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3. Internationale Open Data Konferenz – 28. – 29. Mai 2015 in Ottawa, Kanada

- February 18, 2015 in Featured, Konferenz, offene Daten, Open Data, open-government

image001 Mitmachen und das Programm gestalten! Die 3. Internationale Open Data Konferenz (IODC) wird am 28. und 29. Mai 2015 in Ottawa stattfinden. Die Konferenz bringt Experten aus der ganzen Welt zusammen, um eine Bestandsaufnahme sowie eine Aussicht auf die rasche Entwicklung der globalen Open Data Community zu geben. Die Veranstalter laden dazu ein, das Programm mitzugestalten. Die globale offene Open Data Bewegung ist seit der 2. Internationalen Open Government Data Konferenz in Washington im Jahr 2012 weiter gewachsen. Es ist Zeit, die Koordinierung zwischen Initiativen auf verschiedenen Regierungsebenen, zu unterschiedlichen Themen, Regionen und Sektoren zu stärken. Zur Unterstützung der Konferenz-Agenda rufen die Veranstalter in einer globalen Offenen Aufforderung dazu auf, Programminhalte beizusteuern. Dieser „Open Call“ wist noch bis 20. Februar 2015 offen. Also nichts wie los. Mitmachen! Weitere Informationen findet ihr auf der Website: OpenDataCon.org. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Hier gehts zur Registrierung.

SMWCon und das weltweit größte Stadtgeschtewiki

- September 9, 2014 in Featured, Konferenz, semantic media wiki, smwcon, smwconf, stadtwiki, wien, wienwiki, wiki

SMW Conf LogoBereits zum 10. Mal findet die internationale Semantic Media Wiki Konferenz statt. Diesen Herbst kommt sie nach Wien und lädt alle Entwickler_innen, Anwender_innen und Interessierte von 1. bis 3. Oktober ins Stadt- und Landesarchiv im Gasometer D. Als Anlass dient auch der Start von Wiens neuem Stadtgeschichtewiki.  Semantic Media Wiki ist eine Open-Source-Software, die klassische Wikis um die Funktion erweitert, dort Daten in strukturierter Form abzulegen und abzufragen. Im Vergleich zu klassischen Wikis gewinnt man damit den Mehrwert, Informationen miteinander in Relation zu setzten und mit Attributen zu versehen. Dadurch wird es möglich, den Wissensschatz einer Institution oder Interessengruppe maschinenlesbar abrufbar und leichter verwertbar zu machen. Dass in dieser Richtung eindeutig noch viel Innovationspotential liegt, sieht man auch an ähnlichen Projekten wie WikiData, die gerade erst beginnen, groß zu werden. Die Konferenz wird von uns in Kooperation mit dem KDZ und der Open Semantic Data Association, sowie dem Wiener Stadt- und Landesarchiv veranstaltet. Wer dabei sein will, kann sich hier anmelden und dem Hashtag #SMWCon folgen. Mehr Informationen findet ihr hier (PDF). Wien startet weltweit größtes Stadtgeschichtewiki Um gute Beispiele für die Verwendung von Semantic Media Wikis zu finden müssen wir nicht weit blicken. Am 11. September wird das Wien Geschichte Wiki vorgestellt. In diesem weltweit größten Stadtwiki enthalten ist das gesammelte Wissen des sechsbändigen “Historisches Lexikon Wien” des Historikers und ehemaligen Leiter des Wiener Stadt- und Landesarchivs, Felix Czeike. Die letzte Auflage seines Buchbandes ist aus 2004, als Czeike 2006 verstarb, drohte sein Lebenswerk zu verwaisen. Nach Gesprächen mit dem Verlag einigte man sich darauf die Rechte für den Buchband zu erwerben und das gesammelte Wissen in zeitgemäßer Form der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Aus dem sechsbändigen Lexikon wurde die Basis des weltweit größte Stadtwikis mit über 31.000 Einträgen mit strukturierten Daten und Verlinkungen. Das ist aber noch nicht das Ende der Geschichte, denn nun kann auch eine interessierte Öffentlichkeit und Hobby-Historiker_innen an der Geschichte Wiens mit schreiben, ergänzen und korrigieren. Create Camp am 4. Oktober
Im Anschluss an die Semantic MediaWiki-Konferenz organisieren wir im Raum D im Museumsquartier ein Create Camp zu Semantic MediaWiki. Um mitzumachen, muss man aber kein erfahrener erfahrener Hacker sein, auch Verbesserungen an der Dokumentation oder Tests sind Teil des Programms. Die Agenda des Create Camp entsteht – wie üblich – erst zu Beginn der Veranstaltung. Dann geht es ans coden, testen, dokumentieren, bloggen, etc. Am Ende des Tages sollen einige Verbesserungen an Semantic MediaWiki und damit in Zusammenhang stehenden Projekten gelungen sein. Anmelden kann man sich zum kostenlosen Create Camp hier.

