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Kurz vor dem G7 Summit in Deutschland: Report kritisiert deutsche Implementierung von G8 (G7) Open Data Charter

- March 18, 2015 in Deutschland, Featured, G8 Open Data Charter, offene Daten, OGP, Open Data Charter

g8-open-dataIm Juni 2013 unterzeichneten die G8-Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, die “Open Data Charter“. Die Unterzeichnerländer verpflichten sich damit unter anderem Haushaltsdaten, Unternehmensregister und andere Regierungsinformationen öffentlich zugänglich zu machen und sich gänzlich zur Offenheit zu bekennen, auch um “Transparenz und Innovation” zu fördern (unsere Empfehlungen aus 2014). Eine Implementierung der Prinzipien für offene Daten in die Politik der G8-Staaten sowie deren technischer Implikationen sollte bis 2015 abgeschlossen sein. Das Center for Data Innovation, ein gemeinnütziges Forschungsinstitut, hat heute in einen Report veröffentlicht, in dem die Bemühungen der einzelnen Staaten im Rahmen der Charter bewertet werden. Die Forscher sehen bei der Umsetzung der Charter in den G7-Staaten erhebliche Unterschiede. Während alle anderen G7-Länder Fortschritte verzeichnen können, liegt Deutschland abgeschlagen auf dem letzten Platz der G7-Staaten (Russland nicht mit eingenommen). Das vernichtende Urteil:
Overall, Germany has performed relatively weakly on its commitments to the Open Data Charter. While Germany has made commitments to involve civil society groups and the developer community in its open data efforts, and offered a detailed release schedule for key data sets, the country’s commitments in the areas of openness by default and usability have been sorely lacking. In addition, Germany delayed releasing its action plan by nine months, and it was the last of the G8 countries to submit a plan. Coupled with the current German government’s staunch refusal to join the Open Government Partnership, these facts call into question how seriously Germany is taking its Open Data Charter commitments.
Was der Report aber unterschätzt: Es passiert etwas in Deutschland, so sind das kürzlich gestartete Public Community Partnership und die heute gelaunchte Beteiligungsplattform zum Open Data Aktionsplan erste positive Schritte. Aber es fehlt weiterhin an politischen Commitment und Ressourcen für das Thema. Dennoch ist das schlechte Abschneiden auch deshalb sehr brisant, weil Deutschland in diesem Jahr den G7-Vorsitz inne hat und im Juni den Gipfel ausrichtet. Ein möglicher Ausweg wäre sicher endlich den Beitrittsprozess zur OGP zu starten – um sich nicht ganz zu blamieren, am Besten auf dem G7-Summit im Juni 2015. Bitte helft die Open Data Charter in Deutschland doch noch zum Erfolg und beteiligt euch mit Vorschlägen unter http://open-data-aktionsplan.de. Disclamer: Dieser Artikel ist in leicht veränderter Form zuerst auf der Webseite des Arbeitskreis für einen Beitritt Deutschlands zur OGP erschienen.

Den Open Government Data Aktionsplan mitgestalten!

- March 17, 2015 in Beteiligung, Deutschland, Featured, G8 Open Data Charter, offene Daten

Screen Shot 2015-03-17 at 22.37.36 OK, OK, dies ist vielleicht nicht das aller strahlendste Musterbeispiel für die Gestaltung wirklich offener inklusiver Prozesse, aber immerhin: Das Bundesministerium des Inneren hat mit Hilfe von D21 eine Platform aufgesetzt, um Meinungen und Feedback unterschiedlicher Stakeholder zur Umsetzung des Na­tio­na­len Ak­ti­ons­plans der Bundesregierung zur Um­set­zung der G8 Open-Da­ta-Char­ta einzuholen. Bis zum 03.04.2015 sind wir also alle aufgefordert hier sinnvolle Vorschläge zu machen und andere Vorschläge zu bewerten, wir rufen dazu auf sich hier aktiv zu beteiligen! Bitte mitmachen! www.open-data-aktionsplan.de

