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Die Berliner Geodaten stehen ab sofort kostenfrei zur Verfügung

- October 4, 2013 in Behörden, Berlin, Deutschland, Geodaten, Lizenzen, offene Daten, Open Transport

Nach längeren internen Vorbereitungen teilte die Senatsverwaltung am Anfang der Woche mit, dass ab dem 1. Oktober die amtlichen Geodaten der Vermessungsverwaltung angelehnt, an die die Open-Data-Prinzipien kostenfrei abgegeben werden. Damit erlaubt der Senat uns allen die kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzung von Luftbildern, daraus abgeleiteten digitalen Orthophotos, der Informationen über Bodenrichtwerte, von topographischen Landeskartenwerken und der Liegenschaftskarten. Die online bereitgestellten Angebote können ohne Lizenzgebühren genutzt werden. Auch die offline Bereitstellung wird bis auf die Erhebung der Grenzkosten gebührenfrei. Bisher sind auf dem Geoportal der Hauptstadt noch nicht alle Inhalte auf die neuen Nutzungsbestimmungen umgestellt. Das liegt vor allem an Abstimmungsproblemen mit anderen Berliner und Brandenburger Behörden. Bei den neuen vereinfachten Nutzungsbestimungen, die die bisher üblichen individuellen Nutzungsverträge ablösen, orientiert sich die Senatsverwaltung an der „Verordnung zur Festlegung der Nutzungsbestimmungen für die Bereitstellung von Geodaten des Bundes“ kurz GeoNutzV. Dabei handelt es sich im wesentlichen um die Einräumung umfassender Nutzungsrechte mit der Verpflichtung zur Quellenangabe, also ähnlich einer einfachen Attributionslizenz, und somit im großen und ganzen open-data-freundlich ist. Die GeoNutzV ist die Umsetzung der INSPIRE Richtline, von 2007, zu der Deutschland auf Bundes wie auf Länderebene verpflichtet ist. Berlin ist das erste Bundesland, dass diesen Schritt nun auf Landesebene umsetzt. Damit übernimmt Berlin in Deutschland wieder einmal eine Vorreiterrolle im Bereich der Öffnung wichtiger Verwaltungsdaten. Die Bereitstellung der Geodaten ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Open-Data-Initative des Landes. Wir als Open Knowledge Foundation freuen uns über diese Schritt. Wir rufen nun Entwickler, Startups und Unternehmen dazu auf, die freigegebenen Karten und Informationen zu nutzen, in eigene Anwendungen einzubauen und für ein breites Publikum aufzubereiten. Erste Beispiele, wie die Seite von Dominik Moritz, die eine schnelle Übersicht über verschiedene Angebote des Kartenangebots der Stadt gibt, können nur der Anfang einer umfangreichen Nutzung des Datenpools sein. Gerade im Bereich Geodaten, können viele Interessante und nützliche Anwendungen geschaffen werden. Wie beliebt Kartenangebot sein können, zeigt das Beispiel Zürich. Auf dem Datenportal der Stadt gehören sie zu den am meisten heruntergeladenen Datenpaketen.

Aktivitäten und Projekte im Mai 2013

- June 7, 2013 in Behörden, Berlin, bundesgit, Energy, Featured, Hackday, Lizenzen, Nahverkehr, OKF Deutschland, Open Knowledge Foundation, Open Transport, open-government, Transparenz, Workshop

Monatlicher Bericht über Aktivitäten und Projekte der Open Knowledge Foundation Deutschland. Hier ist unser Bericht für Mai. Wer ihn abonnieren will, kann das hier tun.   banks-thumb Rückblick in den Mai Im Mai feierte die Open Knowledge Foundation ihren 9. Geburtstag. Spontan wurde am Gründungshaus in Cambridge eine Gedenktafel angebracht und einige Sektflaschen geleert. Entgegen unserer Vorsätze haben wir wieder viel zu viele schöne Maitage damit verbracht Überzeugungsarbeit und Lobbying zu betreiben. So argumentierten wir bei der Bund-Länder-Arbeitsgruppe und der Konferenz „Effizienter Staat“ gegen die Datenlizenz für deutsche Verwaltungsdaten. Warum wir sie und einige andere Lizenzen als Sackgassenprojekte ansehen, die im besten Fall neue Datensilos schaffen, legen wir in diesem Blogpost detailliert dar. Eine Ausnahme war #opennrw, auch wenn der NRW-Innenminister mit der Aussage „Ich finde, Open Government hat nichts damit zu tun, dem Bürger terabyteweise Daten zuzuschieben.“ uns und den hoffnungsvollen TeilnehmerInnen einen Dämpfer verpasste. Umso mehr freuen wir uns über die dort vorgestellte Kampagne für ein Transparenzgesetz in NRW, die wir natürlich unterstützen.   domenicocabinet-detail Energy hacks In wenigen Tagen ist es soweit: Am 15. Juni veranstalten wir einen Hackday zum Thema „Energie der Zukunft“. Ziel des Events ist es, die Stromversorgung der Stadt sowie den Verbrauch im eigenen Haushalt besser zu verstehen und Energie effizienter zu nutzen. Neben Anwendungen und Visualisierungen, die einen besseren Überblick über den Stromverbrauch geben, suchen wir auch Hardware Gadgets, die zum Energiesparen anregen. Auch Non-Coder sind herzlich willkommen, Ideen zu öffentlichen Installationen zum Thema Energieverbrauch zu entwickeln. Neben Hands-on-hacking wird es auch es auch Kurzvorträge sowie eine Bastelecke zum Hardwarehacken geben.  