Konferenz: DNP14 – Daten Netz und Politik

- August 30, 2014 in datenschutz, dnp14, event, Featured, Konferenz, nsa, Überwachung, ubiquitous computing, unwatched, wien

Daten Netz und Politik LogoZum dritten Mal findet am 20. und 21. September die Daten Netz und Politik Konferenz in Wien statt. Das Portal unwatched.org versucht damit eine generische netzpolitische Konferenz in Österreich zu etablieren, die sich mit allen Themen rund um den Digitalen Wandel befasst. Einige der Highlights dieses Jahres umfassen ein Panel mit den neu gewählten EU Abgeordneten aller Parteien, ein sehr hochkarätig besetztes Panel zum Themenkomplex Datenschutz und Geheimdienste mit der Nataša Pric Musar, der Slowenischen Informationsfreiheits- und Datenschutzbeauftragten, Gert Polli, ehemals aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, und Christof Tschohl vom AKVorrat. Am zweiten Tag gibt es einen Schwerpunkt für Datenverarbeitung im Alltag, mit mehreren Vorträgen und einer Paneldiskussion zum Abschluss. Ingrid Brodnig erzählt über Hasspostings und welche Rolle die Anonymität beim digitalen Wutausbruch spielt und in einem eher praktischen Teil erklärt Pepi Zawodsky wie man seine eigene Kommunikation vor ungewolltem Abhören absichern kann. Positiv hervor zu heben ist für die gesamte Konferenz die Selbstverständlichkeit im Umgang mit und Präsenz von Gender und Diverity-Themen.

OK Festival 2014 – Das internationale Festival für offenes Wissen kommt nach Berlin

- June 17, 2014 in Berlin, Deutschland, Events, Konferenz, offene Daten, Offene Kultur, offenes Wissen, Open Knowledge Foundation, Termine

OKFestival Orga 2012

OKFestival Orga 2012

Die internationale Open-Community trifft sich zum Open Knowledge Festival in Berlin. Vom 15. bis 17. Juli wird in der Kulturbrauerei gelernt, gehackt, gemacht, diskutiert, erkundet und gefeiert. Offenes Wissen, offene Daten, offene Politik und eine offene Gesellschaft – dafür setzen sich Gruppen und Initiativen von Argentinien über Südafrika bis Japan ein. Sie alle treffen sich einmal jährlich, diesmal in Berlin.

Neben Keynotes, von renommierten Persönlichkeiten wie Neelie Kroes, der EU-Kommissarin für digitale Agenda, reicht das Programm von Themen wie dem verantwortungsbewussten Umgang mit offenen Daten über Talks und Workshops zu Tools und Themen der Community bis hin zu künstlerischen Themen wie der Produktion von Nahrungsmitteln aus Daten. Das Festival verspricht so groß und vielfältig zu werden wie noch nie.

Mit dem unFestival gibt es außerdem noch die Möglichkeit im Barcamp-Style eigene Ideen einzubringen.

Am Rande des OKFestivals gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, wie der Hands-on Konferenz csv,conf zum Hacken, Coden und Daten Visualisieren. Die Reise nach Berlin lohnt sich!

