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Open Development Camp 2013, 7-8 November, Amsterdam

- October 24, 2013 in community, Konferenz, offene Daten, OKF Deutschland, Open Aid, Open Data

banner_odc Am 7. und 8. November findet in Amsterdam das dritte Open Development Camp statt. Anknüpfend an den Erfolg der Open Development Camps in 2011 und 2012 möchten die Organisatoren in diesem Jahr ein breiteres Spektrum des Open Knowledge Movements (unterschiedliche Domains) zusammenbringen um gemeinsam die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit mitzubestimmen. In Camp 2013 dreht sich alles um die drei Bereiche
  • Open Data for Development
  • Open Organizations for Development
  • Open Tools for Development
Das Camp wird sich zudem explizit mit der generellen Frage des Entwicklungsbegriffs befassen und die potentielle Rolle von Open Development für eine Neugestaltung konventioneller geographischer und ökonomischer Spaltung diskutieren. Das Program sieht vielversprechend aus und ist hier zu finden. Das Ticket für die zweitägige Veranstaltung kostet 75 Euro. Anmelden könnt ihr euch hier. Im Namen der Organisatoren möchte ich Euch daher alle ganz herzlich zum Open Development Camp 2013 in Amsterdam einladen!  

Transparenz Portal KfW-Entwicklungsbank

- March 7, 2013 in Featured, kfw, offene Daten, Open Aid, Transparenz

In der Regel haben Organisationen in der Entwicklungszusammenarbeit nette Webseiten mit Projektbeschreibungen und viele Texte zu großen Themen. Wenn es um Gelder geht, kochen die meisten Webseiten aber auf Sparflamme. Die KfW-Entwicklungsbank wollte das ändern und deswegen haben wir sie dabei unterstützt. country-kfw Wir hatten schon vorher mit der KfW zum Förderreport zusammen gearbeitet und wurden daraufhin von der KfW-Entwicklungsbank angesprochen, ob wir auch deren Förder-Daten auf neue Weise darstellen könnten. Zu dieser Zeit hatten wir bereits offene-Entwicklungshilfe.de in Arbeit und freuten uns diesen Ansatz auch gleich auf weitere Datensätze ausweiten zu können.

Transparenz-Portal

Vor kurzen ging das Transparanz-Portal online (transparenz.kfw-entwicklungsbank.de) in dem wir Projektdaten der KfW Entwicklungsbank von verschiedenen Blickwinkeln darstellen. Neben den typischen Finanzdaten, werden auch im Schulnotenprinzip Ergebnisse von Projektevaluierungen angezeigt. Eine vollständige Projektdatenbank soll noch dieses Jahr kommen und wir hoffen das dies nur der Anfang für eine weitere Offenlegung von Daten ist. Die nun zur Verfügung gestellten Daten, können auch direkt im maschinenlesbaren Format heruntergeladen werden. Glücklicherweise konnten wir die KfW auch überzeugen Geodaten und Karten von OpenStreetMap zu nutzen. Außerdem binden wir hier auch Indikatoren der Weltbank für jedes Land ein. Gerade die Kombination von solchen Datensätzen in Echtzeit wird den Stein erst richtig ins Rollen bringen.

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Ein Anfang ist gemacht

Doch keine Frage die Datensätze können nur ein Anfang sein. Ein Schritt weiter ist die Veröffentlichung von Daten zur offenen Auftragsvergabe (Open Contracting), wozu es kürzlich eine Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung und der Weltbank gab. Gerade beim Auftragswesen ist dringend mehr Transparenz geboten, weil es hier häufig zu Korruption kommt. Die World Bank hat dazu kürzlich Daten veröffentlicht, die bereits zu interessanten Analysen führten.

