über die Gestaltung und Einhaltung der Transparenzvorgaben der EITI für den rohstoffgewinnenden Sektor entscheiden Multi-Stakeholder-Gruppen (MSG). Bei den MSG handelt es sich um Gremien der Interessenvertretungen aus Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Dadurch wird die Rechenschaftspflicht auf breite Basis gestellt. Es gibt einen internationalen EITI-Vorstand der ebenfalls mit Vertretern von Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft besetzt ist. Jedes EITI-umsetzende Land muss für die effektive Aufsicht der nationalen Umsetzung der EITI eine nationale MSG einrichten. Rechenschaftspflicht Der EITI-Standard sieht neben der Veröffentlichung von Zahlungen und Einnahmen auch eine umfassende Transparenz über andere Aspekte der Rohstoffgewinnung vor. Hierzu gehören Lizenzvergaben und Rahmenbedingungen der Rohstoffgewinnung. Zusätzlich kann national vorgegeben werden, die Eigentümerstrukturen der Rohstoffunternehmen oder die Verträge offenzulegen. eiti_standard

Review DH Summit 2015: Tagung zu Digitalen Geisteswissenschaften (DH)

- March 6, 2015 in DARIAH, Deutschland, Featured, Open Knowledge Foundation

Bild von @MKerzel

Bild von @MKerzel

Digitale Geisteswissenschaften oder auch „Digital Humanities“ (DH) – dieser Begriff umfasst den systematischen Ausbau digitaler Sammlungen und Objekte sowie die Entwicklung computergestützter Auswertungs- und Nutzungsverfahren für die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung und Lehre. Zentrales Thema des diesjährigen DH Summits 2015 am 3. und 4. März 2015 in Berlin war die zukünftige Entwicklung von digitalen Forschungsinfrastrukturen für die Geistes- und Kulturwissenschaften. Rund 300 Experten aus Wissenschaft und Politik waren der Einladung der beiden Forschungsinfrastrukturprojekte „Digital Research Infrastructures for the Arts and Humanities“ (DARIAH-DE) und „TextGrid – Virtuelle Forschungsumgebung für die Geisteswissenschaften“ gefolgt. Von dem Summit wurden weit über 1.000 Tweets am ersten Tag abgesetzt. Hier eine Auswahl der Tweets passend zu den jeweiligen DH Summit Tagungsprogrammpunkten: In kürze veröffentlichen wir an dieser Stelle auch eine Auswahl von Tweets vom zweiten Tag des DH Summits 2015. Hintergrund: Die BMBF-geförderten Projekte DARIAH-DE und TextGrid tragen dazu bei, europaweit state-of-the-art Aktivitäten der Digitalen Geisteswissenschaften zu bündeln und zu vernetzen. Die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. ist Partner von DARIAH-DE und unterstützt das Netzwerk bei der Dissemination.

DH Summit 2015 am 3. bis 4. März 2015 – noch wenige Plätze vorhanden

- February 16, 2015 in DARIAH, Deutschland, Featured

In den digitalen Geisteswissenschaften entwickeln sich neue Ansätze für Forschung, Lehre und offene Forschungsdaten. Vom 03.-04. März findet im Berliner Harnack-Haus der Digital Humanities Summit 2015 statt. Das Event wird von den Forschungsinfrastrukturen DARIAH-DE und Textgrid organisiert, mit Unterstützung der Open Knowledge Foundation. Die Tagung richtet sich an alle, die sich für Digital Humanities interessieren. Für das Veranstaltungsprogramm konnten hochkarätige Vertreter aus den Digital Humanities gewonnen werden. So werden die Keynotesprecher Prof. Thaller, Universität zu Köln und Dr. Fendt, Massachusetts Institute of Technology eine Bestandsaufnahme bzw. Notwendigkeiten und Bedingungen der Digital Humanities präsentieren. Geplant sind zudem zwei Panels zu den Perspektiven aus Sicht der Wissenschaft, Infrastruktureinrichtungen und Förderinstitutionen sowie Pro- und Contrapositionen zum Thema Zukunft mit Tradition in den Geisteswissenschaften. Am 3. März wird Saskia Esken, Mitglied des deutschen Bundestags, eine Keynote zum Thema Digitales Publizieren, Open Access und Open Data halten. DH-Summit-SlideNEU Die Anmeldung und alle Informationen rund um das Veranstaltungsprogramm gibt es auf der Webseite www.dhsummit2015.de. Hintergrund: Die BMBF-geförderten Projekte DARIAH-DE und TextGrid tragen dazu bei, europaweit state-of-the-art Aktivitäten der Digitalen Geisteswissenschaften zu bündeln und zu vernetzen. Die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. ist Partner von DARIAH-DE und unterstützt das Netzwerk bei der Dissemination.