Weitere Infos gibt es auf der englischen Website, Twitter: @OKFestival und Facebook. Tickets gibt es noch auf der Website.

OKFestival 2014 – erstes Vorbereitungstreffen am 21. November

- November 12, 2013 in Berlin, community, Europe, Events, Featured, Konferenz, offenes Wissen, OKF Deutschland, OKFest, Open Knowledge Foundation

Knapp ein Jahr ist es her, dass sich Mitglieder und Freunde des Netzwerks der Open Knowledge Foundation zum großen Open Knowledge Festival (OKFestival) in Helsinki getroffen haben. Mehr als 1000 Besucher aus 50 Ländern trafen sich damals, um mit Referenten wie Hans Rosling über den Wert offener Daten in der Wissenschaft zu diskutieren, gemeinsam das erste “Open Book” zu entwerfen und neue Projekte zu beginnen. (Mehr Videos und Berichte) Das OKFestival fand 2012 zum ersten Mal statt und ist das größte Festival rund um das Thema offenes Wissen und offene Daten. Get ready! Weil das OKFestival nur alle zwei Jahre stattfindet, freuten wir uns sehr, einige von euch bei der OKCon in Genf wiederzusehen. Die Begeisterung wurde noch größer, als wir dort erfuhren, dass das nächste Open Knowledge Festival 2014 in Berlin stattfinden wird. Der Termin (15.-18. Juli) steht bereits fest und bald können wir auch die Location verraten. Ganz in der Tradition von Helsinki 2012 soll auch das OKFestival in Berlin von euch Open*-Aktivisten gestaltet und organisiert werden. Unzählige Satelliten-Events sollen auch kleinen Arbeitsgruppen und Spezialisten Raum zum Austausch und Kennenlernen geben. Ziel ist es, die ganze Veranstaltung so international, partizipatorisch und inklusiv wie möglich zu gestalten. Was wir uns darunter vorstellen, könnt ihr hier nachlesen. Um frühzeitig mit der Organisation und Vernetzung zu beginnen, laden wir euch zum ersten offenen Vorbereitungstreffen am 21. November in den Supermarkt ein. Um 19 Uhr geht es in der Brunnenstr. 64 (13355 Berlin) los. Nach einer kurzen Einstimmung, wir haben einige von euch eingeladen kurz zu erzählen, was sie antreibt sich für offenes Wissen zu engagieren, wollen wir uns darüber unterhalten, wie wir das OKFestival gemeinsam gestalten können und welche Themen euch wichtig sind. Kommt vorbei und bringt euch ein!   21. November, 19 Uhr Supermarkt (Brunnenstr. 64, 13355 Berlin) Anmeldung und aktuelle Informationen.   Weitere Informationen zum OKFestival 2014 gibt es hier: 2014.okfestival.org Folgt dem OKFestival auf Facebook und twitter!  

Open Development Camp 2013, 7-8 November, Amsterdam

- October 24, 2013 in community, Konferenz, offene Daten, OKF Deutschland, Open Aid, Open Data

banner_odc Am 7. und 8. November findet in Amsterdam das dritte Open Development Camp statt. Anknüpfend an den Erfolg der Open Development Camps in 2011 und 2012 möchten die Organisatoren in diesem Jahr ein breiteres Spektrum des Open Knowledge Movements (unterschiedliche Domains) zusammenbringen um gemeinsam die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit mitzubestimmen. In Camp 2013 dreht sich alles um die drei Bereiche
  • Open Data for Development
  • Open Organizations for Development
  • Open Tools for Development
Das Camp wird sich zudem explizit mit der generellen Frage des Entwicklungsbegriffs befassen und die potentielle Rolle von Open Development für eine Neugestaltung konventioneller geographischer und ökonomischer Spaltung diskutieren. Das Program sieht vielversprechend aus und ist hier zu finden. Das Ticket für die zweitägige Veranstaltung kostet 75 Euro. Anmelden könnt ihr euch hier. Im Namen der Organisatoren möchte ich Euch daher alle ganz herzlich zum Open Development Camp 2013 in Amsterdam einladen!  

