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On the Way to the Digital Utopia

- May 26, 2020 in Allgemein, Daten, event, National

Opendata-2020-Visual
This year’s Opendata.ch/2020 Forum – New Data Narratives is all about the future of open data. But when we talk about the digital future, too often the conversation drifts off into very bleak, dystopian scenarios: transparent citizens, US Conglomerates leeching on our personal data and ubiquitous control enabled by Artificial Intelligence. But we refuse to believe that this is what the future has in store for us. As Erik Reece, Author of Utopia Drive, puts it: “…things will only get worse if we don’t engage in some serious utopian thinking.” And that is exactly what we (Francesca Giardini from Operation Libero and Nikki Böhler from Opendata.ch) did on Saturday, 22 February, at the Winterkongress 2020, and it’s also what Opendata.ch will do at this year’s forum by collecting data visions and working on them during a workshop at the forum. In our Winterkongress workshop ‘On the way to a digital Utopia’ we asked around 80 participants to turn negative future scenarios around and instead think about what a digital utopia might look.  We gave participants 10 frequently mentioned dystopian visions, each connected to an overarching theme, and asked them to imagine utopian counter examples and the measures necessary to make them reality. The results of our experiment (transcribed during the workshop) can be viewed below in German. Coming up with better solutions for our digital future is also the focus of our Opendata.ch/2020 Forum. We want to create new data narratives that steer away from dystopian scenarios and instead highlight the positive potential inherent in data technology. Come join us on 23 June online.

Results:

Gesellschaftlicher Bereich

Dystopisches Szenario (vorgegeben)

Utopische Umkehrung (durch Workshop Teilnehmende)

Zu ergreifende Massnahmen (durch Workshop Teilnehmende)

1. Ehrlichkeit

In der digitalen Dystopie sind wir nicht ehrlich mit unseren Mitmenschen, denn das digitale Denunziantentum hindert uns, Vertrauen ineinander zu fassen. Da wir uns ständig selbst zensieren, wird es für uns immer schwieriger, ehrlich zu uns selbst zu sein.

 

In der Utopie herrscht ein Netz mit verlässlichen Informationen und Austausch. Die Daten-Souveränität wird zurückgewonnen und dadurch das Recht über die eigenen Daten. Entsprechend können wir uns wieder sicher im Internet bewegen. Verlässliche Informationen sind verfügbar. Es wird transparent kommuniziert, was im Welt-Klimarat passiert, damit man weiss, wie man handeln kann. Transparenz ist ein zentrales Stichwort. Wir wissen, wie Informationen und Meinungen zustande kommen. Es existiert ein Recht auf Vergessen.

 

Die Datensouverenität wird gewährleistet, zum Beispiel über einen digitalen Avatar. Man kann selber bestimmen, wer die eigenen Daten auswertet. Es braucht in der Bildung mehr Schulung für Kritikfähigkeit. Wir müssen konferieren statt ausschliessen. Es gibt keine Zensur, sondern Einbinden. Die Technologie muss nachvollziehbar sein für die breite Masse, nicht nur für Programmiererinnen. Und es braucht einen Reset-Knopf mit Recht auf Vergessen. Der Staat darf sanktionieren (auf eine positive Art). Transparenz wird gefördert und vorgeschrieben.

 

2. Kriminalität

In der digitalen Dystopie sind wir alle sicher, weil Verbrechen vorhergesagt und die Täter/innen präventiv in Arbeitslager gesteckt werden. Hackerinnen haben keine Chance. Biases werden aufgelöst, da den Algorithmen alle Daten zur Verfügung stehen.

 

Es gibt keine Verurteilung ohne Tat. Durch die Datenlage wird die strukturelle Ursache von Kriminalität bekämpft, zum Beispiel durch freiwillige Präventionsmassnahmen auf gesellschaftlicher Ebene. Dadurch werden die individuellen Daten nicht gefährdet.

 

Die konsequente Einhaltung von Grund- und Menschenrechten wird garantiert. Strukturelle Ursachenbekämpfung ohne totalitär zu werden ist schwierig, weshalb es “open processes” braucht. Legiferierungsprozesse sollen transparent sein. Die Nachvollziehbarkeit ist wichtig. Was ist mit denen, welche die Dystopie als Utopie wahrnehmen? Mit denen müssen wir in einer politischen Entscheidungsfindung klar kommen.

 

3. Gerechtigkeit /

 Jurisdiktion

In der digitalen Dystopie hat man keine Möglichkeit, Entscheide anzufechten oder vor die nächste Instanz zu ziehen, denn die Rechtsprechung wird durch den vorprogrammierten Einsatz menschlicher Betätigung obsolet.

 

In der digitalen Utopie versteht jeder Mensch seine Rechte und wie sie sich auf die eigene Situation anwenden lassen. Juristische Informationsgewinnung ist zugänglich und effizient. Sinnlose und alte Gesetze werden über Bord geschmissen. Die Technologie hilft uns (der Bevölkerung) zu koordinieren, damit wir gemeinsam unser Recht einfordern können.

 

Es braucht ein Jus-Google Translate. Das bedeutet, Gesetzestexte können in verständliche Texte übersetzt werden, damit sie jeder verstehen kann. Zudem benötigen wir eine Rechtsberater-App oder ein Netzwerk, damit jeder Unterstützung erhalten kann. Dafür braucht es eine Software, welche open source ist. Zudem muss der Mensch “on the loop” oder “in the loop” sein. Und es muss sichergestellt werden, dass jede Entscheidung nachvollzogen werden kann.

 

4. Gesetzgebung

In der digitalen Dystopie ist die Gesellschaft nicht durch demokratisch erarbeitete/legitimierte Gesetze reguliert, sondern durch den fest einprogrammierten Code in der Gesellschafts-Betriebssoftware.

 

In der digitalen Utopie gibt es keine Gesellschafts-Betriebssoftware, sondern eine Vorschlagssoftware, welche die Interessen bewertet und Ratschläge gibt. Dabei wird ein Lobby-Filter angewandt und ein transparentes Informationssystem gewährleistet. Zudem dominiert die menschliche Kontrolle.