Umsetzung der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) in Deutschland

- March 6, 2015 in Deutschland, EITI, Featured, offene Daten, OKF Deutschland, Transparenz

Screen Shot 2015-03-06 at 17.58.44 Die Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) ist eine internationale freiwillige Initiative zur Förderung der Transparenz von Einnahmen und Ausgaben im Rohstoffsektor. Die Bundesregierung plant dieser Initiative beizutreten und hat durch das BMWi die GIZ zur Unterstützung beauftragt. Die GIZ hat hierbei die Rolle das deutsche EITI Sekretariat im Auftrag des BMWi aufzubauen und zu leiten. Das nationale EITI Sekretariat ist grundsätzlich unabhängig und agiert als koordinierende Hand für den Umsetzungsprozess sowie neutraler Unterstützer der drei Interessengruppen (Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Bundesregierung). Nach der offiziellen Auftaktveranstaltung der EITI-Umsetzung in Deutschland (D-EITI), dem D-EITI-Transparenzgipfel, am 26. November 2014 in Berlin, findet nun am kommenden Dienstag, 10. März 2015 die konstituierende 1. Sitzung der Multi-Stakeholder-Gruppe (MGS) statt, die gemeinsam die Umsetzung der EITI in Deutschland begleiten soll. Zu den Aufgaben der MSG gehört zum einen Umfang und Detaillierungsgrad für D-EITI in einem Arbeitsplan zu definieren, Fortschritte und Hindernisse bei der Umsetzung in einem jährlichen Bericht zu dokumentieren, sowie eine öffentliche und offene Debatte anzuregen um daraus Vorschläge zur Verbesserung des Prozesses, sowie zur Ausweitung des Detaillierungsgrads und des Umfangs der EITI-Berichterstattung ableiten. Die Open Knowledge Foundation Deutschland wird an der konstituierende 1. Sitzung der MSG teilnehmen. Im folgenden haben wir unsere Ziele und unseren Handlungsansatz im D-EITI Prozesses zusammengefasst:
  • Den D-EITI Prozess transparent, offen und inklusiv zu gestalten und dafür zu sorgen, dass eine breite Öffentlichkeit umfangreich über Ziele und Umsetzung informiert ist. Aufbau einer kritischen Masse in der Zivilgesellschaft zur Unterstützung der Umsetzung von EITI in Deutschland.
  • Einen Dialog mit offenem Ausgang ermöglichen, in welchem Stakeholder und Öffentlichkeit den Fortschritt der Umsetzung auswerten und daraus Vorschläge zur Verbesserung des Prozesses sowie zur Ausweitung des Detaillierungsgrads und des Umfangs der EITI-Berichterstattung ableiten.
  • Kapazitäten aufbauen, um das Bewusstsein für den Prozess zu stärken, ein besseres Verständnis der Informationen und Daten aus den Berichten zu fördern und die Nutzung der Informationen durch Bürger, die Medien und andere voranzutreiben. Aufbau von Fachexpertise innerhalb der Zivilgesellschaft zu EITI relevanten Themen.
  • EITI-Berichte und Daten nach den Prinzipen Offener Daten in maschinenlesbaren Formaten und unter offenen Lizenzen veröffentlichen. Strukturierte und standardisierte Metadaten zu Verträgen und Dokumenten, die an sich nicht maschienenlesbar sind, verfügbar machen.
  • Erweiterung des Detaillierungsgrads und des Umfangs der EITI-Berichterstattung, um EITI Daten, Verträge und Lizenzen mit anderen relevanten Datensätzen zu verknüpfen und somit Kontexte herzustellen und die D-EITI Berichte verständlich und für die Öffentlichkeit relevant zu machen.
Daraus ergeben sich folgende konkrete Ziele:
  • Das Handelsregister / Unternemensregister nach den Prinzipien Offener Daten öffentlich und kostenlos für die Gesamtgesellschaft zugänglich machen, inklusive Details zu den wirtschaftlichen Eigentümern und Investorenbeziehungen. Hier könnten die im D-EITI erfassten Unternehmen vorausschreiten und ihre Unternehmensdaten freigeben, was die CSR und Vorreiterrolle der Unternehmen in Sachen Transparenz unterstützt.
  • Umfassende und detaillierte Informationen zu Vergaben, Lizenzen, Verträgen und Subventionen sowie zu Staatseinnahmen und Staatsbeteiligungen nach den Prinzipien Offener Daten öffentlich und kostenlos zugänglich machen. Erweiterung des EITI Berichts um Best Practice bei der Transparenz zu Auftragsvergabe, Verträge und Lizenzen: Der Staat veröffentlicht alle Verträge und Lizenzen nach dem Open Contracting Standard.
  • Erweiterung des EITI Berichts zu den Auswirkungen extraktiver Industrien auf Umwelt und Menschenrechten – z.B. durch Veröffentlichung von umfassenden Folgeabschätzungen bei der Vergabe staatlicher Kredite.
  • EITI Daten nicht nur in Berichten (PDF) vergraben (aktueller Stand), sondern a) übersichtlich dargestellt und b) mit Kontextinfos (Open Contracts, Unternehmensregister, Umwelt-und Sozialverträglichkeitsanalysen) anreichern. Schaffung eines umfangreichen Registers, in dem EITI Daten zusammen mit Unternehmensdaten, Vergaben, Lizenzen, Verträgen und Subventionen sowie zu Staatseinnahmen und Staatsbeteiligungen nach den Prinzipien Offener Daten öffentlich veröffentlicht werden.
  • Umfassende Berichte über Aktivitäten und Einnahmen Deutscher Unternehmen der extraktiven Industrien im Ausland. Aktive und regelmäßige Einbeziehung von weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren, die von der Öffnung von Informationen und Daten profitieren könnten, sowie die Verknüpfung mit weiteren Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich Transparenz und Rechenschaftspflicht (z.B. Freedom Online Coalition oder G7 Open Data Charter).