Kulturgut digital nutzbar machen

- February 12, 2015 in Deutschland, Featured, Offene Kultur, Termine

Mit Coding da Vinci bereits 325 000 Mediendateien befreit Coding da Vinci steht für digitale Kulturprojekte, die aus offenen Daten spartenübergreifender Kulturinstitutionen bestehen und von allen frei genutzt werden können. Beim größten deutschen Kultur-Hackathon haben im letzten Jahr 16 Museen, Bibliotheken und Archive 325.000 Mediendateien aus ihren Beständen unter eine offene Lizenz gestellt und so für alle zugänglich gemacht. Daraus haben 150 Entwickler/innen und Designer/innen in ihrer Freizeit 17 Anwendungen entwickelt. Diese fünf Projekte wurden von der Jury ausgezeichnet: Alt Berlin – holt historische Stadtansichten aufs Tablet beim Stadtspaziergang
Cyberbeetle – bringt einen Atlaskäfer zum Tanzen
Verbrannte und Verbannte – holt von den Nazis verbotene Autor/innen aus dem Vergessen ins Licht
Ethno Band – lädt deine Freunde ein, mit Dir gemeinsam Musik zu machen
zzZwitscherwecker: Verlangt schon morgens alles von Dir. Rate den Vogel der dich weckt, wenn Du weiterschlafen willst.
Coding da Vinci – Rückblick 2014

Coding da Vinci wird es auch dieses Jahr geben! Coding da Vinci vernetzt die Kultur- und Technikwelt miteinander und setzt sich dafür ein, dass Digitalisate von Kulturinstitutionen für alle frei zugänglich und nutzbar sind. Wir wollen mit unserer Arbeit das technische Potenzial digitaler Kulturdaten entdecken und sind auf der Suche nach datengebenden Kulturinstitutionen sowie ideellen und finanziellen Unterstützer/innen.
Vormerken solltet ihr euch diese Termine (in Berlin): 24./25. April – Auftaktveranstaltung
5. Juli – Projektpräsentation & Preisverleihung
Die Anmeldung für Teilnehmer/innen wird demnächst auf unserer Webseite codingdavinci.de eröffnet.
“Ready to Go”-Daten – Crowdfunding-Kampagne gestartet! 2014 wurden 17 digitale Kulturprojekte von 150 engagierten Teilnehmer/innen des Hackathons umgesetzt. Doch die Bearbeitung der Datensets vor der Nutzung in einer Anwendung erfordert viel Zeit, die dann in der Umsetzung von kreativen Ideen und Projekten fehlt. Helft uns, den Teilnehmer/innen von Coding da Vinci mehr Zeit für das Umsetzen ihrer Ideen zu geben und die notwendige Datenaufarbeitung so weit wie möglich abzunehmen! Unterstützt aktiv den Kultur-Hackathon Coding da Vinci mit einem kleinen Beitrag innerhalb unserer Crowdfunding-Kampagne bei Startnext. “Mit deiner Hilfe sorgst du dafür, dass die Daten ready to go sind!” (Stephan Bartholmei)

Coding da Vinci – Der Kultur-Hackathon ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Open Knowledge Foundation Deutschland, der Servicestelle Digitalisierung Berlin und Wikimedia Deutschland.