Aktivitäten und Projekte im September 2013

- October 9, 2013 in Deutschland, Featured, Hackday, Informationsfreiheit, Konferenz, Newsletter, OKCon, OKF Deutschland, Open Access, Open Knowledge Foundation

Monatlicher Bericht über Aktivitäten und Projekte der Open Knowledge Foundation Deutschland.

Die fröhlichen Gesichter von “Jugend hackt” (CC-BY)

Rückblick in den September Für einen detaillierten und persönlichen Rückblick auf die Open Knowledge Conference in Genf hat unser Team einen gemeinsamen Blogpost geschrieben. Die schönste Veranstaltung im September war “Jugend hackt”, der erste Open Data-Hackday für 12- bis 18-jährige Jugendliche aus ganz Deutschland. Wir können euch das Video und die entstandenen Projekte nur wärmstens ans Herz legen. Wer über die nächste Jugend hackt-Veranstaltung auf dem Laufenden bleiben möchte, trage sich in diesen Verteiler ein.   21. Bust FragdenStaat.de Am 28. September war der International Right to Know Day. Er erinnerte uns alle daran, dass wir das Recht auf Akteneinsicht haben – doch wir müssen es auch wahrnehmen! Wie und wofür das Informationsfreiheitsgesetz genutzt werden kann, zeigen wir euch auf unserem Seminar am 16.10. Meldet euch schnell an! FragdenStaat.de kann bisher nicht in allen Bundesländern genutzt werden. Das möchten wir ändern. Helft uns dabei, Adressen von weiteren Behörden der fehlenden Länder zu sammeln. Gern könnt ihr auch euren Freunden erzählen, wie sie www.FragdenStaat.de nutzen können.   21. Bust Wahl.Daten.Helfer. Die Wahlen waren das bestimmende Thema im September – Grund genug uns die dazugehörigen Daten und ihre Zugänglichkeit anzusehen. Wahlergebnisse bilden die Grundlage der nächsten Regierung und vieler bunter Darstellungen. Bisher waren detaillierte Wahlergebnisse selten als offener Datensatz zu finden. Um das zu ändern und auf Veranstaltungen mit verfügbaren Wahldaten zu arbeiten gründeten wir mit Kölner Freunden die Aktion “Wahl.Daten.Helfer.“. Auf unserem Blog findet ihr einen Überblick über die Resultate und Fotos von den Veranstaltungen. Im Nerdhub Magazin gab es einen kurzen Bericht.   21. Bust Was wird spannend? Die Geodaten von Berlin werden Schritt für Schritt freier und Anfang nächsten Jahres wird es einen Hackday zu offenen Geodaten geben. Wir werden Termin und Ort rechtzeitig bekannt geben. Wir arbeiten fleißig am Programm für die Konferenz “Zugang gestalten!” und werden bald die Sprecher vorstellen! Kostenlos anmelden, könnt ihr euch aber schon jetzt. Außerdem findet am 18./19. November der Internationale Open Data Dialog statt. Unter dem diesjährigen Motto “THINK OPEN, THINK BUSINESS” wird ein Blick in die Zukunft gewagt und das Potential von Open Data für Unternehmen erkundet. Der wichtigste Termin des nächsten Jahres wird das Open Knowledge Festival. Dem weltweit größten Festival rund um offenes Wissen. Wir haben das unbeschreibliche Glück euch mitteilen zu können, dass ihr diesmal nicht weit fahren müsst, es wird vom 15. bis 18. Juli in Berlin stattfinden!   3sat-Beitrag “Was ist Open Data”   Schon gesehen? Als open culture Enthusiasten sind wir Unterzeichner des Berliner Appells zum Erhalt des digitalen Kulturerbes! Unterzeichnet mit! Noch vor der Wahl besuchte uns das 3sat-Magazin “nano” in unsem Büro und erstellte einen schönen Erklärbär-Beitrag zu “Was ist Open Data?”. Die Autofahrer unter euch werden von der neuen amtlichen Meldestelle für Benzinpreise gehört haben. Noch sind deren Daten nicht frei verfügbar. Zwei Open Data Aktivisten wollen das ändern. Wir sind gespannt ob es klappt. Ihr interessiert euch für Open Access? Christian Heise hat nach den OA Tagen 2013 zehn Punkte gesammelt, die für die weitere Entwicklung des Themas wichtig werden.  