Was ist EITI und wie funktioniert es?

Die rohstoffgewinnenden Unternehmen legen ihre Zahlungen an staatliche Stellen offen und die Regierungen ihre Einnahmen aus dem Rohstoffsektor. Diese Finanzströme werden miteinander abgeglichen. Der Gesamtprozess wird unabhängig überprüft. transparenz11 Über die Gestaltung und Einhaltung der Transparenzvorgaben der EITI für den rohstoffgewinnenden Sektor entscheiden Multi-Stakeholder-Gruppen (MSG). Bei den MSG handelt es sich um Gremien der Interessenvertretungen aus Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Dadurch wird die Rechenschaftspflicht auf breite Basis gestellt. Es gibt einen internationalen EITI-Vorstand der ebenfalls mit Vertretern von Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft besetzt ist. Jedes EITI-umsetzende Land muss für die effektive Aufsicht der nationalen Umsetzung der EITI eine nationale MSG einrichten. Rechenschaftspflicht Der EITI-Standard sieht neben der Veröffentlichung von Zahlungen und Einnahmen auch eine umfassende Transparenz über andere Aspekte der Rohstoffgewinnung vor. Hierzu gehören Lizenzvergaben und Rahmenbedingungen der Rohstoffgewinnung. Zusätzlich kann national vorgegeben werden, die Eigentümerstrukturen der Rohstoffunternehmen oder die Verträge offenzulegen. eiti_standard