Positionspapier des Bündnis freie Bildung veröffentlicht

- February 10, 2015 in Deutschland, Featured, oer, offenes Wissen

buendnis-freie-bildungBildungsgerechtigkeit ist ein wichtiger Indikator für die gesellschaftlichen Perspektiven in Deutschland. Das Bündnis freie Bildung (BFB) hat heute ein gemeinsames Positionspapier zum Thema freie und offene Bildungsmaterialien verabschiedet. Das Bündnis stellt dabei fest, dass die bisherigen Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Verfügbarkeit freier und offener Bildungsmaterialien, bisher unzureichend sind und eine klare Strategie zwingend notwendig ist. Freie Bildungsmaterialien werden als ein Mittel für eine gerechtere und partizipativere Bildung gesehen. Zum einen sollen durch Steuergelder finanzierte Bildungsmaterialien für die Allgemeinheit nutzbar sein, zum anderen eröffnen sich mit freien Bildungsmaterialien auch neue und innovative Möglichkeiten des Lernens und Lehrens. Das veröffentlichte Positionspapier enthält konkrete Handlungsempfehlungen. Diese richten sich primär, aber nicht ausschließlich, an die Legislative und Exekutive in Deutschland – soweit Regulierung, Entwicklung und Einsatz von Bildungsmaterialien in den verschiedenen Bildungssektoren Teil ihres öffentlichen Auftrages sind – insbesondere also an die Bildungsministerien und -behörden sowie die Parlamente und Regierungen auf Bundes- und Landesebene. “Während in der Digitale Agenda der Bundesregierung der Themenbereich der freien und offenen digitalen Lehr- und Lernmaterialien gänzlich ausgelassen wurde, hat die Bundesregierung jetzt die einmalige Chance sich klar zu einer Bildungsgerechtigkeit im digitalen Zeitalter zu bekennen”, sagt Christian Heise, Vorstandsmitglied der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. Das Bündnis sieht es als Pflicht der öffentlichen Hand, sich klar zu freien Bildungsmaterialien zu bekennen und eine umfassende OER-Strategie zu entwickeln. Der öffentlichen Hand obliegt es auch, die Rahmenbedingungen und Strukturen zur Förderung von OER zu schaffen und nachhaltig auszugestalten. Es bedarf in der gegenwärtigen Phase einer gezielten Förderung der Erstellung und Nutzung von OER, bei der die öffentliche Hand mit den entstehenden OER-Communities zusammenwirken kann und sollte. Das Positionspapier kann auf der Internetpräsenz des BFB abgerufen werden: http://buendnis-freie-bildung.de/positionspapier-oer/ Über das Bündnis: Das Bündnis Freie Bildung (BFB) ist eine Koalition von Organisationen und Personen mit dem gemeinsamen Ziel, freie Bildungsmaterialien (engl. “Open Educational Resources”, kurz OER) und ihre Förderung in Politik und Gesellschaft zu verankern. Das Bündnis wurde auf Initiative von Creative Commons Deutschland, der Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland gegründet und versteht sich als Forum für Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen, die sich für offene Lizenzen in der Bildung einsetzen. Das Bündnis Freie Bildung hat den Anspruch, als Netzwerk die Debatte um freie Bildungsmaterialien in der Öffentlichkeit voran zu bringen und konkrete Vorschläge zu machen, wie OER als Teil der Lehr- und Lernlandschaft gestärkt werden können.

Zugang gestalten! – Wrap-up

- December 8, 2014 in Deutschland, Digitalisierung, Featured, kulturelles Erbe, Offene Kultur, OpenGLAM, Zugang gestalten

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Über 300 Besucher dieses Jahr, CC-BY Hansgeorg Schöner

Unterm Strich: Bilanz von Digitalisierungsprojekten ziehen Mit einem Tusch ging “Zugang gestalten!”, die Konferenz rund um die Digitalisierung unseres Kulturerbes in die vierte Runde: Dieses Mal haben wir uns mit dem auseinandergesetzt, was unterm Strich bleibt: Erfolge, Herausforderungen und Erfahrungen aus den vergangenen großen und kleinen Digitalisierungsprojekten.
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Digitalisierungsstraße, CC-BY Hansgeorg Schöner

Neben den vielen internationalen Sprechern war die Werkschau im Naturkundemuseum ein echtes Highlight: Besucher konnten sich eine Digitalisierungsstraße ansehen und anschließend zahlreiche erfolgreiche Projekte im openGLAM-Bereich (Galerien, Libraries, Archives, Museums) kennenlernen. Darunter auch drei Coding da Vinci-Projekte: EnthoBand, Alt-Berlin und zzZwitscherwecker. Vortragsempfehlungen Diese Vorträge möchten wir euch wärmstens empfehlen, alle Vorträge findet ihr hier. 28: Tim Renner – Impulsreferat, „Zugang gestalten!“ 2014 from iRights.info on Vimeo. 13: Rick Prelinger – An Online Film Archives at 15, „Zugang gestalten!“ 2014 from iRights.info on Vimeo. 06: Liam Wyatt – Wikimedia and Europeana, „Zugang gestalten!“ 2014 from iRights.info on Vimeo. 11: Margret Plank – Nutzergerechter Zugang zu wissenschaftlichen Filmen, „Zugang gestalten!“ 2014 from iRights.info on Vimeo. Wrap-up – Zugang gestalten in 5min Alle Bilder der Konferenz findet ihr wie immer auf flickr. “Zugang gestalten!” wird nächstes Jahr in Hamburg stattfinden!