Open Knowledge Conference 2013 – Rückblick

- October 9, 2013 in community, Europe, Events, Featured, Konferenz, OKCon, OKF Deutschland, Open Data, Open Knowledge Foundation, Open Science, open-government, Termine

Die Open Knowledge Conference 2013 ist vorbei. Vom 16. bis zum 18. September haben wir vom Team der Open Knowledge Foundation Deutschland in Genf Experten, Designer, Forscher, Mitarbeiter von Behörden und internationalen Organisationen, Startup-Gründer und Mitgliedern der Open Knowledge Foundation aus aller Welt getroffen. Themen der Konferenz waren neue Entwicklungen u.a. rund um Open Data, Open Science, Open Aid und Open Government. OKConBanner Das Programm war voll mit spannenden Sessions und bekannten Referenten wie Ellen Miller (Sunlight Foundation), Jay Naidoo (Global Alliance for Improved Nutrition) und Chris Taggart (Open Corporates). Für einen guten Überblick über alle Workshops, Arbeitsgruppen und Vorträge können wir das Archiv des Liveblogs und die die Dokumentation der Conference auf eventifier empfehlen. Bilder und weitere Berichte gibt es auf dem Blog der Open Knowledge Foundation. Durch die Breite und Vielfalt der Veranstaltungen war es sehr schwer einen Überblick über die einzelnen Sessions der Conference zu behalten. Wir haben deswegen hier die Erlebnisse unseres Teams kurz gesammelt: Claudia Schwegmann Meine Highlights waren ganz klar die beiden leidenschaftlichen Keynotes von Jay Naidoo und Rakesh Rajani. Jay Naidoo aus Südafrika sprach über seine Erfahrungen in mehreren Jahrzehnten als Aktivist für Arbeiterrechte und gegen Apartheid und forderte die OKCON Teilnehmer auf, eine Revolution der Ethik zu starten. Hacker und Open Data-Aktivisten müssen ihre Fähigkeiten und Werkzeuge nutzen, Gerechtigkeit und Ethik voranzutreiben.     Die Keynote von Rakesh Rajani von Twaweza aus Tanzania ging in eine ähnliche Richtung. Rakesh Rajani ist im Leitungskomittee der Open Government Partnership und seit vielen Jahren aktiv, um Transparenz und Rechenschaftslegung in Tanzania voranzutreiben. Auch er mahnte die OKCon Teilnehmer, das Ziel sozialer Gerechtigkeit im Blick zu behalten und Open Data, Visualisierungen, etc. nur als Werkzeuge zu verstehen. Um das Ziel zu erreichen, so Rakesh, ist es manchmal auch sinnvoll unperfekte Transparenz und unperfekte Open Data Initiativen zu akzeptieren und mit politischen Entscheidungsträgern kooperativ zusammen zu arbeiten.     Ein drittes Highlight aus meiner Sicht war die Vorstellung einer phantastischen Plattform von Transparency International in Georgien, auf der die Vergabe öffentlicher Aufträge komplett transparent gemacht wird. So können öffentliche Aufträgel mit Parteispenden oder Familienmitgliedern von Politikern verknüpft werden. Wunderbar. Neben diesen punktuellen Highlights war aber auch die Konferenz insgesamt ein tolles Erlebnis. Der Austausch mit Aktivisten und Weltverbesserern aus allen Teilen der Erde ist eine Vitaminkur für die manchmal mühsame Arbeit für offene Daten in Deutschland.   