3. Internationale Open Data Konferenz – 28. – 29. Mai 2015 in Ottawa, Kanada

- February 18, 2015 in Featured, Konferenz, offene Daten, Open Data, open-government

image001 Mitmachen und das Programm gestalten! Die 3. Internationale Open Data Konferenz (IODC) wird am 28. und 29. Mai 2015 in Ottawa stattfinden. Die Konferenz bringt Experten aus der ganzen Welt zusammen, um eine Bestandsaufnahme sowie eine Aussicht auf die rasche Entwicklung der globalen Open Data Community zu geben. Die Veranstalter laden dazu ein, das Programm mitzugestalten. Die globale offene Open Data Bewegung ist seit der 2. Internationalen Open Government Data Konferenz in Washington im Jahr 2012 weiter gewachsen. Es ist Zeit, die Koordinierung zwischen Initiativen auf verschiedenen Regierungsebenen, zu unterschiedlichen Themen, Regionen und Sektoren zu stärken. Zur Unterstützung der Konferenz-Agenda rufen die Veranstalter in einer globalen Offenen Aufforderung dazu auf, Programminhalte beizusteuern. Dieser „Open Call“ wist noch bis 20. Februar 2015 offen. Also nichts wie los. Mitmachen! Weitere Informationen findet ihr auf der Website: OpenDataCon.org. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Hier gehts zur Registrierung.

International Open Data Day am 21. Februar

- February 18, 2015 in offene Daten

Der Open Data Day jährt sich zum fünften Mal mit zahlreichen Events rund um den Globus – seid dabei!

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Die Initiative wurde 2010 gestartet und ruft seitdem jedes Jahr die internationale Open-Data-Community dazu auf, dezentrale Events in ihren Städten zu organisieren. Über 100 Events in über 50 Länder finden am 21. Februar statt und sind offen für Alle. Auf Hackdays, Workshops und Info-Veranstaltungen wird gemeinsam an Projekten gearbeitet, das Thema Open Data sichtbarer gemacht und der Austausch aktiv gesucht. Auch die Zusammenarbeit mit Städten, Vereinen, Museen und anderen Institutionen, die Daten beisteuern können, ist ein Ziel des Open Data Days.

In Deutschland finden 12 Veranstaltungen statt, einen Großteil davon veranstalten die OK Labs von Code for Germany, einem Programm der Open Knowledge Foundation. Leipzig, Münster, München, Köln, Heilbronn (in Mannheim) und Ulm machen mit, in Berlin wird mit correct!v gemeinsam ein Event gehostet. In Frankfurt, Jena, Magdeburg und Karlsruhe werden darüber hinaus gleich noch neue OK Labs gelauncht. Die Übersicht über die Veranstaltungen, mehr Infos und Links zur Anmeldung gibt es auf der deutschen Seite des Open Data Days.

Von letztem Jahr gibt es ein Hackdash mit einer Menge toller Ideen, Visualisierungen, Prototypen und Anwendungen und ein Video des Open Data Days in Berlin. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse von diesem Jahr!

Es sind alle Interessierten herzlich dazu eingeladen, ein Event in ihrer Nähe zu besuchen. Kein Event in deiner Stadt? Dann starte selber eins! Mehr Infos dazu, wie das geht, gibt es hier.

Code for München launcht „München Transparent”