Interview

Auszug Interview KfW: Es wird kritisiert, dass Transparenz nur Nichtregierungsorganisationen und IT-Spezialisten zugute kommt. Wie profitieren denn armen Länder von mehr Transparenz? Kreutz: Gerade die Verwaltung in Entwicklungsländern profitiert davon enorm: Die Beamten vor Ort sind mit einer solchen Flut von Projektvorschlägen konfrontiert, dass sie schnell den Überblick verlieren. Wenn wir in den Geberländern ihnen Arbeit ersparen und Datensätze, aufbereitet nach internationalen Standards, anbieten, dann wird es für sie viel einfacher, sie in ihre Analyseinstrumente einzubauen und die Geldflüsse besser zu kontrollieren und zu verteilen. Es wird sich auszahlen in barem Geld! KfW: Haben die Entwicklungsländer überhaupt die Infrastruktur dafür? Kreutz: Kreutz: Die größten Innovationen im Bereich Internet und Telefon passieren doch in den Schwellenländern! Ostafrika ist die erste Region auf der Welt, in der man mit dem Mobiltelefon Geld überweisen konnte. Natürlich müssen wir die Analysekapazitäten schärfen und den Menschen hierzulande und in den Schwellenländern den Mehrwert deutlich machen. Hier stehen wir noch am Anfang. Noch sind die Daten sehr aggregiert. Richtig spannend wird es, wenn man sehen kann, wie hoch die Personalausgaben sind, wie hoch die Sachkosten. Das ist natürlich auch sehr politisch… KfW: Was bringt die neue Transparenz den Geberländern? Kreutz: Der Stand heute ist, dass es keine Übersicht gibt. Ich kann heute nirgendwo herausfinden, welche Gesundheitsprojekte es in Tansania gibt. Transparenz ist, wenn wir wissen: Wer macht was, wo und wann. Ein einheitlicher weltweiter Organisationsstandard wird es den Geberinstitutionen ermöglichen, viel schneller und einfacher auf entscheidende Daten zurück zu greifen. KfW: …Sie sprechen über den Standard der International Aid Transparency Initiative (IATI), der sich auch die Bundesregierung angeschlossen hat… Kreutz: Genau. Wenn sie mit einem Klick die Daten der Weltbank, von USAID und anderen vergleichen können, öffnen sich neue Horizonte. Auch können die Organisationen untereinander besser kommunizieren. Und wenn wir die Projektdaten kombinieren mit den Ausschreibungen und Evaluierungen, dann fängt die Musik richtig an zu spielen! Irgendwann können wir vielleicht sogar in die Planung von Organisationen hinein schauen, ohne dieses Wissen über formelle oder informelle Quellen eventuell teuer erkämpfen zu müssen. So werden Kosten gespart, Korruption und Seilschaften verhindert. Wir sind ganz am Anfang und sehen ein riesiges Potenzial.

Hintergrund offene-entwicklungshilfe.de

- February 4, 2013 in Featured, offene Entwicklungshilfe, OKF Deutschland, Open Aid, Transparenz

indikatoren Wenn man Finanzdaten zur Entwicklungshilfe sucht, gibt es praktisch nur zwei Optionen. Hoch aggregierte Daten beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wo nur ein paar Zahlen angeboten werden, oder akademisch anmutende Webseiten der OECD, wo man nach Zahlen forschen muss. Offene-Entwicklungshilfe.de soll anders sein. Hier werden Daten anschaulich dargestellt, so dass man einfach durch die Zahlen wandern kann, statt komplizierte Anwendungen zu bedienen. Außerdem gibt es hier detaillierte alle staatlichen Ausgaben der Entwicklungshilfe nach Ländern, Schwerpunkten und bis auf die Projektebene. Entwicklungshilfe ist aus finanzieller Sicht ein großer Sektor. Allein die OECD Länder gaben in 2011 129 Milliarden US Dollar an ODA-Mitteln für die Entwicklungszusammenarbeit aus. Große Summen fließen zu tausenden von Organisationen und in vielen Projekten. Transparent fließen diese Steuergelder nur bedingt. Es gibt praktisch in keinem Entwicklungsland eine Übersicht wer, was, wo, wann macht? Das dies immer wieder zu ineffizienten Geldvergabe führt ist kein Geheimnis.

BMZ veröffentlicht die eigenen Daten nicht

Für die Umsetzung der Webseite habe ich einen offenen zugänglichen Datensatz des Creditor Reporting System der OECD genutzt. (Der komplette Datensatz ist übrigens etwas versteckt. Im Menü auf der Seite erst auf “Export” klicken und dann auf “Related Files”).Ironischerweise zeigt das BMZ selber diese Zahlen nicht auf der eigenen Webseite an, sondern belässt es bisher dabei die Zahlen, mit einjähriger Bearbeitungszeit, an die OECD zu liefern. Das soll sich nun ändern, wenn das Ministerium reichlich verspätet den neuen IATI umsetzt. Im Frühjahr sollen bessere Daten in kürzeren Zyklen erscheinen. Bei der Analyse der Daten wurde mir aber klar, dass die historische Perspektive der Daten fast interessanter ist.