Helene Hahn Neben den zahlreichen spannenden Talks der OKCon habe ich mit viel Begeisterung die Sessions im Bereich open culture und openGLAM verfolgt. Gut gelungen finde ich dabei den Mix zwischen dem partizipativen Format des openGLAM Workshops am Montag, bei dem es darum ging, einen Aktionsplan für openGLAM-Aktivitäten für die Schweiz zu entwickeln, und den Talks zum Thema “Building a Cultural Commons”. An dieser Stelle möchte ich auf den Vortrag von Anna Gold von der California Polytechnic University verweisen, die über das Verhältnis zwischen Bibliotheken und open culture referiert hat.   Demnach sollten Bibliotheken weit über den Austausch von institutionell erzeugten Daten hinaus ein starkes System für offene Kultur bilden (multicommons). Dieser Ansatz lässt sich auch auf andere Gedächtnisinstitutionen gut übertragen. Marcus Dapp Ich war sehr beeindruckt von der Anzahl und Internationalittät der Teilnehmer. Die Organisatoren haben es geschafft, einen tollen MIx zwischen eindrücklichen speakers und hands-on workshops unter einen Hut zu kriegen. Besonders eindrücklich fand ich, wie Ellen Miller (CEO Sunlight Foundation) selbstkritisch dem Publikum ins Gewissen geredet hat, dass wir nicht immer nur die “liebe Community” sein sollten, denn ohne Druck werden wir über einen gewissen Punkt nicht hinauskommen.     Dazu passte auch, dass im Panel “Herausforderungen von Open Data” am Tag vor der Konferenz schon über 50 Interessierte dabei waren. Ebenso eindrücklich war, was für voraus denkende Leute in der britischen Verwaltung arbeiten – unbedingt Paul Maltby anschauen. Insgesamt ein tolles Event, grosses Dankeschön an alle OrganisatorInnen!   Martin Koll Für mich war auf der OKCon besonders der Open Science Vortrag von John Ellies vom CERN über die Suche nach dem Higgs Bosom spannend und unterhaltsam. Weiter habe ich mich sehr über die Ergebnisse des Law-Hackathon gefreut. Dort wurde u.a. einer Suche für Gesetzestexte und der “Open-this-Data-Button” entwickelt. Ich kann mich meiner Kollegin Marieke Guy nur anschließen und sagen, es war ein tolles Erlebnis und sicher nicht meine letzte OKCon! OKCon 2013   Wir hoffen ihr findet Zeit einige der spannenden Sessions anzuschauen und besucht mit uns gemeinsam die nächste OKCon.   Das nächste große Ereignis der Open Knowledge Foundation ist das Open Knowledge Festival 2014, welches wir liebevoll OKFest nennen. Lange mussten wir uns als Deutscher Teil des Netzwerk zurückhalten vor Freude nicht heraus zu posaunen, dass das OKFest 2014 vom 15. bis 18 Juli in Berlin stattfinden wird! Neben tausenden schönen Veranstaltungen werden wir dort den 10. Geburtstag des Open Knowledge Foundation feiern. Das wir diese Party mit ausrichten dürfen, ist uns eine ganz besondere Ehre. Wir freuen uns riesig und laden natürlich euch alle ein, das Event mit uns zu gestalten. Um euch einen kleinen Vorgeschmack darauf zu geben, was euch erwartet, verlinken wir hier noch einmal auf den Bericht zum letzten OKFest in Helsinki. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass das OKFest 2014 ein wahres Fest wird!  