 

Es braucht einen agilen Code. Die Software dafür muss in interdisziplinären Teams mit Ethikexpertinnen, Sozialwissenschaften und Technologieexpertinnen entwickelt werden. Die Software muss frei und offen sein. Auf gesellschaftlicher Ebene braucht es einen Rahmen, mit sichergestellten Menschenrechten. Das Narrativ ändern. Der Staat ist gefragt: Die entsprechende Bildung und dazugehörigen Kompetenzen müssen sichergestellt werden. Der Journalismus ist dafür auch sehr wichtig, weil viele der Narrative momentan von den Firmen stammen. Die Frage stellt sich: Wie kann die Software überwacht oder kontrolliert werden? Eine behördliche Instanz überwacht das und vergibt vielleicht auch Aufträge. Zusätzlich braucht es eine gesellschaftliche Instanz, die über alles wacht.

 

5. Wettbewerb

In der digitalen Dystopie entfällt der wirtschaftliche Wettbewerb, da sich durch Skalierungs- und Netzwerkeffekte 3-4 globale Unternehmenskonglomerate herausgebildet haben, welche nun die Volkswirtschaften einzelner Nationen diktieren.

 

Wollen wir Plattformen aufbrechen? Oder erbringen Plattformen Nutzen? Will man die Plattformen regulieren? Wir sind auf der zweiten Schiene. Plattformen sollen Infrastrukturen sein (wie Strom oder Verkehr), welche staatlich zur Verfügung gestellt werden. Dieses Konzept wird verbunden mit dem souveränen Eigentum an Daten.

 

Als Pendant zum Plattform-Kapitalismus entsteht “Digital Commons”. Plattformen bleiben bestehen, aber tragen zum Gemeinnutzen bei. Datensouverenität ist ein grosses Thema. Auf gesellschaftlicher Ebene wird der Aspekt der digitalen Kompetenz sehr relevant (man weiss, wie die Mechanismen funktionieren, was sie wollen und, dass man Kunde ist). Dafür braucht es die entsprechende Bildung. Auf technologischer Ebene herrscht “Privacy by Default” mit Opt-in Charakteristik. Es gibt klare Standards für Neutralität. Dadurch wird findet Chancen-Nivellierung statt und Interoperabilität existiert. Aggregierte Intelligenz soll nicht “festkleben”. Auf staatlicher Ebene heisst das, dass wir Bereitstellung von anonymisierten Datensätzen (Datensouverenität) für geprüfte Dienstleistungen sicherstellen. Dafür müssen Frameworks erarbeitet werden, um zu definieren, welche Daten wo erhoben werden dürfen. Daten sind nicht böse, sondern müssen rekontextualisiert werden.

 

6. Lohnarbeit

In der digitalen Dystopie entscheidet ein Algorithmus, wo welche menschlichen Fähigkeiten am effektivsten eingesetzt werden. Wir haben keine Wahl und werden mal hier mal da eingesetzt, um der internationalen Wirtschaft zu dienen.

 

Dank der Automatisierung oder der Besteuerung können wir ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen. Dadurch wird Arbeit neu definiert: Die wenigen Ziele, die Mann / Frau erreichen muss, sind für das Allgemeinwohl und unter gesicherten Arbeitsstandards zu vollbringen. Eventuell kann der Algorithmus Angebot und Nachfrage meiner Fähigkeiten prüfen und matchen (mit transparenten Kriterien).

 

Bedingungsloses Grundeinkommen schafft die Basis, um von der Dystopie wegzukommen. Dadurch kommen wir hin zu einer Utopie, in welcher wir bestimmen können. Wir haben Geld zur Verfügung, um Jobs nicht notwendigerweise anzunehmen. Der Staat gibt die gesetzlichen Rahmenbedingungen vor. Arbeit wird neu bewertet und Fähigkeiten werden neu bewertet. Es geht um Gemeinwohl, statt um finanzielle Rendite. Dafür sind Schulen und Schulungen gefragt, um individuum zu ermächtigen. Bereits in der Kita muss man anfangen. Die Technologie wird wieder Dienstleister. Es existiert ein transparenter Open-Source Filter, um unsere Jobwahl zu unterstützen, wobei keine Entscheidungsgewalt beim Algorithmus liegt.

 

7. Vertrauen

In der digitalen Dystopie haben wir keine Möglichkeit und Befugnis, Rechenschaft zu verlangen. Wir vertrauen weder der Regierung, noch einander, da sich alle hinter den technisch unterstützten Entscheiden verstecken können und digitales Denunziantentum gefördert wird.

 

Auf einer Regierungsebene muss Transparenz herrschen, um Vertrauen zu stärken. Entscheidungen müssen transparent gefällt und von Menschen getragen werden.

 

Die Sozialkompetenz ist wichtig, um Vertrauen zu schaffen. Diese Kompetenz soll an der Schule gestärkt werden. Dafür müssen auch die Lehrerinnen Sozialkompetenzen trainieren, in der Lehrerausbildung. Das reicht nicht fürs ganze Leben, weshalb Weiterbildung sehr wichtig ist. Vor dem Bildschirm verändert sich die Anforderung an diese Kompetenz nochmals. Deshalb braucht es zusätzlich eine Sensibilisierung für die Spezialitäten des digitalen Raumes. Es muss möglich sein, Rechenschaften einzufordern. Das geht bereits, aber ist sehr kompliziert. Hürde für Rechenschaftsablegung senken mit Digitalisierung, anstatt auf Briefpost warten.

 

8. Demokratie

In der digitalen Dystopie ist die Demokratie faktisch überflüssig geworden, denn durch demoskopische Datenerhebungen weiss die digital gestärkte Regierung immer schon im Voraus, wie wir über welches Thema denken.

 

Digitale Mittel werden für dezentrale und inklusive Meinungsbildung genutzt. Zwischen Experten und politisch Gebildeten findet mehr Austausch statt. Die Datenerhebung ist demokratisch öffentlich und transparent.