Über 100.000 Aktivitäten der letzten 10 Jahre

Deshalb habe ich über hunderttausend Projektdaten der letzten 10 Jahre zur Umsetzung der Webseite einbezogen. So gibt es für jedes Empfängerland deutscher Entwicklungszusammenarbeit einen eigenen Steckbrief, welcher detailliert die einzelnen Aktivitäten pro Schwerpunkt anzeigt, wie zum Beispiel für Burkina Faso. Doch bei den Projekten kommt auch die unzureichende Qualität der Daten zum Vorschein. Projekttitel zu allgemein, in anderen Sprachen oder fehlen teilweise vollständig. Zudem gibt es praktisch keine Informationen zu Empfänger-Organisationen. Die Geber-Institutionen werden mit Abkürzungen wie LG oder Found versehen und sind zum Beispiel bei den Geldern für die GIZ nicht nachvollziehbar. projektliste

Trends analysieren

Wichtiges Ziel für die Webseite ist es einen transparenten Überblick aus verschiedenen Perspektiven zu bekommen. So kann man zum Beispiel einfach analysieren in welche Sektoren Gelder in den letzten Jahren investiert wurden und wo die Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit liegen. Entsprechen die Hilfsgelder den wichtigsten Bedarfen eines Entwicklungslandes? Oder leiten die sich eher von außen- oder wirtschaftspolitischen Interessen ab? Sind die Ausgaben nachhaltig, oder werden hier singulär plötzlich Investitionen getätigt? Die Daten geben nicht immer direkt eine Antwort, aber offene-entwicklungshilfe.de soll helfen Trends zu entdecken und Fragen aufzuwerfen.

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Kombination von Datensätzen

Spannend wird es aber wenn andere Datensätze hinzugefügt werden. Dank der Open Data Initiative der Weltbank, lassen sich zum Beispiel einfach Entwicklungsindikatoren einfügen. Diese Indikatoren zeigen auf einen Blick, wenn auch etwas allgemein, wo die größten Probleme im jeweiligen Land liegen. Nun kann man vergleichen, ob die deutschen Ausgaben deckungsgleich sind. Keine Frage der Vergleich hinkt und weitere Datensätze wären notwendig um hier die Ausgaben für die Sektoren besser nachvollziehen zu können. Aber genau in diese Richtung wollen wir gehen. indikatoren

Ausblick

Doch dafür muss bei den deutschen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit erst ein Bekenntnis zu offenen Daten kommen. Gerade Nichtregierungsorganisationen sind hier leider kein Vorbild. Mit Ausnahmen werden auch hier keine detaillierte Finanzdaten veröffentlicht. Eine IFG-Anfrage hat wenigstens eine Übersicht der von BMZ in Jahr 2011 geförderten Organisationen hervorgebracht. Wir hoffen das offene-entwicklungshilfe.de hier Inspiration für weitere solche Angebote ist.  

Offene Daten gegen Armut?

- January 15, 2013 in Featured, IATI, offene Entwicklungshilfe, Open Aid, Open Data, Transparenz