Erster Transparenztag in Hamburg

- November 17, 2014 in Deutschland, Featured, HmbTG, Informationsfreiheit, offene Daten

transparenzportal-hamburg-betaDas OK Lab Hamburg lädt am kommenden Sonntag zum ersten Transparenztag Hamburg ein. Anlass ist das gerade gestartete Transparenzportal der Stadt Hamburg. Damit das Portal mit Leben gefüllt wird, wollen wir einen Tag mit dem Portal arbeiten, lernen wie es funktioniert, und kleine Geschichten generieren. Der erste Transparenztag Hamburg findet am 23. November 2014 ab 12 Uhr bei 4=1/OpenDataCity, Alter Teichweg 33, 22081 Hamburg statt (S-Bahn Barmbek, Ausgang Globetrotter, ca. 8 Minuten Fußweg). Das Ergebnis können Karten oder auch nur statistische Besonderheiten sein, die wir im Portal finden – angedachte Themen wären z. B.:
  • Welche Zuwendungen bekommen welche Firmen/Vereinigungen/Institutionen in Hamburg?
  • Wo sind Gefahrenstoffe gelagert?
  • Wo sind die Lampendusa-Flüchtlinge untergebracht etc.?
Dazu sind geladen: Nerds und Technikverliebte und die Hamburger hyperlokale Journalistenszene. Ziel ist es, schnelle Geschichten im Transparenzportal zu finden, die wir journalistisch verbreiten können. Es soll kein klassischer Hackathon werden – sondern einer, in dem Journalisten und Coder wirklich gemeinsam arbeiten können.
Grober Ablauf:
  • Begrüßung
  • Einführung Transparenzgesetz von Stefan Wehrmeyer Opne Knowledge Foundation (fragdenstaat.de und correctiv)
  • ab ca. 13.30 Uhr: Team- und Themenbildung (optional: OpenData-Einführung von Marco Maas)
  • bis ca. 20 Uhr arbeiten an kleinen Projekten
  • 20.00 Fazit und Ende
Die Anmeldung und mehr Informationen findet ihr unter: http://pad.opendatacloud.de/p/OKHH-Hackerthon

Lab for CITY (Civic Innovation and Technology) – 21. Nov. via Live Stream verfolgen

- November 3, 2014 in Berlin, Deutschland, Featured, Open Transport, smart city, Termine

labforcity Unsere Arbeit bei der Open Knowledge Foundation Deutschland ist stets durch die Begeisterung an Technologien und Innovationen gekennzeichnet, die es dem Bürger ermöglichen, komplexe Prozesse zu verstehen und sich an politischen Entscheidungen zu beteiligen. Je mehr Wissen wir teilen, desto mehr Innovationen können entstehen. Das Teilen von Wissen und Ideen ist auch der Schlüssel zu einer kognitiven Umwelt für die Zukunft unserer Städte. Daher veranstalten wir als Partner von allryder ein Open-Space-Programm, wo open data Pioniere, Vordenker, Behörden, politische Entscheidungsträger und technologieorientierte Unternehmen zusammenkommen, um ihre Erkenntnisse im Bereich civic innovation zu teilen und voneinander zu lernen. Das Lab for CITY (Civic Innovation and TechnologY) wird am 21. November in Berlin stattfinden – mit dabei Vertreter von VBB, Citymart, Forum Virium, Waag Society und das internationale Forum der Deutschen Bank: Alfred Herrhausen Gesellschaft. Verfolgt Vorträge und Diskussionen über unseren eingerichteten Live-Stream. Den Link werden wir zeitnah über twitter und die Lab for CITY-Webseite veröffentlichen: www.labforcity.org Für mehr Infos über das Lab for CITY: Schreibt eine Mail an hello@labforcity.org , folgt uns auf Twitter @lab4city oder besucht unsere Website: http://labforcity.org.