 

Das Problem ist, dass ein Spannungsfeld zwischen Anonymität und Transparenz besteht. Es muss die technische Möglichkeit bestehen, eine anonyme Stimmabgabe sicherzustellen. Sonst muss es analog passieren. Es werden Technologien und Plattformen gefördert, welche die dezentrale Meinungsbildung ermöglichen. Diese darf nicht privatwirtschaftlich verzerrt sein. Es soll möglichst niedrige Hürden geben, um sich politisch zu beteiligen. Es braucht staatlich gesetzliche Rahmenbedingungen, wie Lobby Control. Die Gesellschaft muss bereit sein, diese Chancen wahrzunehmen und das dystopische Denkmuster zu verlassen.

 

9. Gesundheit

In der digitalen Dystopie haben wir keine Befugnis, unsere Gesundheit selbst zu managen oder eigene Entscheidungen zu fällen. Individuelle und gesellschaftliche Gesundheit-Massnahmen werden massgeschneidert vom internationalen Health-Algorithmus vorgegeben.

 

In der digitalen Utopie haben wir die Befugnis, unsere Gesundheit zu managen. Massnahmen werden von einem offenen Algorithmus vorgeschlagen. Eigene Präferenzen können angewandt werden.

 

Es braucht Open-Source Software, Datenhoheit, Wahlfreiheit und Anonymisierung. Die Krankenkassen müssen entsprechend eingestellt werden, damit es nicht mehr um Kostenoptimierung sondern um Solidarität geht. Für die Datenhoheit sollte eine Zweckbindung der Daten technisch sicher umsetzt werden (es wird technisch sichergestellt, dass Daten nur dafür genutzt werden, wofür sie freigegeben worden sind). Wenn ein gutes elektronisches Patientendossier da wäre, wäre das eine gute Grundlage. Transparenz und Aufklärung der Bevölkerung sind auch wichtige Punkte.

 

Kommunikation

In der digitalen Dystopie ist die Digitale Kommunikation in jedem Falle und von allen einsehbar, weder Verschlüsselungstechnik noch neue Formen der Kommunikation bieten wirklich Schutz. Unsere Kommunikation ist zudem eingeschränkt und in vorgegebene Bahnen gelenkt.

 

In der digitalen Utopie sind unsere Kommunikation und unsere Daten sicher verschlüsselt. Dennoch greifen Mechanismen zum Schutz der Menschenwürde. Gar keine Kontrolle kann auch gefährlich sein.

 

Es wurde eine Debatte über die Infrastrukturanforderungen geführt. Es braucht die Verschlüsselung der Kommunikation. Müssten wir die Plattformen (die hinter der Kommunikation stehen) so weit runterbrechen, dass es wieder Peer to Peer ist? Auf der technischen Seite braucht es Kryptologie ohne Backdoors. Wie kriegen wir das hin, dass sich die Toleranz in der Gesellschaft so weit verbreitet, dass Hate Speech kein Problem mehr ist und Minderheitenschutz automatisch gewährleistet ist.

 

 

 

#VersusVirus Hackathon

- April 14, 2020 in Allgemein, Daten, event

Dear friends of open data, From 3 April to 5 April, over a period of 48 hours, Swiss civil society came together to use their collective intelligence, inspiration and knowledge to come up with concrete solutions to the problems caused by the COVID19 pandemic crisis. The result was «the biggest sharing and caring experience that Switzerland has ever seen»: the #VersusVirus Online Hackathon. 4’500 participants in 263 teams with more than 500 mentors worked on 190 submitted challenges and came up with 279 projects (with the support of over 60 datasets and resources), with 24 members of parliament and Federal Council Alain Berset also joining in the effort. We at Opendata.ch are proud to have been involved in this exhilarating and inspiring event. Of the 263 teams that submitted their ideas, each and every one made a valuable contribution to this monumental effort and deserves respect and recognition. You can find a comprehensive list of all submitted projects here. Furthermore, you can find an open list of relevant datasets and other resources here. We would also like to take the opportunity to mention a few projects that we found particularly inspiring:
  • pandemia-parliament: It is imperative that Parliaments are able to debate and make decisions during times like these. Yet the Covid-19 pandemic has forced members of parliament to stay home and thus brought the democratic process to a near standstill. Pandemia-parliament is an online space where parliamentary business can be conducted in a safe, transparent fashion, thereby bringing politicians back to work.
  • Swissrefucare: Refugees in Switzerland and elsewhere are at a higher risk of getting infected with COVID-19 because they live in small shared spaces and do not always have access to necessary hygienic products. The platform connects refugees with Swiss authorities and with Swiss citizens and thereby aims to help in improving their situation.
  • Covidfact: Citizens are overloaded with information related to COVID-19 and they don’t know which data source to rely on and where to find answers. “Covidfact” is a bot using the knowledge of experts to provides 24/7 and up-to-date information on the crisis based on trustworthy facts, guidelines and tips to help people get through this crisis with confidence. 
  • Fast2Gov: Software helping Swiss cantons to collect, aggregate and share reports and follow up on every patient in a fast, complete and accurate manner while protecting privacy of patients & healthcare professionals
You can find more dataful results in these blogposts by Oleg. The corona crisis has shown why openness is important. Our association’s mandate and independent approach – all for one and one for all – remains true. We are supporting open data activities across all hackathons, platforms and confessions. We have a prerogative to be active community partners to e-government. And the #VersusVirus Hackathon has proven that together we can jump on chances to boost discovery of new and alternative open datasets and the open source apps that use them. But there is much more work to do! Get in touch with us to give us your feedback or contributions. Stay home and stay healthy!Ps. In Case you are not an Opendata.ch member yet, you can change that here.

Nordisk-baltisk samarbejde om open data relateret til anti-korruption

- October 22, 2019 in åben data, begivenhed, event, Government, internationalt, offentlige data, OGP, Workshop

Workshop om åben data og politisk integritet i Riga 2019 (CC0)

Workshop om åben data og politisk integritet i Riga 2019 (CC0)

Open Knowledge Danmark var med da nordiske og baltiske repræsentanter fra Open Knowledge og Transparency  International mødtes til en workshop med temaet “Building a Nordic Anti-Corruption Data Ecosystem” i Riga, oktober 2019. Der blev arbejdet på udfordringer omkring anti-korruptions data: Hvad er situationen i de forskellige lande? Hvilke barrierer for åbenhed om politiske data møder vi? Hvordan kan vi samarbejde og hjælpe hinanden? Der blev blandt andet drøftet partistøtteregler, lobbyregistre, offentlige indkøb, landenes deltagelse i Open Government Partnership, politikeres deklarationer af personlige interesser, parlamentarisk overvågning, open data vs. GDPR. Workshoppen er del af et projekt, der også omfatter en nordisk eksplorativ rundspørge om åbne data relateret til politisk integritet. Deltagende organisationer (ud over os): Open Knowledge Sverige, Transparency International Finland, Estland, Letland og Litauen).