Gibt es in der Entwicklungszusammenarbeit nicht wirklich Wichtigeres als offene Daten? Es gibt in der Tat viele sehr wichtige Themen, um die Armut in weiten Teilen der Welt zu bekämpfen. Das OpenAid Projekt der Open Knowledge Foundation ist überzeugt, dass Transparenz und detaillierte, offene Daten die Voraussetzung dafür sind, um die Entwicklungszusammenarbeit in allen Sektoren (Landwirtschaft, Bildung, Gesundheit, etc.) effizienter zu gestalten. Wichtig für die Entwicklungszusammenarbeit sind beispielsweise offene Daten über soziale, wirtschaftliche Entwicklungen, Klimadaten oder zu landwirtschaftlicher Produktion und zum Handelsverkehr. Ganz zentral für die Entwicklungszusammenarbeit sind auch offene Projektdaten, insbesondere zu den Finanzflüssen. Claudia Schwegmann präsentiert IATI: Gegenwärtig ist es kaum möglich für ein beliebiges Entwicklungsland Daten darüber zu finden, welcher Geldgeber, mit welchem Budget Aktivitäten durchführt, mit welchen lokalen Partnerorganisationen und in welcher Region eines Landes. Weder die Steuerzahler und Spender im Norden, noch die Bürger von Entwicklungsländern im Süden sind in der Lage sich einen aktuellen Überblick über alle Projektaktivitäten zu schaffen, geschweige denn diese Projektaktivitäten nachzuverfolgen. Solche Überblick-Informationen sind unerlässlich, um Koordination und Kooperation zu ermöglichen, um Planung zu verbessern, um Korruption zu bekämpfen und um Rechenschaftslegung zu stärken.
  Um dieses Problem zu beheben ist 2008 ein internationaler offener Datenstandard im Rahmen der International Aid Transparency Initiative (IATI) gegründet worden. Das OpenAid Projekt der OKFN engagiert sich seit 2009 durch Öffentlichkeitsarbeit und Advocacy für die Umsetzung dieses offenen Datenstandards in Deutschland. In 2012 hat OpenAid darüber hinaus auch eine Visualisierung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit seit 2000 erstellt, um den Mehrwert von offenen Daten zu illustrieren und eine bessere Analyse der Finanzflüsse zu ermöglichen. Bisher beruht diese Visualisierung jedoch auf nicht offenen Daten bis 2010. Bei einer Umsetzung von IATI, könnte Offene-Entwicklungshilfe.de auf offene und aktuelle Daten darstellen. Die gute Nachricht ist, dass das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Mitbegründer von IATI ist und Ende 2012 nach langer Verzögerung endlich einen Plan vorgelegt hat, nach dem die BMZ Daten im IATI Standard veröffentlicht werden sollen. Bis Ende März 2013 wird das BMZ erste Daten im IATI Standard bereitstellen. Die schlechte Nachricht ist, dass bis März nur etwa 30% der deutschen offiziellen Entwicklungsgelder (ODA = official development aid) und auch nur ein Teil der BMZ Mittel veröffentlicht werden. Darüber hinaus gibt es bis her auch noch keine Anzeichen dafür, dass die Landesregierungen und andere Ministerien, die allein für 28% der ODA Mittel stehen mit dem IATI Standard vertraut sind, geschweige denn den Standard umsetzen werden. Auch die nichtstaatlichen Organisationen und politischen Stiftungen befassen sich bisher kaum mit IATI. Seit 2012 ist die Umsetzung von IATI durch die nichtstaatlichen Organisationen eine Priorität für OpenAid, auch wenn das Interesse seitens der nichtstaatlichen Organisationen bisher sehr gering ist. Während international bereits an die 100 NGOs und Stiftungen den IATI Standard umgesetzt haben, ist das internationale Sekretariat von Transparency International in Berlin die einzige Organisation in Deutschland, die IATI umsetzt. In den Niederlanden und den USA mobilisieren die nationalen NGO Netzwerke Partos und Interaction ihre Mitglieder für offene Daten und IATI. Auch in Finnland, Schweden, Canada und Tchechien gibt es Initiativen seitens der nationalen Netzwerke oder einzelner NGOs, um die Umsetzung von IATI zu fördern. Erste positive Schritte in Deutschland war ein Workshop zu IATI, den OpenAid zusammen mit dem deutschen NGO Netzwerk VENRO Anfang Dezember 2012 durchgeführt hat. Trotz anfänglicher Bedenken reagierten die Vertreter der Hilfsorganisationen positiv auf die Vorstellung von IATI und das VENRO Sekretariat hat beschlossen, dieses Thema weiter zu behandeln. Auch die Präsentation von IATI durch die OpenAid auf der Preisverleihung des Transparenzpreises 2012 von PricewaterhouseCooper Ende November war eine gute Gelegenheit, um mit Geschäftsführern und Vorständen der deutschen NGOs ins Gespräch zu kommen. Diese Gespräche werden 2013 sicher fortgeführt werden, mit dem Ziel, dass deutsche NGOs anfangen, den IATI Standard umzusetzen und einen Beitrag dazu leisten, das System der Entwicklungszusammenarbeit insgesamt transparenter zu machen.