- January 28, 2015 in offene Daten, Open Knowledge Foundation, Transparenz

Nachdem letzte Woche politik-bei-uns.de das Licht der Welt erblickt hat, geht heute das Projekt „München Transparent“ an den Start, welches in dem Münchener OK Lab unseres Code for Germany Projektes entstand. Die unabhängige Plattform ermöglicht es Münchener BürgerInnen, schnell und einfach Einblicke in die Kommunalpolitik zu bekommen, indem normalerweise nur schwer zugängliche Daten aus dem Münchener Ratsinformationssystem übersichtlich und ansprechend aufbereitet werden. Screen Shot 2015-01-27 at 11.09.49 Insgesamt über 160.000 gescannte Dokumente umfasst die Datenbank derzeit, von Stadtratsanträgen über Beschlussvorlagen bis hin zum täglich erscheinenden Rathaus-Magazin „Rathausumschau“. So lässt sich erfahren, was eigentlich der Münchner Stadtrat gerade macht und welche Themen in den lokalen Stadtteilparlamenten oder den Bezirksausschüssen anstehen. „München Transparent“ will jedoch nicht nur reine Daten liefern, sondern auch die Abläufe der Stadtpolitik erklären. Aus diesem Grund gibt es neben einem ausführlichen Glossar über wichtige Konzepte der Kommunalpolitik auch eine grundlegende Erklärung, welche Wege Stadtratsinitiativen nehmen, bevor sie schließlich zu konkreter Politik werden – um so das bekannte „Warum dauert das so lange?“ zumindest teilweise zu erklären. Dieser Bereich wird in Bälde noch ausgebaut. Neben einem RSS-Feed und einer Kalenderanbindung haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich per per E-Mail benachrichtigen lassen, sobald es neue Dokumente gibt, die gewählten Suchkriterien entsprechen. Außerdem bietet die Seite Informationen über die gewählten Stadträtinnen und Stadträte, die Mitglieder der Bezirksausschüsse, Termine, Tagesordnungen und Protokolle von Sitzungen sowie eine Liste der Satzungen, die für die Stadt München gelten. Die Software hinter „München Transparent“ ist Open Source (den Quellcode gibt es auf GitHub) und wurde von Tobias Hößl, Bernd Oswald und Konstantin Schütze im Rahmen des Münchner „OK Labs“ (codefor.de/muenchen) entwickelt, dem lokalen Ableger der von der Open Knowledge Foundation organisierten Treffpunkte für Open-Data-Interessierte aller Art. In naher Zukunft soll es außerdem eine Implementierung der OParl-API geben, die speziell für die Anbindung an Ratsinformationssysteme ausgelegt ist.  

Lab for CITY

- December 9, 2014 in Featured, offene Daten, Open Knowledge Foundation, Open Transport

Am 21.11. starteten OKF DE und das Startup allryder die Eventreihe “Lab for Civic Innovation and TechnologY”. In Paneldiskussionen wurden Erfahrungen mit der Öffnung und Nutzung von Daten ausgetauscht. 1782278_426589000821411_4511975776677165218_o Datennutzer trafen auf Datenbereitsteller und tauschten sich zu Themen wie Urban Mobility und Civic Technology aus. Auf den Panels diskutierten Startup-Gründer, mit Mitgliedern der OKF Deutschland und Belgien, sowie Vertretern von Verkehrsbetrieben, der Europäischen Kommission und vielen anderen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, den Austausch zwischen unterschiedlichen Stakeholdern aus den Bereichen Open Data, Civic Tech und Mobilität anzuregen und neue Impulse zu geben. Das nächste Lab for the City wird in Istanbul stattfinden. Weitere Impressionen gibt es auf der allryder Website und auf Facebook.

Open Data Index 2014 veröffentlicht: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