Opendata.ch/2019 Forum: Rück- und Ausblick

- August 19, 2019 in Allgemein, Bern, Daten, event

Wir haben das Opendata.ch/2019 Forum am 4. Juli in Bern-Wankdorf im Format einer “Unconference” durchgeführt. Das Format hat es uns ermöglicht, vielfältige Informationen von unseren Teilnehmenden zu erhalten.

Interessen, Erfahrungen und Feedbacks

106 Teilnehmende (von insgesamt ~170) haben uns am Forumsende ihren Teilnehmerbadge mit Informationen über ihre Interessen und Erfahrungen sowie mit ihren Feedbacks zum Forum abgegeben:
  • 63 Teilnehmende haben uns mitgeteilt, woran sie heute interessiert waren.
  • 70 Teilnehmende haben uns mitgeteilt, womit sie Erfahrung haben.
  • 92 Teilnehmende haben uns mitgeteilt, was ihnen heute gefallen hat.
  • 80 Teilnehmende haben uns mitgeteilt, was ihnen heute gefehlt hat.
Diese Informationen haben wir als Daten dokumentiert und stellen sie unter einer offenen Lizenz zur freien Wiederverwendung zur Verfügung: https://github.com/OpendataCH/opendatach-stats – Wir freuen uns über weitere Analysen und Feedbacks. Selbst haben wir die folgenden Analysen erstellt.

Fragen, Bedürfnisse, Themen und Herausforderungen

Um das Forumsprogramm gemeinsam aufzusetzen, haben wir alle Teilnehmenden zu Beginn gebeten, auf einen Zettel zu schreiben, was sie heute mit anderen diskutieren möchten. 118 Zettel mit einer Frage, einem Bedürfnis, einem Thema oder einer Herausforderung haben den Weg zu uns zurückgefunden, nachdem sie von drei bis vier Teilnehmenden nach Interesse gewichtet worden sind.
  • 8 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’20’.
  • 8 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’19’.
  • 12 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’18’.
  • 12 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’17’.
  • 19 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’16’.
  • 15 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’15’.
  • 13 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’14’.
  • 8 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’13’.
  • 6 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’12’.
  • Rest: 17 Zettel mit einer Gesamtgewichtung von ’11’ und tiefer.
Zu den 47 Fragen, Bedürfnisse, Themen oder Herausforderungen mit den höchsten Gewichtungen haben am Forum Workshops stattgefunden. Auch diese Informationen haben wir als Daten dokumentiert und stellen sie unter einer offenen Lizenz zur freien Wiederverwendung zur Verfügung: https://github.com/OpendataCH/opendatach-stats Selbst haben wir folgende Analysen erstellt.

Eine Sprachwolke aus allen Bedürfnissen

Unsere nächsten Schritte

Basierend auf unseren Analysen haben wir reflektiert, wie stark wir als Opendata.ch Verein die Kernbedürfnisse unserer Community bereits abdecken. Und in welchen Bereichen der grösste Handlungsbedarf besteht. Vier Handlungsbereiche haben sich herauskristallisiert, die wir in Zukunft stärker behandeln wollen:
  • Daten befreien
  • Datenschutz
  • Datenqualität
  • Datennutzung
Bemerkenswert ist die starke Präsenz des Thema Datenschutz. Die Beziehung zwischen Datenschutz und Offenheit müssen wir zusammen mit unserer Community besser verständlich machen, um sowohl den Datenschutz wie die Bedeutung und Publikation offener Daten zu stärken und zu fördern. Die ersten Massnahmen und Verantwortlichkeiten zu den vier Handlungsfeldern haben in unserer Vorstandssitzung vom 5. August definiert:
  • Daten befreien: Aktive Politik, Forderungen, Hilfsangebote
  • Datenschutz: Positionierung, allenfalls Lobbying, Hilfestellungen
  • Datenqualität: Aktive Politik, Forderungen, Hilfsangebote
  • Datennutzung: Beispielnutzungen, Unterstützung für Nutzungen
Zweitens haben wir beschlossen, eine Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse mit fünf Kernforderungen an die auf Bundesebene mit der Open Government Data Strategie 2019-2023 betrauten Stellen beim EDI sowie BFS zu senden. Dieser Brief wurde diese Woche verschickt.

Engagiere Dich für die Ziele des Forums

Wenn du eines der oben aufgelisteten Handlungsfelder mitanpacken oder eine weitere Aktivität lancieren möchtest, stehen wir und unsere Community dir gerne zur Seite. Das Opendata.ch/2019 Forum hat die Bedürfnisse, Herausforderungen und Chancen von offenen Daten in der Schweiz transparent gemacht. Und es hat sich klar gezeigt: mit keiner Frage, keinem Bedürfnis, keinem Thema ist jemand alleine. Zusammen können wir Klärung schaffen und Hindernisse lösen. Um euch mit denjenigen Personen zu verbinden, welche die gleichen Interessen und die Ambition haben, aktiv tätig zu werden, bitten wir, uns via info@opendata.ch euer Interesse mitzuteilen. So können wir euch mit Gleichgesinnten verbinden und auf Wunsch eine Arbeitsgruppe für euch aufsetzen.