It´s a fad! 7 Reasons against Open Data

- November 30, 2012 in Featured, Open Aid, Open Data, Open Knowledge Foundation

Claudia Schwegmann – Gründerin der OpenAid-Initiative, die sich für Open Data und Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit einsetzt – hat einen Artikel für Digital Development Debates geschrieben, in dem sie 7 oft genannte Argumente gegen Open Data untersucht. Voilá: The interesting thing about arguments against open data is, that is is really similar to arguments against innovation in other areas, the first personal computer, the invention of telephones and early research on aeroplanes. Reflecting about the many discussions on open data and particularly the International Aid Transparency Initiative (IATI) since 2009 I have identified 7 very popular arguments against innovation. The following article describing these arguments was first publised in the Digital Development Debates Magazine: It’s Just a Fad! “I think there is a world market for maybe five computers.” In 1943 this rather dire prediction for the IT branch was made by no one less than the Chairman of IBM, Thomas Watson. Looking back on such erroneous predictions of the short-lived nature of products so familiar to us today can be very amusing. Are we currently experiencing the same phenomenon with the purported swan song of open data? In his day, William Preece was a true techie. He studied civil and electrical engineering in the 1860s and took a post as consulting engineer for the British Post Office a few years later. William Preece was not a bureaucrat. In fact, towards the end of the century he made important contributions to the development of wireless telephony and telegraphy. Still, the reason that many people today have heard of William Preece is not because of his technological accomplishments, but rather for his drastic misjudgement of the potential of new technological ideas. In 1876, Sir William Preece famously claimed that “the Americans may have need of the telephone, but we do not. We have plenty of messenger boys.” “No balloon and no aeroplane will ever be practically successful.” How can this be? How could the later Engineer-in-Chief of the British Post Office and inventor of wireless telephony and telegraphy have failed to see the potential of his own area of expertise? And William Preece is not alone. In 1902 William Thomson, the first British scientist to be knighted by the Queen and a specialist in electricity and thermodynamics, predicted that “no balloon and no aeroplane will ever be practically successful.” Seventy years later Ken Olson, the Chairman and founder of Digital Equipment Corp, made history by totally misjudging the added value of personal computers: “There is no reason anyone would want a computer in their home.” The least that we can conclude from these examples is that we should be careful not to prematurely reject the value of new technologies. The big challenge of innovation, it seems, is not to come up with a new idea, but to gather sufficient evidence of its utility and garner broad support from relevant stakeholders (bureaucrats, funders, users, customers). Only this kind of support will allow an idea to be adopted widely enough to be a true innovation. What we can also learn from these and similar quotes on technological innovation is that many new ideas face very similar types of objections. Seven very popular objections seem to be:
1) We don’t need it – it has no economic value!
2) We don’t have time for it!
3) It is not safe!
4) We have it already!
5) We don’t work like that here
6) It does not solve the problem
7) It’s a fad – I just don’t like it! One big innovation in recent years, both in business and in public administration, is open data. And like many other innovations, the seven arguments listed above are all part of the debate on open data as well. The remainder of this article will describe and address these seven objections regarding open data one by one and hopefully help us become less sceptical about this new frontier in information management. The big challenge of innovation, it seems, is not to come up with a new idea, but to gather sufficient evidence for its utility and garner broad support from relevant stakeholders. 1) We don’t need it: In the field of open data there are at least three versions of the “We don’t need it” argument. The first is “we don’t need data”. Admittedly, there are not many people who seriously hold this position, though many organisations still seem to work on this premise and don’t establish a clear strategy for collecting and using data. Many people may subscribe to the value of data but don’t act on it. For the real data sceptics, the video The Joy of Stats by Hans Rosling is a very entertaining way to appreciate its value. The second version of this argument is “We don’t need open data”. Given the popularity of buzz words like “knowledge economy” and “information society”, this argument may come as a surprise. But again, many administrations and organisations still work on the premise that open data is not a priority for them. One of the organisations that does see the value of open data is the European Commission. Since its 2003 Directive on the Reuse of Public Sector Information, the EC has continued to build an evidence base and policy framework to promote the use of open data for economic growth and public accountability. In August 2011 the EC published a comprehensive report on the economic value of open data. According to this study, the economic gains from open public data amount to 40 billion euros per year in the European Union. Following this assessment of the economic importance of open data, the European Commission published its own open data strategy. Today many companies across Europe already offer products based on open data. And countries like the UK and Denmark have published assessments of the value and use of open data. In Germany alone, the market for geo-information was estimated at 1.4 billion euros in 2007 and in the Netherlands the same sector accounted for 15,000 full-time jobs in 2008 [1]. It