Sonderausstellung für Blinde im Sunderland Museum

Code for All Wir freuen uns sehr darüber, ein neues Projekt ankündigen zu dürfen: Wir sind offizieller Partner von Code for America. Unter dem Titel „Code for All“ bringen wir die Verwaltung und junge technikaffine Experten zusammen. Aus der Zusammenarbeit sollen neue Lösungen für die alltäglichen Herausforderungen in der Interaktion zwischen Bürger und Verwaltung entstehen. Los geht es im September diesen Jahres mit den ersten drei Partnerstädten. Kommunen und Sponsoren, die sich für das Projekt interessieren und Projektpartner werden wollen, können uns anrufen oder sich per Mail bei uns melden. Wenn ihr über das Programm auf dem Laufenden gehalten werden wollt, tragt euch hier beim Code for All-Newsletter ein.   domenicocabinet-detail Was wird spannend? Der Juni ist vollgepackt mit Open Data-Konferenzen, die wir euch nur ans Herz legen können. Besonders spannend wird die „Interactive Cologne“, wo wir mit anderen Open Transport-Aktivisten einen Apps and the City Hack-Track durchführen. Diesmal geht es um eure Ideen, was mit den Daten der Kölner Verkehrsbetriebe gemacht werden kann. Kommt vorbei und stellt eure Projekte vor! Treffen könnt ihr uns außerdem bei den Open Data-Tagen in Aachen und Berlin, beim Berliner GovJam und dem OpenCityCamp in Ulm. Mit Freude haben wir zudem erfahren, dass der Berliner Senat sich bei seiner neuen Geodaten-Nutzungsverordnung an der GeoNutzV des Bundes orientieren will. Dadurch werden die Berliner Geodaten in Zukunft zu offenen Daten und frei nutzbar. Wir werden euch über die weitere Entwicklung informieren.   pietri_dorando- finish - 540 Schon gesehen? Fortschritte gibt es, wenn auch nur im Bereich der Transparenz, am Berliner Flughafen BER. Die Piratenfraktion hat die Seite BERwatch als Informationsseite zum Untersuchungsausschuss der Dauerbaustelle überarbeitet und noch interaktiver gestaltet. Schaut mal vorbei. Wer sich für den freien Zugang zu Gesetzen und Gerichtsurteilen interessiert, sollte sich mit den aktuellen Entwicklungen rund um die juris GmbH beschäftigen. In diesem Blogpost geben wir euch einen Überblick über die Frage, warum deren Datenbank eigentlich gemeinfrei sein sollte. Weitere Entwicklungen und aktuelle Informationen zu unseren Projekten findet ihr auf unserer Mailingliste, hier im Blog oder auf Twitter. Willst du unseren Überblick regelmäßig erhalten? Dann abonnieren unseren Newsletter hier.  

Eine Standardlizenz für Open Data in der EU?

- February 15, 2012 in COMMUNIA, Europe, LAPSI, Lizenzen, offene Daten, Open Data