Visuelle Erinnerungen

Open Data Student Award 2019

- July 8, 2019 in Allgemein, event

On 4 July 2019, at the ninth annual Opendata.ch Forum, we announced the winner of the 2019 Opendata Student awards.  First of all, we would like to thank all participants for their effort in coming up with all the great projects that participated in last years competition. All of your ideas were very inspiring and unique in their own way and each of you has made a valuable contribution to our cause in making effort to use, re-publish and to promote open data. Our jury has, on the one hand, had the great pleasure of going through all of your projects over the last few weeks. On the other hand, they have had to make the very difficult decision of choosing one project as the final winner But in the end, a decision was made: Congratulations to Daniel Laumer and Hasret Gümgümcü and their project UrbanX – Urban planning in mixed reality. The two students from ETH Zurich currently doing their MSc in Geomatics-Engineering have shown extraordinary creativity, technical expertise and vision with their project. The project fulfilled all of the criteria for the award: analysing and using an important yet commonplace data source and combining it with new, exciting technological possibilities whilst bringing clear benefits to the public, thereby showcasing the applicability of open data in everyday contexts. “The open data community is looking for answers to the question of how to better represent the diversity of datasets, putting them into new clothes, so to speak. The hitchhiker’s guide to Swiss Open Government Data is a project that points the way in such a direction.”  For a full list of all the applications please see below:  Projects 2019
  1.     Developing an Index for measuring data quality of published open government data: Insights from opendata.swiss.
A frequent problem with OGD is that there is a lack of standards for how to publish data on open platforms. The format used is not always machine-readable (e.g. pdf), the descriptions of the data (i.e. metadata) are not complete or the re-use of data is subject to conditions (e.g. license or cost usage). The project entails the compilation of a Compliance Index to analyse the Swiss OGD platform, opendata.swiss in order to measure the adherence to good practice standards for publishing OGD.  
  1.     UrbanX – Urban planning in mixed reality
UrbanX is a Hololens application for efficient and interactive urban planning in a mixed reality environment using open data from Stadt Zürich. In combination with the Microsoft Hololens, a recently developed pair of head-mounted mixed reality smartglasses, which lets the user place virtual holograms in the real world and interact with them using specific gestures, the application should display the buildings in the region of interest and let the user access the attributes of each object in an easy and intuitive way.  UrbanX – urban planning in mixed reality
  1.     Infrastructure disturbance cockpit Bernmobil
A web application in the form of an online cockpit, from which one can see at first glance key figures and information about infrastructure disruptions of Bernmobil. The app uses open infrastructure data from Bernmobil for this purpose.  Bernmobil Störungsdaten 
  1.     Trockenstress: How increasing drought is affecting our Swiss forests
High dryness has a great influence on the vitality of forests by making photosynthesis impossible, thus increasing forest mortality. The Trockenstress app is designed to visualize drought data of Swiss forests from the Federal Office for the Environment (BAFU) and to present it in a simple and meaningful way, thus allowing both an overall impression and a detailed in-depth study.  Trockenstress Visualisierung  
  1.     Water Fountains
A web app that uses Wikidata, Wikimedia Commons, OpenStreetMap as data repositories which allows you to find nearest drinking fountains or even discover famous fountains with image galleries, videos, and links to Wikipedia. The idea is to bring people to stop buying plastic bottles and start enjoing local water.  Water-fountains.org 
  1.     ÖV-Güteklassen 2018: New methodology for assessing public transport access
The specification of public transport quality classes recognised today by the Federal Office for Spatial Development (ARE) is based on a Swiss standard from 1993, which has since been replaced. The newly developed public transport quality classes 2018 combine the findings of some cantonal solutions and improve them with the current technical possibilities with the aim of creating a generally valid specification for Switzerland.
  1.     Gleich für gleich: gender-specific wage trends in Switzerland
Transparency can counter wage discrimination based on origin, gender or residence status among others. The app aims to make wage discrepancies between the two sexes easy to see at a glance and accessible as many people as possible. It does so by allowing them to track wage trends and the development of the gender gap over the years 2008 to 2016.  Lohnentwicklung in der Schweiz seit 2008
  1.     Structural change in agriculture
The steady decrease in farms across Switzerland has been a recurring theme for several years, with small farms suffering in particular. The web application “Structural change in agriculture” brings the topic closer to the reader in a playful, interactive visualisation of Swiss farm holdings of the last 35 years.  Strukturwandel in der Landwirtschaft
  1.     Swiss popular initiatives in the context of time
A visualisation of popular initiatives since 1860 with a breakdown of the topics according to accepted and rejected proposals gives a deeper insight into the voting behaviour of the Swiss people and illustrates that the historical context has a significant influence.  Schweizer Volksinitiativen im Kontext der Zeit 

Save-the-Date: Open Data Hackdays November 29-30

- July 5, 2019 in event, Tourism

Episode 01: Tourism

Friday 29th to Saturday 30th November 

@Lucerne Laboratorium

What is it about?

In this very first episode of the Open Hackdays Lucerne edition, we’re all about exploring tourism data in Switzerland.  Tourism in Switzerland is an important economic engine and key to many Swiss incomes. Our members represent local companies, leading institutions and industry organizations in Switzerland’s tourism field. Let’s create new solutions that have the potential to disrupt tourism in Switzerland, create mind blowing happenings and make the industry more transparent, social and sustainable.

Who are we?

We are students currently seeking our master’s degree in Applied Information and Data Science at the Lucerne University of Applied Science and Arts.  We are eager to join forces with developers, designers, economists, engineers, travel enthusiasts, special sauces and anybody else interested out there.

We look forward to meeting you!

Open Data, Open Entry, Open Innovation. Be prepared for an inspirational location, plenty of brainfood, exciting datasets, a motivated crowd and diverse know-how and knowledge from all around the world. 

Are you interested in taking part in this event? Attendance is limited, so save the date and register now!