is true that more research and experience is necessary to identify areas and sectors where open data is most valuable and how its value can be increased. But to claim that there is no need for open data is simply wrong. The third version of this argument is: “They don’t need open data”. “They” in this case refers to regular citizens who are not familiar with raw data or, in the context of international development for example, people in poor countries who surely have other priorities and lack the skills to analyse data, such as from the national budget. It is, of course, true that most people are not very comfortable with raw data. But sites like data.gov.uk are already making an effort to become more accessible to non-technical users. What is more important, however, is that most citizens will benefit from raw data through intermediaries. Already now there are countless examples in which organisations and individuals have used raw data and rendered it useful for the public: civic hackers use open transport data to create apps that allow people to optimise their use of public transport, organisations like the Open Knowledge Foundation build visualisations of national budgets and help citizens understand how their taxes are used. Other initiatives take hospital data, geographical data and national health data to increase transparency and improve service delivery in the health sector or create online tools for election monitoring [2]. These projects are happening in London, New York, Stockholm and Berlin, but also in Mumbai, Nairobi, Dakar and Lagos. Obviously apps and online tools are used more in big cities, but numerous organisations specialising in mobile technology are already demonstrating how the urban bias can be overcome and how rural and poor people can be included in information and feedback loops [3]. “The wireless music box has no imaginable commercial value. Who would pay for a message sent to nobody in particular?” — David Sarnoff’s associates in response to his urgings for investment in the radio in the 1920s. If you stop running your business, you die today. If you don’t innovate you will be dead tomorrow. 2) We don’t have time for it: Given the evidence of the economic value of open data, the argument regarding lack of time is like saying we don’t have time for innovation, increased efficiency and growth. Nevertheless, lack of time seems to be one of the major arguments against open data strategies within organisations. Lack of time is probably one of the main arguments against any organisational change initiative. There is never a perfect moment to lay aside the work that needs doing on a daily basis to improve internal processes. Instead, those responsible for innovation need to find a balance between keeping the system functional on the one hand and improving the system on the other. Both elements, the smooth running of daily activities and improvement to the system, are vital. If you stop running your business, you die today. If you don’t innovate you will be dead tomorrow. 3) It is not safe: Professor Gunter Dück has been Chief Technology Officer at IBM in Germany for many years and one of his core responsibilities was convincing colleagues and partners of the potential of new technology. In his experience for every innovation about 10% are pioneers and early supporters and about 40% have open minds and would support the innovation if all practical problems were solved. But there are also at least 40% who have closed minds and just don’t want the innovation, who don’t want to use telephones, or computers, smartphones, cloud computing or Facebook. And the favourite argument from this group against an innovation is, according to Dück, “it is not safe”. Unfortunately this pretext against innovation seems very credible from the outside, even if it is not backed-up by sound evidence and real security risks are often highly overestimated. The two most common versions of security concerns related to open data are, in my experience, the fear of data being misused and the fear of data errors and negative publicity. Open data is not illegal hacking or data theft. Open data is not Wikileaks: The fear of data misuse is very well illustrated by the fact that many people I have talked to in the last two years somehow associate the topic of open data with Wikileaks and the fear of the uncontrolled release of confidential data. In this respect the only way to counter this fear is by raising awareness about open data: open data is not illegal hacking or data theft. Open data is the planned and conscious release of structured, machine-readable and openly licensed data by the data holders themselves. Obviously, it is possible that the publication of open data, e.g. by public administrations, might expose the misallocation of funds or bad policy decisions. But who would seriously advocate for bad decisions to remain secret and for misallocations to continue? Open data may make some people more uncomfortable, but it will probably make the majority of citizens and taxpayers more comfortable. Open data reduces the risk of misuse: Yes, people can take data that is openly available and misrepresent it. But this is not a new risk. If the German Ministry of Finance publishes a pdf document with national budget data, anybody can use and misquote this data. In fact, anybody can produce a data visualisation with totally fake data and cite the Ministry of Finance as a source. Misuse cannot be curbed by unhelpful formats or restrictive licences.