Rückblick: Open Access Tage 2013 in Hamburg

- October 4, 2013 in Featured, Konferenz, offenes Wissen, Open Access, Open Science

open_access_tage_hamburgGenau zwei Wochen vor der 7. internationalen Open Access Woche und knapp 10 Jahre nach der Berliner Erklärung, fanden in Hamburg die diesjährigen Open Access Tage statt. Am 1. und 2. Oktober 2013 kamen die Vertreter der deutschsprachigen Open Access Community zusammen, um über die aktuellen Entwicklungen hin zur Öffnung des Zugangs auf wissenschaftliche Publikationen zu sprechen. Die Diskussionen und der Austausch beschäftigte sich dabei größtenteils mit den institutionellen Herausforderungen für Bibliotheken, Rechenzentren, Rechts- und IT-Fachabteilungen. Folgende 10 Punkte habe ich von der Veranstaltung mitgenommen. Sie sind in meinen Augen wichtig für die weitere Entwicklung von Open Access in Deutschland:
  1. Die Verschmelzung von Forschungs(förderungs)informationssystemen und Open Access Repositorien kann einen wichtiger Treiber für die Öffnung von Wissenschaft und Forschung (und damit auch Open Access) und zukünftig eine Interessante Quelle für Open (Science) Data Projekte sein. Einfache Bedienbarkeit durch die Universitätsmitarbeiter und die Sicherung der Qualität der Daten stellt dabei eine große Herausforderung dar.
  2. Die Wissenschaftsförderungsinstitutionen sollten Wissenschaftler und Forschungsinstitutionen im Rahmen Ihrer Förderrichtlinien stärker zu Open Access verpflichten und auch zur Verbreitung der Ideale von Open Access beitragen. Leider wird die größte deutsche Wissenschaftsförderungsinstitutionen, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), voraussichtlich nicht kurzfristig in der Lage sein, solch eine Richtlinie zu verabschieden. Das hat laut Dr. Fournier, DFG-Programmdirektor Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme, vor allem politische und insititutionelle Gründe.
  3. Es gibt signifikante Unterschiede zwischen der Verbreitung, Erfahrung und Akzeptanz von Open Access und Selbstarchivierung zwischen den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen, die es bei der Verbreitung und Etablierung von Open Access zu berücksichtigen gilt.
  4. Die deutsche Open Access Community sollte von der Bundesregierung einen nationalen Open Access Erklärung/Plan einfordern, so geschehen in Irland.
  5. Lambert Heller vom Open Science Lab der TIB Hannover forderte dazu auf, “Cyberscientists”/Digitalisierungs-Enthusiasten in den wissenschaftlichen Institutionen, Organisationen und Entscheidungsgremien zu suchen und in die Debatte der digitalen Übertragung und der Entwicklung von Open Access Strategien aktiv mit einzubinden.
  6. Es gibt keinen Grund, dass universitäre Rechenzentren, andere IT Fachabteilungen und Bibliotheken nicht gemeinsam und miteinander an der Digitalisierung und Öffnung von wissenschaftlichen Publikationen arbeiten.
  7. Die universitären Bibliotheken der Zukunft sollten nicht nur Kosten für das offene Publizieren übernehmen (und damit einen Beitrag dazu leisten, die Wissenskommunikation zurück an die Universitäten zu holen), sie sollten auch die Erstellung und den Betrieb von Open Access Journalen und Platformen unterstützen und befördern. Darüber hinaus sollte sich die Bibliothek in diesem Zusammenhang als “Open Access” Servicedienstleister der Universität verstehen.
  8. Die meisten Universitäten haben Repositorien und die meisten Journale brauchen Plattformen und Ablageplatz für ihre Inhalte, bisher gibt es aber nur zu wenige Universitäten, die sich dafür zur Verfügung stellen. Das muss sich ändern!
  9. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen realisieren, dass sie die Rechte an Ihren Inhalten für die gemeinfreie Nutzung sichern und behalten müssen. Dabei sollte auch beachtet werden, das “Open” nicht immer gleich Open bedeutet: Alle Beteiligten müssen sich über rechtliche Aspekte der wirklichen Öffnung von Wissenschaft klarwerden, bevor sie von echter Öffnung sprechen.
  10. Studenten und junge Wissenschaftler müssen stärker und regelmäßiger mit den Idealen und Konzepten von Open Access konfrontiert werden (Beispiel). Wir brauchen mehr Aktivitäten bei der Überzeugungsarbeit und weniger Gerede: Es braucht auch mehr OA-Evangelismus bezüglich der Vorteile von Open Access mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs. Darüber hinaus müssen ältere Wissenschaftler und Forscher stärker damit konfrontiert werden, welche Schwächen das aktuelle Publikations- und Reputationssystem aufweist und welche Möglichkeiten zur Dissamination und welche alternative Metriken Open Access für sie aufweist. Die Veränderung hin zum offenen Publizieren muss aus der wissenschaftlichen Community kommen.
Die Gastgeber der Open Access Tage 2013 waren die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. Disclamer: Dieser Beitrag wurde zuerst im Blog des Hybrid Publishing Labs des Centres for Digital Cultures an der Leuphana Universität Lüneburg veröffentlicht. Er wurde aus dem Englischen übersetzt und leicht angepasst.  