#OpendataCH19 Forum am 4. Juli – wie wir die Diskussionen unterstützen

- July 1, 2019 in event, National

Diesen Donnerstag, 4. Juli, ist es endlich so weit. Die Open Data Community der Schweiz trifft sich zu ihrer jährlichen Konferenz, die wir dieses Jahr als ‘Unconference’ organisieren. In diesem Blogbeitrag erklären wir, wie unsere Helferinnen und wir, die Teilnehmerinnen unterstützen, sich miteinander über die wichtigen Themen zu verständigen. Wie der Forumstag insgesamt ablaufen wird, darüber haben wir bereits in einem früheren Blogbeitrag berichtet. Unsere freiwilligen Helferinnen unterstützen die Teilnehmerinnen am Forum in verschiedenen Rollen:
  • Sie begrüssen sie die Teilnehmer*innen am Welcome-Desk und machen sie mit den Örtlichkeiten vertraut;
  • Sie unterstützen das Organisationsteam bei der Themenfindung im Plenum zu Beginn des Forums;
  • Sie unterstützen die Gruppen bei der Diskussion einzelner Themen als Facilitator*innen und Protokollführer*innen;
  • Sie helfen den Teilnehmer*innen bei Fragen weiter und unterstützen das Organisationsteam bei der Vorbereitung und während dem Forumstag.
An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle Helfer*innen – ohne euch könnte dieses Forum nicht auf diese Art und Weise stattfinden! Zusammen die Themen im Plenum finden Über die Methode, wie wir gemeinsam im Plenum die Themen der Teilnehmerinnen sammeln und priorisieren werden, wollen wir nicht mehr verraten, als wir bereits hier beschrieben haben. Wichtig ist: Bereite dich als Teilnehmerin auf folgende Frage vor:
Wenn du dich heute nur über ein Thema, eine Frage, ein Bedürfnis, eine Herausforderung mit anderen austauschen könntest, was ist das? Was muss heute unbedingt diskutiert werden?

Formuliere das Thema, die Frage, das Bedürfnis, die Herausforderung einfach und verständlich. Es wird grosse, ganz grundsätzliche Themenvorschläge geben. Und es wird kleine, ganz detailierte geben. Beides ist gleich sinnvoll, wenn es die Frage ist, die dich beschäftigt, wenn du an offene Daten denkst, sie zur Verfügung stellst und/oder nutzt. Zusammen ein Thema als Gruppe diskutieren Das Ergebnis einer Gruppendiskussion zu einem Themen wird ein Protokoll sein – ohne Namen der Diskutierenden, aber mit den Erfahrungen und Erkenntnissen aller Teilnehmerinnen, die sich zu Wort melden. Neben der Chance, dass am Forum verschiedene Akteure miteinander in Austausch treten, wird das Protokoll ein zentrales Hilfsmittel sein, um das Thema nach dem Forum weiter zu klären, Unterstützerinnen zu organisieren und notwendige Massnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. Unsere Protokollführer*innen danken euch dafür, dass ihr in der Diskussion klar und nicht durcheinander sprecht. Dass sich jeder auf gleichbereichtigte Weise zu Wort melden kann, dazu unterstützen unsere Facilitatorinnen die Form und Ablauf der Diskussionen. Methodisch können sie in grossen Gruppen (über ca. 15 Personen) entscheiden, eine LiberatingStructures-Methode anzuwenden: 1-2-4-All. Sie erteilen das Wort und sorgen dafür, dass die Session nach 45 Minuten endet. Inhaltlich vertreten sie zum Thema keine Meinung, sondern helfen der Gruppe sich auszutauschen und zusammen das Ziel einer 45-minütigen thematischen Session zu erreichen. Ziel ist es:
  1. Das Thema, die Frage, das Bedürfnis, die Herausforderung zu klären: Was sind meine Erfahrungen damit? Warum interessiert mich das?
  2. Worum geht es? Was sind die Aspekte? Wie kommen wir voran? Was kann ein zweckmässiger nächster Schritt sein?
Wenn die Gruppe es schafft, den ersten Punkt zu klären, dann ist das bereits ein Erfolg. Häufig diskutieren wir viel zu früh über ganz konkrete Lösungen, ohne die Bedürfnisse und Erwartungen davor gemeinsam zu klären. Wenn sich die Gruppe danach über den zweiten Punkt austauscht und sogar nächste Schritte diskutiert, dann ist das wertvolle, notwendige Vorarbeit für alles, was nach dem Forumstag stattfinden kann und soll. Unsere Facilitatorinnen sind unsere Stellvertreterinnen im Raum. Danke, dass ihr ihre Rolle und Aufgabe unterstützt. Wir freuen uns auf einen spannenden Forumstag, und darauf, dass dieser Austausch euch in den kommenden Monaten bei eurer Arbeit unterstützt. Dort, wo es nötig ist. Für das Organisationsteam, herzlich
euer Andreas Amsler

#OpendataCH19 Forum – wie der Tag abläuft

- June 7, 2019 in event, National

Der 4. Juli ist jetzt etwas weniger als einen Monat entfernt! In diesem Beitrag erfährst du, wie wir uns den Ablauf des Forums vorstellen und wie du deine Themen und Erfahrungen einbringst. Anmelden kannst du dich unter opendata.ch/2019. Das Organisationsteam um Nikki Böhler, Rahel Ryf, Oleg Lavrovsky und Andreas Amsler arbeitet seit Anfang März in wöchentlichen Iterationen an der Vorbereitung des diesjährigen Treffens der Schweizer Open Data Community. Das haben wir bislang kommuniziert: Wir haben eine verkehrsgünstige und hilfsbereite Gastgeberin (Danke, SBB), grosszügige Förderer (Danke, Eidgenössisches Departement des Innern EDI/Bundesamt für Statistik BFS, FAIRTIQ AG, Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, Bundesamt für Verkehr BAV, Nine Internet Solutions AG und BEGASOFT AG) und kompetente Kommunikationspartner (Danke, Digitale Gesellschaft, CH Open und STAATSLABOR) für unser Projekt gewinnen können. Wir haben die Räumlichkeiten am SBB-Hauptsitz in Bern-Wankdorf besichtigt (Danke, Rahel Ryf und Christian Trachsel) und bereiten zur Zeit alles Notwendige vor, um unseren Teilnehmer*innen am 4. Juli eine spannende Erfahrung bieten zu können.  