In the world of 2.0 the misrepresentation of data is most likely to be corrected and curbed by the crowd – by the owner of the data and other people pointing out that the data presented is wrong. In his book “Here comes everybody” Clay Shirky often cites the corrective power of the crowd in Wikipedia: if you write an article in the online encyclopaedia with faulty information, it usually takes only days, if not hours, before the errors are corrected by the crowd. As long as data is not available in open and machine-readable formats, it is much harder to identify such misuse because it takes so much effort to re-calculate and verify the data. Open data increases data quality: The experience of data publishers so far suggests that open data increases data quality. For example the UNDP’s Multi-Donor Trust Fund began releasing its transaction data in real time more than two years ago. Prior to the launch of the new website, many staff members were very concerned about data errors and negative publicity. The experience so far has been that more eyes on the data have helped to improve the data quality and the public response has been overwhelmingly positive. The British Department for International Development (DFID) has had a very similar experience with the publication of their data in the open data standard of the International Aid Transparency Initiative (IATI). Additionally, in the case of the DFID, the main beneficiary of this improved data has been DFID staff itself, who have a better overview of the activities of different departments. Promoting a beta culture: While open data has the potential to increase data quality, increased transparency might still lead to negative publicity in the media. Partly it is in the nature of transparency and open data efforts to highlight shortcomings in public policy or unjustified expenditures and thus improve the situation. However there is also a need to promote a “beta culture” in administrations and policy, where continuous learning and improvement is the standard and mistakes and wrong decisions are part of a learning process. Promoting a beta culture probably also requires a changed attitude from the media. It takes media representatives who scrutinize public administrations critically without exploiting shortcomings for sensational and unwarranted coverage. Open data is not only about the transparency of one organisation. It is about the transparency of the whole system. 4) We have it already: One objection to open data is that open data is not necessary because a given administration or organisation is already very transparent. This argument is very common in development organisations. Transparency has been on the agenda of these organisations for some time and many aid agencies have started to publish more comprehensive annual reports or project information on their websites. The problem is that there are thousands of development organisations in both donor and recipient countries. Who has the time and the resources to click through all these websites to find out who is doing what and who is related to whom? Open data is not only about the transparency of one organisation. It is about the transparency of the whole system. Without data that is machine-readable, standardised and legally open, data that can be disentangled and combined with new data sources, it is simply impossible to achieve the transparency of the aid system as a whole. 5) We don’t work like that here! One argument against open data is that it will change how things are done within an organisation. In a way, this argument is valid, because the whole purpose of open data is to change processes. And the changes will not be the same for everybody. Some will welcome them. Others will object. Within an administration for example, the IT department may welcome an open data strategy, because it changes its internal role from a rather unimportant service provider to a key player with policy relevance. Additionally many IT people favour the open data movement and are interested in data applications. Other departments may worry about their role losing its importance, such as internal units for statistical analysis. Yet other departments may worry about some of their decisions being subjected to public scrutiny. So, yes, open data can change how things are done within organisations – that’s the point! 6) This does not solve the problem: Open data is not enough to establish accountability, ensure efficiency and curb corruption. Many critics of the open data movement have repeated this criticism time and time again. Of course open data is not enough – nobody ever claimed it was! Fair elections, rule of law and a good education system are not enough either, but that’s no reason to abolish fair elections, rule of law and a good education system. Open data is but one prerequisite for a more transparent, efficient and accountable society. How can citizens hold governments to account for spending decisions if they don’t know the national budget? How can we curb the influence of business lobbying in politics if we don’t know who finances whom? How can we increase coverage of social services if we don’t have an overview of e.g. health service providers in a given area? Openness is not enough, but that’s not an excuse to reject openness. 7) It’s a fad: This is the ultimate argument against any innovation: “It’s a fad and I don’t believe in it.” But open data is not a religion. Nobody has to believe in it. Open data is already happening in different countries, at different administrative levels, in different sectors and in different types of organisations. And with the growing pool of experience with open data, there is also a growing body of evidence of how open data can shape our societies and our economies.
Instead of fighting innovation with short-sighted arguments, we now need to further explore the evidence on what works and what doesn’t. The UK is not only pioneering the release of open data, but also research into open data. For this purpose the UK government has decided to create the UK Open Data Institute to promote research on open data. It is ok to be sceptical about open data, but it is not ok to disregard the evidence and remain ignorant. Footnotes:
[1] http://ec.europa.eu/information_society/policy/psi/docs/pdfs/directive_proposal/2012/open_data.pdf
[2] Some examples: http://omvard.se/; http://samabaat.com/temoignage/
[3] For example http://ureport.ug/ uses mobile technology to allow feedback from rural and poor people to government services in Uganda and http://www.aidmonitor.org.np/ is working to involve poor communities in rural Nepal in the aid effectiveness discourse.