- December 9, 2014 in Featured, offene Daten, openindex14

OpenDataIceberg-400Open Knowledge hat heute die aktuelle Ausgabe des Open Data Index veröffentlicht. Während im Bereich Open Data einiges passiert ist, teilen viele Regierungen immer noch nicht genug Daten in frei zugänglichem und nützlichem Format mit BürgerInnen und Unternehmen. Insgesamt wird das gesellschaftliche und wirtschaftliche Potential von Open Data damit nur unzureichend nutzbar gemacht.
Das Öffnen von staatlichen Daten fördert Demokratie, Rechenschaft und Innovation. Open Data hilft BürgerInnen, ihre Rechte zu kennen und zu nutzen, es gibt Vorteile für die ganze Gesellschaft: vom öffentlichen Transport, zum Bildungswesen, zum Gesundheitssystem. Wir sehen einen sehr positiven Zuwachs in der Offenheit vieler Regierungen gegenüber Open Data in den letzten Jahren, aber der heurige Index zeigt, dass wirklicher Fortschritt in der Implementation oft nicht Schritt hält mit der Rhetorik.
- Rufus Pollock, Gründer und Präsident von Open Knowledge Der Index evaluiert Länder und Gebiete nach der Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Daten in 10 Themenbereichen, inkl. Regierungs-Ausgaben, Wahlergebnisse, öffentliche Fahrpläne und Umweltverschmutzungs-Daten. Die Daten wurden in Zusammenarbeit mit aktiven, lokalen Zivilgesellschaftsorganisationen im Bereich Open Government und Open Data erhoben und beziehen sich in föderalen System wie der Bundesrepublik Deutschland nur auf die Bundesebene. Das Vereinte Königreich führt im 2014 Index und verteidigt damit seine Führungsrolle mit einem Wert von 96%, dicht gefolgt von Dänemark, dann Frankreich auf Platz 3 (im Vergleich zum 12. Platz im Jahr 2013). Finnland ist Vierter und Australien und Neuseeland teilen sich den 5. Rang. Eindrucksvoll ist der Fortschritt von Indien (vom 27. Rang 2013 auf Platz 10 2014) und von lateinamerikanischen Ländern wie Kolumbien und Uruguay, die gemeinsam den 12. Platz belegen. Sierra Leone, Mali, Haiti und Guinea belegen die hinteren Plätze unter den gereihten Ländern. Obwohl 2014 ein signifikanter Zuwachs an Open Data gemessen wurde (von 87 2013 zu 104 Datensätzen 2014) war der Prozentsatz der tatsächlich offenen Datensätze in allen gereihten Ländern mit 11% eher niedrig. Es gibt dennoch viel Raum für Verbesserungen: die USA und Deutschland zum Beispiel haben kein konsolidiertes, offenes Firmenregister und auch der Austausch mit der Zivilgesellschaft bedarf mehr Anstrengungen. Ein 9. Platz für Deutschland ist sicher eine Verbesserung, kann aber nicht dem Anspruch der Bundesregierung genügen. Das Ergebnis muss als Ansporn verstanden werden, mehr für die Öffnung von Verwaltungsdaten zu tun, um dem in der Digitalen Agenda definierten Anspruch, eine Vorreiterrolle bei der Bereitstellung offener Daten einzunehmen, gerecht zu werden. Der 2014 Index verzeichnet auch ein enttäuschendes Ergebnis bei der Offenheit bei staatlichen Ausgaben. Die meisten Länder veröffentlichlichen gar keine Daten, oder nur limitierte Daten – nur 2 von 97 Orten (das Vereinte Königreich und Griechenland) bieten wirkliche Daten-Offenheit, was die Staatsausgaben betrifft. Dieser Umstand ist bemerkenswert, da in einer Periode von langsamen Wachstum und Austerität in vielen Ländern offener technischer und legaler Zugang zu Daten helfen kann, Transparenz, Effizienz und Leistung zu steigern.

Apps for Europe sucht die besten #opendata Apps

- December 8, 2014 in Apps, Apps4EU, community, Featured, offene Daten, Open Data

a4e_logo Arbeitest Du an einer App, die offene Daten verwendet? Du möchtest Deine App in ein nachhaltiges Unternehmen weiterentwickeln? Apps for Europe hat einen Online-Wettbewerb gestartet, der die besten App-Entwickler dieses Erdteils finden soll. Wir suchen Apps, die folgendes sind:
  • Neu und nützlich
  • Einfach benutzbar
  • Darauf ausgerichtet, tragfähige Unternehmen und Dienstleistungen zu schaffen
  • Der Welt das Potenzial von offenen Daten zu zeigen
Du kannst Dich jetzt mit deiner App und deinem Geschäftsplan unter www.appsforeurope.eu/content/submit-your-application bewerben. Die Frist läuft am 31. Dezember 2014 ab. Du hast also nicht mehr so viel Zeit! Apps for Europe

Was gibt es zu gewinnen?