Diese “Konferenz” ist eure Konferenz

Inspiriert zur partizipativen Form unseres diesjährigen Treffens hat uns die #OneTeamGovGlobal Unconference in London vor elf Monaten mit über 700 Teilnehmerinnen aus der ganzen Welt. Ebenso partizipativ und erfolgreich hat vor drei Wochen die zweite #OneTeamGovGlobal Unconference mit 250 Teilnehmerinnen in Victoria BC, Kanada, stattgefunden. Am 4. Juli erwarten wir am #OpendataCH19 Forum zwischen 150 und 200 Teilnehmer*innen. Die #OneTeamGov Bewegung, die in den vergangenen 18 Monaten vor allem im angelsächsischen und nordischen Raum stark gewachsen ist, zeichnet sich durch 7 grundlegende Prinzipien (in Englisch, Französisch) aus. Die Schweizer #OneTeamGov Sympathisant*innen werden diese in den kommenden Monaten auf Deutsch übersetzen. Das #OpendataCH19 Forum organisieren wir unter dem Eindruck dieser Prinzipien. Wir denken, dass die praktische Anwendung der Prinzipien uns – der Schweizer Open Data Community – helfen können, die Bedürfnisse, Erfahrungen und Erwartungen der verschiedenen Mitglieder unserer Community auf eine verständnisfördernde und nutzbringende Art und Weise miteinander in Austausch zu bringen. Das ist neu und hat es unseres Wissens in der Schweiz so noch nicht gegeben.   Du wirst am diesjährigen Forum teilnehmen, toll! Das musst du jetzt wissen:

Wie du dein Thema am 4. Juli auf die Agenda bringst

Nach der Begrüssung durch unseren Opendata.ch-Vereinspräsidenten Andreas Kellerhals und einer inspirierenden Keynote von Charlotte Lindsey-Curtet vom IKRK, liegt der Ball um circa 09:50 Uhr bei dir:
  • Wenn du dich heute nur über ein Thema, eine Frage, ein Bedürfnis, eine Herausforderung mit anderen austauschen könntest, was wäre das?
Wichtig ist: Unsere Teilnehmer*innen suchen keine Produkte oder Dienstleistungen, sondern wollen miteinander eine Frage, ein Bedürfnis klären oder ein Thema, eine Herausforderung meistern. So bereitest du dich auf diese Aufgabe vor, die wir zu Beginn allen Teilnehmer*innen stellen werden:
  1. Überlege dir, was dieses Thema, diese Frage, dieses Bedürfnis, diese Herausforderung für dich ist.
  2. Formuliere es kurz und dennoch verständlich (in einem einzigen Satz).
Wenn du etwas mehr Zeit hast und die Verständlichkeit deines Satzes prüfen willst, gib ihn (ohne weitere inhaltliche Erklärung) jemand anderem und bitte diese Person, ihn dir zu erklären. So findest du heraus, was noch zu wenig klar ist und du anpassen solltest. Alle Themen, die von den Forumsteilnehmerinnen am 4. Juli vor Ort eingebracht werden, sind wertvoll. Wir werden alle – sofern ihre Leserlichkeit gegeben ist – ohne Angaben zur Verfasserin als Liste der eingebrachten Themen öffentlich zugänglich machen. Diese Liste wird das Handeln der Open Data Community Schweiz für mindestens die nächsten 12 Monate beeinflussen. Am 4. Juli selbst haben wir Raum und Zeit, um über circa 16 von euch eingebrachte Themen zu diskutieren. Pro Thema sind 45 Minuten Zeit vorgesehen. Parallel finden jeweils mindestens vier Diskussionsrunden statt. Über welche 16 Themen sich Gruppen von Interessierten vor Ort austauschen, entscheiden die Teilnehmerinnen vor Ort mittels einer einfachen Methode, die mit über 700 Teilnehmerinnen erfolgreich erprobt wurde. Mehr verraten wir heute nicht – das Überraschungsmoment wird euch freuen.  

Wie du dir dein Programm am 4. Juli zusammen stellst

Um circa 10:15 Uhr steht dir das Tagesprogramm – das heisst mindestens die ersten vier und zweiten vier parallelen Diskussionsrunden des Vormittagsprogramms – zur Verfügung. Jetzt hast du die Wahl, in welche Gruppe du gehen willst. Die Themen werden bei den Teilnehmenden auf verschieden grosses Interesse stossen, was nicht direkt mit ihrer Bedeutung für das Thema offener Daten zusammenhängen muss. Aber es kann ein Indiz sein. Hauptsache ist, wir schaffen es, dass diejenigen sich miteinander austauschen, die sich – unter Umständen aus verschiedenen Gründen – für dasselbe oder ein ähnliches Thema interessieren. Das ist unser Tagesziel. Du darfst eine Diskussionsrunde verlassen und zu einer anderen wechseln, sofern du dabei andere nicht störst. Du darfst selbstverständlich einfach eine Pause machen oder dich ad hoc mit jemandem austauschen. Es ist deine Konferenz. Nach vergangenen Konferenzen haben wir öfters gehört, das Programm sei zu dicht. Das wird es dieses Jahr nicht sein – ausser du willst das so.  

Wie wir dich unterstützen, wenn “dein” Thema am 4. Juli diskutiert wird

Wir bieten dir und denjenigen, die sich für dasselbe bzw. ein ähnliches Thema interessieren:
  • einen Raum und 45 Minuten Zeit (danach muss die Diskussion zwingend unterbrochen werden, damit die Teilnehmenden Pause machen und zur nächsten Diskussionsrunde wechseln können);
  • eine Protokollführer*in notiert das Thema, die Fragestellung und die Diskussionspunkte, in jedem Fall ohne die jeweiligen Sprecher*innen namentlich zu nennen (diese anonymen Protokolle machen wir nach dem Forum öffentlich zugänglich; Teilnehmer*innen ohne ihr ausdrückliches Einverständnis öffentlich zu zitieren, ist ausdrücklich untersagt, denn es schwächt die Offenheit der von ihnen eingebrachten Diskussionsbeiträge);
  • auf Wunsch stellen wir eine Moderator*in, welche die Diskussion in der Gruppe leitet und darauf achtet, dass nicht nur die Mutigen und Dominanten zu Wort kommen, sondern ebenso die Vorsichtigen und Leisen.
 