Open Aid Data in Berlin

- October 25, 2011 in Berlin, Open Aid, Open Knowledge Foundation

Der folgende Beitrag ist von Claudia Schwegmann von Open Aid.
Deutschland ist nun wirklich kein ‘Vorreiter in der weltweiten open data Bewegung. Doch die open data Bewegung arbeitet sich langsam aber sicher in verschiedene staatliche Sektoren, Institutionen und geographische Gegenden der Bundesrepublik vor. Ein Sektor, in dem man bisher sicher war vor open data Forderungen, ist die Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Spätestens seit Ende September hat sich das geändert. In Berlin fand am 28 und 29 September die erste Konferenz zu offenen Daten in der Entwicklungszusammenarbeit auf deutschsprachigem Raum statt.   Organisatoren der Open Aid Data Konferenz waren OpenAid e.V., die Open Knowledge Foundation Deutschland, die Heinrich-Böll Stiftung und Transparenz International Deutschland. Im Gegensatz zu anderen open data Veranstaltungen wie zum Beispiel das Open Government Camp in Warschau oder die OKF Annual Conference, kamen bei der Open Aid Data Konferenz nicht die Enthusiasten zusammen, um die Möglichkeiten von open data weiter voranzutreiben. Im Gegenteil. Zielgruppe der Veranstaltung waren Leute, die noch nie von open data gehört haben, die sich jedoch für das Thema Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit interessieren. Ziel der Open Aid Data Konferenz war es, die “aid community” mit der “open data community” in Kontakt zu bringen, um die EZ Community zu inspirieren und um Innovation in der EZ zu fördern.   Um dieses Ziel zu erreichen erwartete die Teilnehmer ein Programm vollgepackt mit Beispielen und Erfahrungsberichten von open aid data. Die Bandbreite der Beispiele reichte von der open data Initiative der Weltbank, über die Erfassung und Nutzung von geographischen Daten im Geocoding Projekt von Development Gatesways (USA) bis zur Visualisierungsprojekt der OKFN zum Bundeshaushalt. Thomas Bjelkemann-Pettersson von AKVO aus Schweden begeisterte seine ZuhörerInnen mit der AKVO Projekt, auf der Projekte in standardiserter Form vorgestellt werden und die ein Feedback seitens der Hilfsempfänger erlaubt. Christian Kreutz illustrierte den Nutzen lokaler Daten anhand seines Projektes Frankfurt-gestalten.de. Die gesamte Liste der Beispiele ist auf der Konferenzwebseite aufgeführt.   Das Konzept ist aufgegangen. Das Feedback der Teilnehmer war sehr positiv. “Die Konferenz des Jahres”, “sehr inspirierend”, “ich bin begeistert”, “klasse”! Für viele EZ Experten haben die Beispiele tatsächlich ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Damit ist zumindest ein Anfang für open data in der deutschen EZ gemacht. Sehr viel mehr wird jedoch nötig sein, um dieses Thema tatsächlich in den staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen der EZ zu etablieren.   Damit offene Daten kein Selbstzweck werden, müssen “open data ecosystems” geschaffen werden, wie es Jose Alsonso von der Web Foundation schreibt. Daten müssen nicht nur offen zur Verfügung gestellt werden, sondern auch die Übersetzung in relevante Informationen und die Nutzung für administrative Verbesserungen, politische Entscheidungsfindung, bessere Dienstleistungen etc. muss gefördert werden. Von einem der Begründer des Internets, Tim Berners-Lee, stammt die oft zitierte Aussage, dass offene Daten an an der Spitze, in der Mitte und an der Basis einer Behörde oder einer Organisation durchgesetzt werden müssen. Für die EZ heißt dies, das mehr Aufklärungsarbeit sowohl bei Entscheidungsträgern als auch bei Mitarbeiter von staatlichen und nichtstaatlichen Entwicklungshilfeorganisationen nötig ist. Abgeordnete im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung müssen verstehen, warum open data ein “game changer” in der Entwicklungspolitik sein kann. Watchdog Organisationen wie Transparency International oder Global Integrity im Bereich Korruption oder Greenpeace im Umweltbereich müssen open data als wesentliches Instrument ihrer Arbeit erkennen und so gezielt den Bedarf an offenen und leicht zugänglichen Daten erhöhen. Vor allem in den Entwicklungsländern selber sind Bemühungen notwendig, damit die Bürger und Bürgerinnen und ihre gewählten Vertreter Zugang zu mehr Informationen über die EZ erhalten und darauf reagieren können.   Für den Verein OpenAid war die Open Aid Data Konferenz ein Highlight. Doch gemessen an den Ziel einer transparenten Entwicklungszusammenarbeit gibt es noch viel Arbeit für die kommenden Jahre.