Nimm am Wettbewerb teil und gewinne einen von 10 exklusiven Plätzen in der International Business Lounge auf Future Everything, einem führenden Innovations-, Kunst- und Technologie-Festival Europas am 26. und 27. Februar 2015 in Manchester. Ausserdem winkt ein Preisgeld von 5000 Euro sowie die Möglichkeit das eigene Projekt bei einem exklusiven Event mit Sponsoren, Investoren und der Europäischen Kommission vorzustellen. Du bekommst die Chance, Deine App dem gesamten Publikum der Future Everything den ganzen Tag über zu präsentieren – zusammen mit den weiteren ausgezeichneten innovativen Apps aus ganz Europa. Aber damit nicht genug! Du erhältst auch die Möglichkeit, Deine App einer internationalen Gruppe von Investoren, Entscheidern aus Politik und Verwaltung sowie Firmen und Startups zu präsentieren. Diese ausgewählten Experten stehen mit ihren Fähigkeiten, Erfahrung, Kapazitäten und Kapital bereit Dich darin zu unterstützen, Deine App in ein erfolgreiches Unternehmen zu verwandeln. Auf der Webseite von Apps for Europe findest Du weitere Informationen zur Online-Bewerbungen und der International Business Lounge der Future Everything 2015. Alle Online-Bewerbungen werden von unseren “Apps for Europe”-Partnern bewertet: Ein erfahrenes Netzwerk aus europäischen Firmen mit Kontakten, Expertise und dem gemeinsamen Ziel, offene Daten geschäftlich erfolgreich zu machen.

Warum machen wir das?

Apps for Europe möchte der Welt nicht nur die Wirkungsmacht offener Daten zeigen, sondern auch das wirtschaftliche Potenzial herauskehren. Wir fördern gemeinsam die Möglichkeiten offener Daten, indem wir Ihnen dabei helfen, Ihre Idee in ein erfolgreiches Unternehmen umzuwandeln, das sich in ganz Europa etablieren könnte.

Über Apps for Europe

Apps for Europe ist ein Unterstützernetzwerk mit dem Auftrag, datengetriebene Apps in tragfähige Unternehmen zu verwandeln. Weiter Informationen über unser Konsortium findest Du hier.

  Das folgende Video gibt einen Eindruck über die glücklichen Gewinner der International Business Lounge der Future Everything 2014

Erster Transparenztag in Hamburg

- November 17, 2014 in Deutschland, Featured, HmbTG, Informationsfreiheit, offene Daten

transparenzportal-hamburg-betaDas OK Lab Hamburg lädt am kommenden Sonntag zum ersten Transparenztag Hamburg ein. Anlass ist das gerade gestartete Transparenzportal der Stadt Hamburg. Damit das Portal mit Leben gefüllt wird, wollen wir einen Tag mit dem Portal arbeiten, lernen wie es funktioniert, und kleine Geschichten generieren. Der erste Transparenztag Hamburg findet am 23. November 2014 ab 12 Uhr bei 4=1/OpenDataCity, Alter Teichweg 33, 22081 Hamburg statt (S-Bahn Barmbek, Ausgang Globetrotter, ca. 8 Minuten Fußweg). Das Ergebnis können Karten oder auch nur statistische Besonderheiten sein, die wir im Portal finden – angedachte Themen wären z. B.:
  • Welche Zuwendungen bekommen welche Firmen/Vereinigungen/Institutionen in Hamburg?
  • Wo sind Gefahrenstoffe gelagert?
  • Wo sind die Lampendusa-Flüchtlinge untergebracht etc.?
Dazu sind geladen: Nerds und Technikverliebte und die Hamburger hyperlokale Journalistenszene. Ziel ist es, schnelle Geschichten im Transparenzportal zu finden, die wir journalistisch verbreiten können. Es soll kein klassischer Hackathon werden – sondern einer, in dem Journalisten und Coder wirklich gemeinsam arbeiten können.
Grober Ablauf:
  • Begrüßung
  • Einführung Transparenzgesetz von Stefan Wehrmeyer Opne Knowledge Foundation (fragdenstaat.de und correctiv)
  • ab ca. 13.30 Uhr: Team- und Themenbildung (optional: OpenData-Einführung von Marco Maas)
  • bis ca. 20 Uhr arbeiten an kleinen Projekten
  • 20.00 Fazit und Ende
Die Anmeldung und mehr Informationen findet ihr unter: http://pad.opendatacloud.de/p/OKHH-Hackerthon