Am 12. Dezember 2011 hat Neelie Kroes, Vizepräsidentin der EC hatte die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Revision der Richtlinie 2003/98/EG vorgestellt (siehe unseren Bericht dazu). Darin findet sich unter anderem ein Absatz zu Lizenzen in dem die Einführung von “Standardlizenzen” empfohlen wird. Leider bleibt unklar, was untere einer “Standardlizenz” zu verstehen sei, ausserdem ist zu befürchten, dass die ungenaue Formulierung zur Entwicklung von dutzenden “Standardlizenzen” in Europa führen wird – jedes Land seine eigene. Das dies enorme Probleme hinsichtlich der Kompatibilität führen wird ist offensichtlich. Das wurde sehr klar herausgearbeitet und kritisiert im Policy Paper (PDF) der COMMUNIA association, das ich auf den LAPSI Konferenz ende Februar in Brüssel vorgestellt habe. Siehe dazu auch den Artikel von Timothy Volmer auf dem blog.okfn.org. Wir haben angefangen ein deutsches Policy Paper zum Thema zu entwerfen, ich denke dass die wichtig ist um deutsche Behörden von der Idee abzubringen mann müsse eine Deutsche Standardlizenz für Daten des öffentlichen Sektors entwerfen. Wohin das führen kann sieht man Beispielhaft am missglückten Versuch der Geolizenzen. Wir werden das Policy Paper in den nächsten Tagen fertig stellen. Ihr seid herzlich eingeladen es zu kommentieren und zu verbessern! Nun haben spanische Open Data-Enthusiasten einen Kampagne für den Gebrauch einer Standardlizenz für Open Data in der EU gestartet, die man hier unterzeichnen kann: Aus der Übersetzung der Kampagne:
Support the establishment of a common European OpenData license within the review of the Public Sector Information re-use Directive Recently, the European Commission initiated the process of revision of the European Directive on Re-use of Public Sector Information. One of its main objectives is to provide a general authorisation to re-use to citizens and businesses who want to make use of public sector information for the creation of new services, generating economic activity and enhancing the transparency. The European Commission proposal of a revised Directive is certainly bold and extends the current framework. However, it has not defined a common European OpenData license which should by applicable to all European Public Administrations. The creation of a single public information re-use space in Europe requires much more, it requires a common European OpenData license applicable to all data generated by European public administrations. This is possible. Royal Decree 1495/2011, approved by the Government of Spain, provides an example of how a simple legal notice serves as an open data license applicable in the state public sector – this sets an easy to follow roadmap for implementation in Europe. First, define a European OpenData license compatible with the principles of information re-use without further conditions. Second, set a transitional period after which the license is associated with all information generated by the public sector in the European Union. Third, provide for the compulsory publication of such license in all public administration websites giving legal certainty to all European infomediary entrepreneurs and citizens wishing to make use of the information. Right now the European Commission and Member States are developing the new directive, it is time that WE the OpenData community get our voice heard in Europe. We ask the European Commission and the European Parliament to include a common European OpenData license and a clear deadline for adoption by all Member States in the revised Directive.

We cannot miss this golden opportunity in tapping the new gold of public sector information!

Die Open Data Strategie der Europäischen Kommission

- December 12, 2011 in Europe, Lizenzen, offene Daten, Open Data, open-government, PSI

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der EC und zuständig für die Digital Agenda hat am Montag, den 12. Dezember 2011 die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Revision der Richtlinie 2003/98/EG, das sogenannte “Open Data Package” vorgestellt. Ebenfalls wurden heute die Ergebnisse einer lange erwartete POPSIS Studie zu Preismodellen für Daten des öffentlichen Sektors veröffentlicht. Hier ist die Videoübertragung und Transcript der Rede von Frau Kroes und hier Kontext und Links zu den Studien auf der Webseite der Kommission:

Public sector information (PSI) is the single largest source of information in Europe. It is produced and collected by public bodies and includes digital maps, meteorological, legal, traffic, financial, economic and other data. Most of this raw data could be re-used or integrated into new products and services, which we use on a daily basis, such as car navigation systems, weather forecasts, financial and insurance services.

Re-use of public sector information means using it in new ways by adding value to it, combining information from different sources, making mash-ups and new applications, both for commercial and non-commercial purposes. Public sector information has great economic potential. According to a survey on existing findings on the economic impact of public sector information conducted by the European Commission in 2011 (Vickery study) the overall direct and indirect economic gains are estimated at €140bn throughout the EU. Increase in the re-use of PSI generates new businesses and jobs and provides consumers with more choice and more value for money.

In 2003, the EU adopted the Directive on the re-use of public sector information (PSI Directive). It has introduced a common legislative framework regulating how public sector bodies should make their information available for re-use in order to remove barriers such as discriminatory practices, monopoly markets and a lack of transparency.

In December 2011, the Commission presented an Open Data Package consisting of :

The draft proposal for a revision of the Directive proposes to further open up the market for services based on public-sector information, by

  • including new bodies in the scope of application of the Directive such as libraries (including university libraries), museums and archives;
  • limiting the fees that can be charged by the public authorities at the marginal costs as a rule;
  • introducing independent oversight over re-use rules in the Member States;
  • making machine-readable formats for information held by public authorities the norm.

The draft Directive will now be discussed by the Union legislator composed of the European Parliament and the Council.

More information on the proposed revision of the Directive can be found here. In preparation for the revision of the Directive, the Commission has commissioned the following studies and made an impact assessment:

Impact Assessment accompanying the proposal for Directive amending Directive 2003/98/EC on the re-use of public sector information

Siehe dazu auch den Artikel von Jonathan Grey in Guardian Datablog: Opening Europe’s Data