Wie du deine Fragen, Gedanken und Erfahrungen am 4. Juli in die Diskussionen einbringst

Es tönt banal, ist aber genau so: Jeder Beitrag zählt! Die Teilnehmerinnen haben zu verschiedenen Aspekten ganz andere Wissensstände. Aber auch Spezialistinnen und ihr Fachwissen profitieren von einfachen Fragen, von aus eigener Perspektive formulierten Bedürfnissen und allgemein verständlich geschilderten Herausforderungen, Hindernissen und Lösungen. Darum gilt: Dein Beitrag hat Wert! Wenn du dich in einer Diskussion nicht angemessen behandelt fühlst, teile uns das mit. Wir sind vor Ort – in den Diskussionsrunden – oder du sprichst eine Helferin (T-Shirt) an. Sie wird dich zu einer Vertreterin des Organisationsteams führen.  

Wie es nach dem 4. Juli weitergeht

Wir vom Verein Opendata.ch sind bestrebt, die Liste der von euch eingebrachten Themen einer Bedürfnis-Analyse gleich zu unseren handlungsleitenden Prioritäten für mindestens die nächsten 12 Monate zu machen. Das ist unser Anspruch. Die Protokolle der anonymisierten Diskussionsrunden machen wir online für alle verfügbar. Damit schaffen wir zusammen innert weniger Stunden eine kleine und vor allem aktuelle Open-Data-Enzyklopädie, die wir der Allgemeinheit offen zur Verfügung stellen. Den Teilnehmer*innen von Diskussionsrunden, die dies wünschen, bieten wir Unterstützung, um miteinander im Anschluss freiwillig im Austausch zu bleiben. Eine Möglichkeit kann beispielsweise sein, eine Arbeitsgruppe zu einem Thema zu bilden und es in Zusammenarbeit mit einem Vereinsvorstand und anderen Akteuren weiter zu verfolgen.  

Ganz zum Schluss das Wichtigste für uns: dein Feedback

Wir haben noch etwas Zeit, um auf deine Bedürfnisse einzugehen. Grosse Anpassungen werden wir aber nicht mehr vornehmen können. Was wir auf jedem Fall jetzt von dir brauchen, sind deine Fragen, die nach dem Lesen dieses langen Beitrags offen bleiben oder neu aufgekommen sind. Bitte teile sie uns hier in einem Kommentar mit. Herzlichen Dank!

Gestalte das Opendata.ch/2019 Forum als Helfer*in mit

- May 29, 2019 in Bern, Bildung, Daten, event

Das diesjährige Treffen zum Thema offene Daten am 4. Juli wird eine bereichernde Erfahrung für alle Teilnehmerinnen wie auch für uns Organisatorinnen. Unser Anspruch ist es, einen neuen Konferenz-Standard in der Schweiz zu setzen für Austausch und praktisches Handeln in einer grossen Gruppe. Um das Forum für alle Teilnehmerinnen zu einem Erfolg zu machen, benötigen wir deine Mithilfe. So kannst du unser Ziel als freiwillige Helferin unterstützen: am Vorabend (3. Juli)
  • mit dem Organisationsteam den Konferenzort einrichten
  • am gemeinsamen Abendessen die letzten Details besprechen
am Forumstag (4. Juli)
  • mit dem Organisationsteam dem Konferenzort den letzten, notwendigen Schliff geben
  • die Teilnehmer*innen begrüssen, über Örtlichkeiten und Abläufe orientieren
  • in den parallelen thematischen Sessions das Protokoll der Gruppendiskussion führen, um die Haupterkenntnisse festzuhalten und das Fundament für weiteres Handeln zu legen
  • den Ablauf der parallelen thematischen Sessions unterstützen
  • und unbedingt: Dich selbst am Forum mit deinen Fragen und Bedürfnissen einbringen!
Für deine Mithilfe können wir dir folgendes anbieten:
  • ein Gratisticket
  • Einblick in / Teilnahme an bis zu vier parallelen Gruppendiskussionen (à je 45 min.) zu den Fragen und Bedürfnissen, welche die Teilnehmer*innen am meisten beschäftigen
  • Erste Erfahrungen mit Liberating-Structures-Methoden (innovativen Kollaborationsstrukturen)
  • Zugang zu und Austausch mit Open Data Interessierten und Engagierten
  • Opendata.ch/2019 T-Shirt und Stickers ?
Interessiert? Melde dich bei uns via info@opendata.ch Alle Helferinnen sind eingeladen, uns am Vorabend am Konferenzort in Bern-Wankdorf beim Aufbau der Konferenz zu unterstützen und im Anschluss ein gemeinsames Abendessen zu geniessen. Für Protokollführerinnen und Session-Unterstützer*innen organisieren wir vorab einen ca. 2-stündigen Workshop, um dich auf deine Rolle vorzubereiten. Wir freuen uns auf deine Mitgestaltung des Opendata.ch/2019 Forums,
Nikki Böhler, Andreas Amsler und das Team

Opendata.ch/2019 Forum – Early-Bird-Tickets bis 30. April

- April 1, 2019 in event, National

Seit der Ankündigung unseres neuen Konferenz-Formats am 7. März haben sich über fünfzig Interessierte mit positivem Feedback bei uns gemeldet. Für sie und alle weiteren stehen jetzt bis Ende April vergünstigte Early-Bird-Tickets bereit: zur Anmeldung.

Das können sie weiter tun

  • Sie möchten sich als freiwillige Helfer*in melden? Kontaktieren Sie uns via info@opendata.ch, wir freuen uns über Ihre Unterstützung.
  • Erzählen Sie in Ihren Netzwerken von der Veranstaltung – verbreiten Sie die URL dieses Blogbeitrags.
  • Unterstützen Sie die Veranstaltung finanziell: Wir müssen etwa 20’000 CHF an Sponsoring sammeln. Sie können sich bei info@opendata.ch melden, die Sponsoringmöglichkeiten stehen bereit.
  • Bleiben Sie über Neuigkeiten informiert via Twitter @OpendataCH oder unseren Newsletter, den Sie hier per E-Mail abonnieren können.
Bis in drei Monaten in Bern-Wankdorf, wir freuen uns!
Nikki Böhler, Andreas Amsler und das Team der Opendata.ch/2019