Aktivitäten und Projekte im August 2013

- September 11, 2013 in Berlin, community, Featured, Hackday, Konferenz, Open GLAM, Open Knowledge Foundation, open-education, open-government

Monatlicher Bericht über Aktivitäten und Projekte der Open Knowledge Foundation Deutschland.

Tagesausflug der Open Knowledge Foundation Deutschland (CC-BY)

Rückblick in den August Mit Sekt, Grillgut und viel guter Laune haben wir eine Bootstour auf dem Müggelsee gemacht und sind dabei gehörig in Urlaubsstimmung gekommen. Zurück im Büro ging es mit unseren laufenden Projekten weiter: Für „Code for All” haben wir die Webseite überarbeitet und mit einem neuen Design versehen. Wir sind noch auf der Suche nach Partnern und Unterstützern und freuen uns über euer Interesse. Und „Jugend hackt” war ein Riesenerfolg! Erfahrt mehr über die entwickelten Projekte und den Verlauf des Wochenendes via jugendhackt.de, Twitter, Facebook und natürlich bald auch in diesem Blog.   21. Bust Wahl.Daten.Helfer. Pünktlich zur Wahl haben wir mit weiteren Initiativen die Aktion „Wahl.Daten.Helfer.” ins Leben gerufen. Wir laden Euch ein, Informationen von Wahllokalen, Kandidaten, Ergebnissen und historischen Entwicklungen neu zu interpretieren und in ungewohnter Weise darzustellen. Ihr könnt euch beteiligen, indem ihr gemeinsam mit anderen in Eurer Stadt organisiert und Ideen zum Thema umsetzt.   21. Bust Art Hack Day Wir sind überaus erfreut darüber, mit dem Team des „Art Hack Day” vom 26-28. September im LEAP Berlin gemeinsam zum Thema „Going Dark” zu hacken! Auf der Veranstaltung zeigen wir passend zum Thema kuratierte gemeinfreie Werke, die den anwesenden Künstlern und Hackern zum Remixen zur Verfügung stehen. Kommt am 28. September vorbei, um entstandene Schätze und viele andere Programmpunkte anzusehen. Anmelden könnt ihr Euch hier.   21. Bust Was wird spannend? Diesen Monat findet vom 16-18. September die OKCon, das wichtigste Event der Open Knowledge Foundation, in Genf statt. Das Ziel der Konferenz ist es, die weltweite Bewegung für freies Wissen und offene Daten zusammen zu bringen. Am Wochenende davor geht es in der Berliner Kalkscheune um freie Bildungsmaterialien bei der OER-Konferenz. Parallel dazu spricht unsere Projektleiterin Julia Kloiber auf dem „Service Experience Camp” über die Möglichkeiten von Open Government. Anfang Oktober sind in Hamburg die Open Access-Tage, und am 16. Oktober referieren der Journalist Hans-Martin Tillack und der Rechtsanwalt Dr. Christoffer Partsch bei unserem ersten „FragDenStaat.de”-Seminar. Anmelden könnt ihr Euch über info[a t]fragdenstaat.de.   21. Bust Schon gesehen? Wer wissen will, welche Parteien sich bei der Bundestagswahl 2013 für Offenheit und Transparenz einsetzen, der kann sich hier informieren. Remix-Kultur-Liebhaber aufgepasst! Unsere Freunde vom Supermarkt Berlin haben eine Ausstellung mit dem Titel „»RAMIX« Raban Ruddigkeit Remixed” eröffnet, bei der geremixte Werke des Künstlers Raban Ruddigkeit gezeigt werden. Selbst remixen könnt Ihr die historischen Gifs auf der Seite der Public Romain Review.